Krankenschwestern auf der Infektionsstation der Uniklinik Essen betrachten in Schutzkleidung und mit einer Atemmaske zwei Abstrichröhrchen. | dpa
Liveblog

Corona-Blog zum Nachlesen Fast 12.000 Infektionen in Deutschland

Stand: 18.03.2020 23:31 Uhr

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist um fast 30 Prozent gestiegen. Tirol wird komplett unter Quarantäne gestellt. Portugal verhängt den Ausnahmezustand. Italien meldet neue Rekordzahlen. Der Coronavirus-Blog zum Nachlesen.

  • 12.000 Infizierte in Deutschland - fast 30 Prozent mehr als am Dienstag
  • Mitterteich in Bayern erste Stadt mit Ausgangssperre
  • Kanzlerin Merkel appelliert in TV-Ansprache an die Bevölkerung
  • Tirol komplett unter Quarantäne
  • Portugiesisches Parlament billigt Ausnahmezustand
  • Großbritannien schließt alle Schulen
  • Börsen stürzen weiter ab
18.3.2020 • 23:19 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden hiermit den heutigen Liveblog.

18.3.2020 • 23:07 Uhr

Ausnahmezustand in Portugal

Portugal hat erstmals in Demokratie-Zeiten den Ausnahmezustand verhängt. Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa verabschiedete das kurz zuvor vom Parlament gebilligte entsprechende Dekret. Der zweiwöchige Ausnahmezustand tritt um Mitternacht Ortszeit (1.00 Uhr MEZ Donnerstag) in Kraft. Rebelo de Sousa erklärte, in Portugal stünden die Gesellschaft, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft vor einer "nie dagewesenen Herausforderung". Es sei eine Herkulesaufgabe, ein "echter Krieg". Wunder werde der Ausnahmezustand allerdings nicht vollbringen. Der Weg sei "lang, schwer und undankbar".

Bei der Abstimmung über die umstrittene Maßnahme, die per Videokonferenz stattfand, hatten sich zuvor zwar viele Abgeordnete der Stimme enthalten. Es gab aber keine einzige Gegenstimme. Damit wurde der Antrag der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen. Die Regierung wird nun die Rechte der Bürger, der Medien, der Unternehmen und der Organisationen deutlich einschränken können. Konkrete Maßnahmen nannte die Regierung noch nicht.

18.3.2020 • 22:37 Uhr

Tirol komplett unter Quarantäne

Das gesamte österreichische Bundesland Tirol wird ab Mitternacht unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter via Facebook mit. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden."

Tirol wird sich zudem als einzelnes Bundesland noch stärker von seinen Nachbarn isolieren. "Das heißt, dass nur jene nach Tirol einreisen können, die in Tirol zu Hause sind oder in der kritischen Infrastruktur oder Versorgung arbeiten", erklärte Platter. Der Warenverkehr sei unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. "Dass sich Tirol selbst isoliert, ist absolut notwendig. Weil wir verhindern wollen, dass einerseits das Virus von Tirol aus weiterverbreitet wird und wir uns andererseits auch zusätzlich schützen können." In Tirol wurden bisher 474 bestätigte Fälle gezählt - mehr als in jedem anderen österreichischen Bundesland.

18.3.2020 • 22:29 Uhr

Athen verbietet Versammlungen mit mehr als zehn Menschen

In Griechenland sind ab sofort Versammlungen mit mehr als zehn Menschen verboten. Wer sich nicht daran hält, muss bis zu 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Dies teilte der griechische Vizeminister für Zivilschutz, Nikos Chardalias, im staatlichen Rundfunk mit. Das Verbot gilt sowohl für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel.

18.3.2020 • 22:15 Uhr

BVB will Bundesliga-Saison fortsetzen

Borussia Dortmund plädiert dafür, die unterbrochene Saison in der Fußball-Bundesliga zu Ende zu spielen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte der Zeitschrift "11freunde", das sei eine ökonomische Notwendigkeit. "Ansonsten wird es finanziell für zu viele Vereine so dramatisch, dass sich Dinge im Fußball verändern werden, an die man jetzt nicht einmal denken mag. Und wenn uns die Behörden grünes Licht geben, dass diese Spiele im ganz kleinen Kreis erlaubt werden, dann werden wir die Möglichkeit nutzen, unsere Arbeit zu machen."

18.3.2020 • 21:50 Uhr

Dow Jones verliert 6,3 Prozent

Der Kursrutsch an den internationalen Börsen geht weiter. Der Dow Jones sackte um 6,3 Prozent ab. Das US-Börsenbarometer verlor rund 1300 Punkte und schloss mit knapp 19.900. An der New Yorker Wall Street rechnen Investoren mittlerweile mit einer Rezession in den USA. Schwere Turbulenzen gab es auch beim umfassenderen US-Index S&P 500. Der Handel wurde für 15 Minuten ausgesetzt.

18.3.2020 • 21:26 Uhr

US-Kongress beschließt 100-Milliarden-Hilfspaket

Der US-Kongress hat ein 100 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket verabschiedet, das unter anderem kostenlose Virustests und eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sicherstellt. Der Senat stimmte für das Gesetz, das bereits vergangene Woche das Repräsentantenhaus passiert hatte. Es soll zahlreichen Arbeitern und Angestellten bis zu zwei Wochen Lohnfortzahlung bei einer möglichen oder bestätigten Infektion mit dem Coronavirus garantieren. Auch soll die Arbeitslosenversicherung gestärkt werden. Die Trump-Regierung berät mit dem Kongress bereits über ein gigantisches neues Hilfspaket. Geplant sind unter anderem direkte Zahlungen an die Bevölkerung in Form von Schecks, die Rede ist von jeweils 1000 Dollar. Vorgesehen sind auch Milliardenhilfen für die Luftfahrtbranche. Dieses Nothilfepaket könnte einen Umfang von mehr als einer Billion Dollar haben.

18.3.2020 • 21:05 Uhr

Fast 12.000 Infektionen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland ist nach Angaben der in der US-Stadt Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität innerhalb eines Tages um 29,3 Prozent angestiegen. Den Angaben vom Abend (Stand 20:30 Uhr) zufolge wurden 11.973 Infektionen registriert. Gestern waren es noch 9257 Fälle. Die Zahl der Toten stieg von 24 auf 28.

18.3.2020 • 20:50 Uhr

Israel schließt seine Grenzen

Israel hat mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Bereits seit zwei Wochen durften Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen konnten, dass sie sich in den ersten 14 Tagen privat in Quarantäne begeben konnten. Hotels waren dafür nicht zugelassen. Nun dürfen nur noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen.

18.3.2020 • 20:47 Uhr

Anbieter stoppen Verleih von E-Scootern

Große Anbieter von E-Scootern und Elektrofahrrädern haben den Betrieb eingestellt. In Deutschland stoppten bis auf weiteres die Anbieter Lime, Bird und Jump ihre Dienste. Der Anbieter Voi will den Betrieb hingegen aufrecht erhalten, die Flotten aber anpassen. Voi rät seinen Kunden, die Fahrzeuge mit Handschuhen zu nutzen. Auch das Leihfahrrad-Angebot der Bahn, Call a Bike, steht weiter zur Verfügung.

18.3.2020 • 20:41 Uhr

Schottischer Fußballclub halbiert Gehälter

Der schottische Fußballclub Heart of Midlothian kürzt die Gehälter. Clubbesitzerin Ann Budge bat Spieler, Trainerpersonal und andere Mitarbeiter, bis auf Weiteres auf die Hälfte ihres Lohns zu verzichten. Sie reagierte damit auf finanzielle Einbußen durch die Einstellung des Ligabetriebs aufgrund der Coronavirus-Krise. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, schrieb Budge. Bei dem Verein steht der deutsche Trainer Daniel Stendel unter Vertrag.

Auch in Deutschland wurden zuletzt Forderungen nach finanziellen Beiträgen der Fußball-Profis und Verantwortlichen immer lauter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, er fände es in Ordnung, wenn viele derjenigen Spieler, "die ganz große Gehälter bekommen", ihren Arbeitgebern gegenüber nun etwas zurückhaltender wären.

18.3.2020 • 20:26 Uhr

EU sorgt sich um Internetgeschwindigkeit

Die EU-Kommission hat die Sorge, das Internet könnte wegen verstärkter Nutzung von Video-Streamingdiensten verstopfen. Deshalb sprach EU-Kommissar Thierry Breton mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung zu senken. Dabei sei es unter anderem um die Idee gegangen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung runterzuschrauben, erklärte die Behörde. Die Kommission rief die Streaming-Plattformen insgesamt auf, mit Internet-Anbietern zusammenzuarbeiten und ihren Datendurchsatz anzupassen, um das Arbeiten von zu Hause aus nicht zu bremsen. Der weltgrößte Internet-Knoten DE-CIX hatte zuvor mitgeteilt, der durchschnittliche Datenverkehr habe zuletzt um zehn Prozent zugelegt. Man sei aber für den Anstieg gerüstet. Der Datenverkehr durch Videokonferenzen sei binnen sieben Tagen um 50 Prozent gestiegen.

Das Logo der Videostreaming-Firma Netflix ist auf einem Laptop-Bildschirm zu sehen. | picture alliance / Alexander Hei

Die Kommission sorgt sich, dass das Arbeiten von zu Hause aus gebremst wird, weil derzeit mehr Leute Video-Streamingdienste wie Netflix nutzen. Bild: picture alliance / Alexander Hei

18.3.2020 • 20:15 Uhr

Anstieg um fast 30 Prozent in Russland

Russland meldet 33 Neuinfektionen - ein Anstieg von knapp 30 Prozent innerhalb eines Tages. Nach Angaben der russischen Gesundheitsbehörde haben sich damit insgesamt 147 Menschen in Russland mit dem Virus infiziert. Bei den neuen Fällen handele es sich wahrscheinlich um Russen, die sich in den vergangenen zwei Wochen bei Reisen ins Ausland angesteckt hätten, teilte die Behörde mit. Sie seien zwischen dem 7. und dem 13. März per Flugzeug aus Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien nach Russland gekommen

18.3.2020 • 20:08 Uhr

WHO: Afrika droht "das Schlimmste"

Afrika muss sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) "auf das Schlimmste" vorbereiten. "Afrika sollte aufwachen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. In vielen Ländern habe man gesehen, dass sich die Ausbreitung des Virus ab einem "gewissen Umkehrpunkt" rasant beschleunige, sagte Tedros. "Der beste Ratschlag an Afrika ist, sich auf das Schlimmste vorzubereiten, und heute damit anzufangen."

18.3.2020 • 20:06 Uhr

Portugal bereitet nationalen Notstand vor

Die portugiesische Regierung will für zwei Wochen den nationalen Notstand ausrufen. Das Parlament wird am Abend über einen entsprechenden Erlass abstimmen. Der Notstand würde es der Regierung erlauben, einige Verfassungsrechte wie die Bewegungsfreiheit und das Demonstrationsrecht auszusetzen. Mit einer Zustimmung des Parlaments wird gerechnet. 

18.3.2020 • 20:01 Uhr

Dänen sollen sich künftig selbst testen

In Dänemark sollen sich Menschen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion künftig selbst zu Hause eine Probe entnehmen können. Menschen mit leichten Infektionen der oberen Atemwege sollten nicht zum Arzt gehen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, sagte Tyra Grove Krause vom Gesundheitsamt SSI. Um dennoch einen besseren Überblick über die Ausbreitung des Virus zu bekommen, wollen die Behörden demnach ab nächster Woche Testkits für zu Hause anbieten. Diese würden nun an Kliniken im ganzen Land geschickt. Menschen mit Symptomen können sich an die Kliniken wenden und das Testkit von einem Verwandten abholen lassen. Zu Hause können sie eine Probe entnehmen, die die Klinik dann an ein Labor schickt.

18.3.2020 • 19:39 Uhr

Deutschland weitet Einreisebeschränkungen aus

Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

18.3.2020 • 19:34 Uhr

Frankreich meldet 264 Tote

In Frankreich ist die Zahl der Corona-Toten deutlich gestiegen, von zuletzt 175 auf jetzt 264. Das teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Infizierten stieg demnach von 7730 am Dienstag auf 9134.

18.3.2020 • 19:02 Uhr

Fast 3000 Tote in Italien

Italien hat erneut einen großen Anstieg neuer Coronavirus-Fälle und noch mehr Toter verzeichnet. 4200 Neuinfektionen und 475 Todesfälle bedeuteten einen traurigen Rekord seit Beginn der Epidemie in Italien. Die Zahl der Coronavirus-Fälle insgesamt stieg auf 35.713, die der Toten auf 2978.

Beerdigung in Italien | REUTERS

475 Corona-Tote an einem Tag - ein trauriger Rekord in Italien. Bild: REUTERS

18.3.2020 • 18:53 Uhr

EU-Datenschützer wegen Handydatennutzung besorgt

Der EU-Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiorowski hat bei der Nutzung von Handydaten zur Vorsicht aufgerufen. Die Nutzung persönlicher Daten könne in der Krise nützlich und sinnvoll sein, "dieselben Daten können aber auch für sehr undemokratische Zwecke genutzt werden", sagte Wiewiorowski. Jegliche Verwendung müsse verhältnismäßig und regelkonform sein. Das Robert Koch-Institut hatte zuvor angekündigt, kostenlos von der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellte Massendaten zur Beobachtung der Mobilität der Bevölkerung nutzen zu wollen.

18.3.2020 • 18:46 Uhr

Großbritannien schließt Schulen

Nun stellt auch ganz Großbritannien den Schulbetrieb ein. Premierminister Boris Johnson teilte mit, dass ab Freitag die Schulen geschlossen bleiben. Zuvor hatten schon die Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland Schulschließungen angekündigt. "Wir haben beschlossen, dass dies der richtige Moment ist, um das zu tun", sagte Johnson. Prüfungen im Mai und Juni würden nicht wie geplant stattfinden. Die britische Regierung hatte sich mit drastischen Maßnahmen bislang zurückgehalten und war dafür heftig kritisiert worden.

18.3.2020 • 18:39 Uhr

Coronakrise löst weitere DAX-Talfahrt aus

Die beispiellose fast vierwöchige Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich fortgesetzt. Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt nach wie vor für immense Unsicherheit. Der DAX rauschte um 5,56 Prozent auf 8442 Punkte abwärts. Die Stabilisierung am Vortag ist damit schon wieder Makulatur. Die Verluste seit Beginn des Börsencrashs im Februar summieren sich mittlerweile auf über 5100 Dax-Punkte oder fast 40 Prozent.

Die US-Aktienmärkte beschleunigten ihre steile Talfahrt. Dies führte zu einer kurzzeitigen Aussetzung des Börsenhandels. Der Dow Jones stürzte zeitweise um mehr als 10 Prozent in die Tiefe auf den niedrigsten Stand seit November 2016.

Negativer Verlauf der Dax-Kurve | REUTERS

Auch heute stürzte der DAX um mehr als fünf Prozent ab - das Minus in den vergangenen Wochen summiert sich auf fast 40 Prozent. Bild: REUTERS

18.3.2020 • 18:30 Uhr

Merkel: Größte Herausforderung seit Zweitem Weltkrieg

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in der Bekämpfung des Coronavirus eine Aufgabe von historischem Ausmaß. "Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt", sagte sie in einer Fernsehansprache, die um 19.20 Uhr auf tagesschau24 und um 20.15 Uhr in einem "ARD extra" im Ersten gezeigt wird. Darin appellierte Merkel an die Bürger, die Einschränkung des öffentlichen und sozialen Lebens mitzutragen.

18.3.2020 • 18:21 Uhr

Rumänien verbietet Portal wegen Fake-News

Rumäniens Behörden haben erstmals ein Presseorgan wegen der Verbreitung von Fake-News verboten. Innenminister Marcel Vela teilte mit, das Nachrichtenportal Stiridemoment habe mehrfach falsche Nachrichten im Zusammenhang mit der Corona-Krise veröffentlicht und werde nun geschlossen. Aufgrund des seit Montag geltenden Notstands dürfen die Behörden in Rumänien auch Grundrechte einschränken, darunter die Pressefreiheit.

18.3.2020 • 18:10 Uhr

Kriminelle nutzen Corona-Krise für Abzocke

Kriminelle nutzen die Corona-Krise mit verschiedenen Tricks. In mehreren Bundesländern gaben sich Betrüger als angebliche Corona-Tester aus. Die sächsische Polizei ermittelte in einem Fall, bei dem vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts einen Mann in der Stadt Brandis mitten in der Nacht aufsuchten. Sie nahmen zunächst telefonisch Kontakt auf und erzählten, dass ein Bekannter mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liege und er deshalb umgehend getestet werden müsse. Um 04.30 Uhr erschienen tatsächlich zwei mit Schutzanzügen und Schutzmasken kostümierte Verdächtige in der Wohnung und nahmen angebliche Abstriche vor. Die Beamten vermuteten, dass nur deshalb nichts gestohlen wurde, weil den Tätern die Gelegenheit fehlte, da sie nicht unbeobachtet waren.

In Bitburg gab es laut Polizei Anrufe, in denen sich Unbekannte als Ärzte von Gesundheitsämtern oder Krankenhäusern ausgaben. Sie behaupteten, dass die Angerufenen als Risikopatienten eingestuft worden seien und dringend zu Hause getestet werden müssten. Dafür sei eine Gebühr von 200 Euro fällig, die an Ort und Stelle bezahlt werden müsse.

Im nordrhein-westfälischen Warendorf gaben sich Anrufer als Angehörige aus, die aufgrund einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus lägen und dringend Geld für teure Medikamente benötigten. Auch die Stuttgarter Polizei berichtet von ähnlichen Fällen.

18.3.2020 • 17:56 Uhr

Israelischer Botschafter infiziert

Die israelische Botschaft in Berlin ist nach der Infektion des Botschafters Jeremy Issacharoff mit dem Coronavirus vorübergehend geschlossen. Wie eine Botschaftssprecherin mitteilte, geht es dem Botschafter körperlich gut. Er befinde sich in Heimquarantäne. Issacharoff hatte an einem Treffen teilgenommen, bei dem auch eine infizierte Person anwesend war.

18.3.2020 • 17:45 Uhr

Saarland bittet Bundeswehr um Hilfe

Das Saarland hat die Unterstützung der Bundeswehr angefordert. Es laufen derzeit zwei Anträge auf Amtshilfe, teilte eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums mit. Es gehe vor allem um die Bereitstellung von medizinischem Personal und Material. Zudem solle die Bundeswehr bei der Suche nach Örtlichkeiten für sogenannte Abstrich-Zentren helfen. So könnten Kasernen als Testzentren dienen. 

18.3.2020 • 17:37 Uhr

UNO: 25 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr

Die Vereinten Nationen befürchten einen dramatischen Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen. Angesichts der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie drohe der Verlust von 25 Millionen Arbeitsplätzen weltweit, erklärte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Neben dem Anstieg bei der Arbeitslosigkeit erwartet die ILO auch mehr Unterbeschäftigung und erhebliche Einkommensverluste. Für Arbeitnehmer weltweit könne die Corona-Krise allein in diesem Jahr Einbußen in Höhe von bis zu 3,4 Billionen Dollar (3,12 Billionen Euro) bedeuten, erklärte die UN-Organisation. 

18.3.2020 • 17:25 Uhr

Türkei schließt offenbar Grenzen zur EU

Die Türkei schließt einem Medienbericht zufolge ab Mitternacht ihre Landesgrenzen zu Griechenland und Bulgarien. Grund sei die Coronavirus-Pandemie, meldete die türkische Nachrichtenagentur DHA unter Berufung auf das Innenministerium. Ankara hatte erst kürzlich seine Grenzen zur EU trotz des Flüchtlingspakts mit Brüssel wieder geöffnet. Laut DHA bleiben alle Übergänge an der türkischen Landesgrenze zu Griechenland und Bulgarien von Donnerstag an für Reisende geschlossen. Eine entsprechende Anordnung des Innenministeriums betreffe auch den Schienenverkehr. Weder Ein- noch Ausreisen seien dann möglich.

18.3.2020 • 17:09 Uhr

China liefert große Mengen Schutzausrüstung

China liefert der Europäischen Union große Mengen Schutzmasken und Testsets für den Kampf gegen das Coronavirus. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang mit. Sie sprach von zwei Millionen Stück Mundschutz, 200.000 sogenannten N95-Masken und 50.000 Virus-Tests.

18.3.2020 • 17:06 Uhr

Neue Fährverbindung für Lebensmittel und Medizin

Eine neue Fährverbindung zwischen Deutschland und Estland soll den Warenverkehr auf der Ostsee verstärken. Nach Angaben der Reederei Tallink wird ab Donnerstag auf Anfrage des estnischen Wirtschaftsministerium vorübergehend ein Schiff zwischen beiden Staaten verkehren - voraussichtlich zwischen Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen und Paldiski in Estland. Auf das Schiff passen den Angaben zufolge 100 Lastwagen und zehn Autos. Passagiere ohne Fahrzeug dürfen nicht an Bord. Transportiert werden sollen vorrangig Lebensmittel und Medizin.

18.3.2020 • 16:58 Uhr

Deutschland sichert sich Malaria-Medizin

Deutschland hat sich nach Angaben der Bundesregierung Zugriff auf die als mögliches Coronavirus-Medikament gehandelte Arznei Chloroquine gesichert. "Wir haben für die Bundesrepublik Deutschland bei Bayer bereits größere Mengen Chloroquine reserviert", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Gleichzeitig begleiten unsere Behörden alle Studien dazu mit Hochdruck", sagte Spahn. "Wir wollen schnell wissen, ob dieses Medikament bei Corona hilft." Chloroquine wird als Malaria-Prophylaxe eingesetzt.

18.3.2020 • 16:42 Uhr

Erste Ausgangssperre verhängt

Das Landratsamt Tirschenreuth hat wegen der Verbreitung des Coronavirus für die fast 7.000 Einwohner große Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Deutschland mit einer solchen Maßnahme. Sie soll bis zum 2. April dauern, wie die Behörde mitteilte.

18.3.2020 • 16:32 Uhr

Berlin und Brandenburg warnen vor Ausgangssperren

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke haben vor der Verhängung von Ausgangssperren gewarnt. Ob es weitere restriktive staatliche Maßnahmen geben müsse, hänge auch davon ab, "wie sich jeder Einzelne verhält", sagte Woidke. Auch Müller appellierte an die Vernunft der Bürger. Er hoffe, dass eine Ausgangssperre vermieden werden könne. Beide SPD-Politiker forderten die Bevölkerung im Rahmen dessen dringend dazu auf, auf soziale Kontakte soweit wie möglich zu verzichten.

Eine Frau mit Kind spaziert im Berliner Prenzlauer Berg Viertel | AFP

Berlin und Brandenburg sprechen sich gegen eine Ausgangssperre aus. Bild: AFP

18.3.2020 • 16:23 Uhr

EU: Falschinformationen aus Russland

Viele falsche Informationen zur Corona-Krise kommen nach Feststellung der EU-Kommission derzeit aus russischen Quellen. Die Fehlinformationen und Lügen würden unter anderem aus Russland oder von russischen Servern verbreitet sowie von Quellen, die mit dem Kreml zu tun hätten. Wenn Russland von der EU darauf angesprochen werde, distanziere sich der Kreml von diesen Quellen, sagte ein Kommissionssprecher. Die EU stelle jedoch fest, dass die Quellen in Russland säßen oder mit dem Kreml verbunden seien. Der Kreml kritisierte die Vorwürfe der EU als weiteres Zeichen für eine russlandfeindliche Haltung. Es gebe nicht ein konkretes Beispiel und einen Nachweis für diese haltlosen Behauptungen, sagte Kremlsprecher Peskow.

18.3.2020 • 16:19 Uhr

Schweiz sagt Volksabstimmung ab

Die mit Spannung erwartete Volksabstimmung über eine Begrenzung der Einwanderung in die Schweiz findet nicht statt. Die Regierung sagte den Termin am 17. Mai ab. Eine freie Meinungsbildung mit Veranstaltungen und Aktionen sei angesichts der Einschränkungen bei der Versammlungsfreiheit nicht möglich.

18.3.2020 • 16:13 Uhr

Bundestag will in kleinerer Runde tagen

Der Bundestag will in der kommenden Woche zu seiner nächsten regulären Sitzung zusammenkommen. Darauf einigten sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen in einer Telefonkonferenz. Die Fraktionen stimmten aber untereinander geeignete Maßnahmen ab, "um das Infektionsrisiko auf ein Mindestmaß zu reduzieren", sagte ein Bundestagssprecher. Aus Fraktionskreisen hieß es, man werde wohl in verkleinerter Form tagen, um Sicherheitsabstände einhalten zu können.

18.3.2020 • 16:09 Uhr

Bundeswehr stoppt Ausbildung im Zentralirak

Die Bundeswehr hat die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte in der zentralirakischen Basis Tadschi unterbrochen. Grund sei die Ausbreitung des Coronavirus, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Ausbildung kurdischer Sicherheitskräfte in Nordirak geht demnach aber weiter. Der Sprecher bestätigte zugleich, dass die Corona-Krise zu Verzögerungen bei Kontingentwechseln in unterschiedlichen Einsatzgebieten führt. Beispielsweise würden für den Afghanistan-Einsatz vorgesehene Soldaten erst zwei Wochen in Deutschland in Quarantäne bleiben, ehe sie in das Einsatzgebiet verlegt würden. Entsprechend müssten andere Soldaten etwas länger dort bleiben.

Irak, Erbil: Bundeswehrsoldaten und kurdische Peshmerga Soldaten gehen in der Ausbildungseinrichtung Bnaslawa bei einer übung eine Straße entlang | dpa

Wegen des Coronavirus bildet die Bundeswehr vorerst die irakischen Sicherheitskräfte in Tadschi nicht mehr aus. Bild: dpa

18.3.2020 • 16:00 Uhr

Energieversorger verzichten auf Stromsperren

Immer mehr Energiekonzerne wollen offenbar wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise auf die bislang üblichen Strom- und Gassperren bei säumigen Zahlern verzichten. Das berichtet die "Welt". "Es ist uns wichtig, dass sich unsere Kunden auch in schwierigen Zeiten wie diesen auf uns verlassen können", sagte ein E.on-Sprecher. "Vor diesem Hintergrund werden wir auf die Sperrung von betroffenen Haushalten weitmöglich verzichten." EnBW will überdies auch bestehende Strom- und Gassperren bei Kunden aufheben, die nach wiederholter Aufforderung ihre Rechnungen nicht bezahlt hatten. "Niemand darf in dieser Krise ohne Strom sein. Deshalb führen wir in dieser Ausnahmesituation keine neuen Strom- und Gassperren durch und sind derzeit dabei, alle Strom- und Gassperren, die in den letzten Wochen vorgenommen wurden, aufzuheben", sagte eine Konzernsprecherin.

18.3.2020 • 15:51 Uhr

Wirtschaftliche Hilfe für Prostituierte gefordert

Die Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes" hat die Schließung von Bordellen wegen der Corona-Krise begrüßt und zugleich mehr Unterstützung für Prostituierte gefordert. Die von der Bundesregierung beschlossenen wirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen müssten auch für Prostituierte gelten, erklärte Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle. "Eine plötzliche Schließung von Bordellen, wie sie jetzt verordnet wurde, führt zur sozialen Katastrophe für betroffene Frauen", sagte sie.

18.3.2020 • 15:39 Uhr

US-Präsident Trump kündigt Grenzschließung zu Kanada an

US-Präsident Donald Trump kündigt eine weitgehende Schließung der Grenze zu Kanada an. Diese gelte für Verkehr, der "nicht wesentlich" sei, twitterte er. Der Handel mit dem Nachbarland werde durch die vorübergehende und im beiderseitigen Einvernehmen getroffene Entscheidung nicht beeinträchtigt: "Details folgen", ergänzt Trump.

18.3.2020 • 15:36 Uhr

Ryanair streicht fast alle Flüge

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair streicht wegen der Coronavirus-Pandemie vom 24. März an fast alle Flüge. Es werde nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen zwischen Großbritannien und Irland geben, teilte das Unternehmen mit. Ryanair begründete den Schritt mit den massiven Einschränkungen für Reisen in Europa im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

18.3.2020 • 15:21 Uhr

Tschechien führt Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit ein

In Tschechien dürfen die Menschen wegen der Coronavirus-Pandemie von Donnerstag an nur noch mit Mundschutz in die Öffentlichkeit. Nur wer Nase und Mund bedecke, dürfe noch ins Freie, ordnete die Regierung an. Zwischen 10 Uhr und 12 Uhr dürfen außerdem nur noch Menschen über 65 Jahren einkaufen gehen. Die Regierung kaufte von China zudem 150.000 Corona-Schnelltests.

18.3.2020 • 15:21 Uhr

Österreichs Kanzler stimmt Bürger auf eine lange Dauer der Krise ein

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Bevölkerung auf eine lange Dauer der Corona-Krise eingestimmt. Es werde "sehr, sehr lange dauern", bis das Land zur Normalität zurückkehren könne, sagte er dem Sender "Krone.tv". Das Virus habe "unglaubliche wirtschaftliche Auswirkungen". Die Auswirkungen der Pandemie würden "uns noch Monate beschäftigen", sagte Kurz. "Danach wird die Welt ganz anders aussehen." Das Virus werde langfristige Auswirkungen darauf haben, "wie wir miteinander umgehen und wie wir leben, wie vorsichtig wir sind". Auch die Globalisierung werde hinterfragt werden. 

18.3.2020 • 15:08 Uhr

Audi beantragt Kurzarbeit

Audi hat für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm Kurzarbeit angekündigt. In beiden deutschen Werken stehen die Bänder von kommender Woche an still. "Die durch die Corona-Krise weltweit eingeschränkte Nachfragesituation und bevorstehende Lieferengpässe zwingen uns daher, den Antrag auf Kurzarbeit zu stellen", sagte Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler. Vor allem Beschäftigte aus Produktion und Logistik sollten ab nächster Woche kurzarbeiten.

18.3.2020 • 15:01 Uhr

Schottland schließt Schulen

Schottland schließt seine Schulen vom kommenden Freitag an. Die Menschen sollten nicht davon ausgehen, dass sie vor dem Ende des Sommerhalbjahrs wieder öffnen, fügt die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hinzu. Auch Wales schließt seine Schulen ab Freitag. Die britische Regierung selbst hat trotz wachsender Kritik von Eltern und Lehrern bislang keine Schulschließungen verfügt. Premierminister Boris Johnson kündigte in diesem Zusammenhang aber unmittelbar bevorstehende Entscheidungen an.

18.3.2020 • 14:58 Uhr

Patientenschützer verlangen Notfallplan für häusliche Pflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht die Pflegeinfrastruktur vor enormen Herausforderungen. Es gehe um 3,4 Millionen Hilfsbedürftige, die von Angehörigen, ambulanten Pflegekräften oder in Heimen betreut würden, sagte Vorstand Eugen Brysch. "Wenn sich unter ihnen das Virus ausbreitet und eine medizinische Intensiv-Versorgung erforderlich wird, dann ist die Katastrophe da." Es sei "überfällig, dass die Bundesregierung mit den Ländern einen Notfallplan für pflegende Angehörige, Pflegekräfte und Pflegedienste verabschiedet", sagte Brysch. Flankierend sei ein "milliardenschwerer Pflegehilfsfonds" nötig.

18.3.2020 • 14:54 Uhr

Auch Porsche stoppt die Produktion

Wegen der Corona-Pandemie setzt nun auch der Sportwagenbauer Porsche seine Produktion von kommender Woche an aus. Gestoppt wird die Produktion zunächst für zwei Wochen, wie Porsche mitteilte. Das Stammwerk Zuffenhausen und der Produktionsstandort Leipzig bleiben demnach vom kommenden Samstag an geschlossen.

18.3.2020 • 14:41 Uhr

Eurovision Song Contest 2020 abgesagt

Der Eurovision Song Contest wird in diesem Jahr wegen des Coronavirus abgesagt. Das gaben die Organisatoren bekannt. Er sollte eigentlich in Rotterdam in den Niederlanden stattfinden.

18.3.2020 • 14:32 Uhr

Polen öffnet wegen Stau an deutscher Grenze vier Übergänge

Wegen der massiven Staus in Brandenburg und Sachsen infolge der neuen Grenzkontrollen hat Polen vier Grenzübergänge geöffnet. Übergänge in Frankfurt (Oder), Küstrin-Kiez, Guben und Görlitz wurden für den Verkehr freigegeben, teilte die Bundespolizei in Berlin auf Twitter mit.

Nach eigenen Angaben will der polnische Grenzschutz mit der Maßnahme die Situation entspannen und Wartezeiten verringern. Demnach betrug die Wartezeit in Jedrzychowice an der Autobahn 4 bei Görlitz am Mittwoch 30 Stunden, in Swiecko bei Frankfurt (Oder) mussten Fahrer demnach zehn Stunden Wartezeit einplanen. Polen hatte am Sonntag wegen der Coronakrise die Grenze für Ausländer geschlossen.

Lkw stauen auf der Autobahn 12 etwa 10 Kilometer vor dem deutsch-polnischen Grenzübergang | dpa

Bild: dpa

18.3.2020 • 14:29 Uhr

Fußball-Nationalmannschaft spendet 2,5 Millionen Euro

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet und ihre Fans aufgerufen, sich ebenfalls zu engagieren. "Wir müssen in solchen Zeiten aufeinander schauen - wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht und spenden für einen guten Zweck 2,5 Millionen Euro", sagte Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuner in einem Instagram-Video der DFB-Auswahl. "Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und gerade jetzt Solidarität zeigen", sagte sein Kollege Joshua Kimmich, der sich bei denen bedankte, die sich bereits engagieren.

18.3.2020 • 14:00 Uhr

Zehntausende an Grenzen abgewiesen

Innerhalb von zwei Tagen wurden bei Grenzkontrollen rund 21.000 Menschen die Einreise nach Deutschland verweigert.

Am Montag hatten Bundespolizisten laut Zahlen des Bundesinnenministeriums rund 15.000 Menschen abgewiesen, gestern seien es rund 6000 gewesen.

Seit Montagmorgen werden die Grenzen zu Österreich, Dänemark, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz kontrolliert. Einreisen dürfen nur deutsche Staatsbürger, Personen mit Aufenthaltsgenehmigung oder Wohnsitz in der Bundesrepublik.

18.3.2020 • 13:54 Uhr

Weitere Messen abgesagt

Die Veranstalter der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) haben die Messe in Berlin angesagt. Sie sollte vom 13. bis 17. Mai stattfinden. Mehr als 1000 Aussteller hatten ihr Kommen angekündigt.

Auch die Hamburger Gastronomie-Messe Internorga fällt in diesem Jahr aus. Ursprünglich hätte sie vom 13. bis 17. März ihre Türen öffnen sollen. Dann wurde die Messe zunächst auf die Zeit vom 20. bis 24. Juni verschoben. Nun wurde als neuer Termin der Zeitraum vom 12. bis zum 16. März 2021 anberaumt.

18.3.2020 • 13:47 Uhr

Sachsen hält an Abi-Terminen fest

In Sachsen sollen die Abiturprüfungen nach derzeitigem Stand wie geplant nach den Osterferien stattfinden. Die Ferien enden am 19. April.

Auch die Termine für die Abschlussprüfungen an berufsbildenden Schulen, Ober- und Förderschulen sowie an Fachoberschulen sollen vorerst gehalten werden, erklärte das sächsische Kultusministerium.

18.3.2020 • 13:44 Uhr

Österreich schnürt milliardenschweres Hilfspaket

Die österreichische Bundesregierung die Wirtschaft in der Krise durch das Coronavirus mit 38 Milliarden Euro unterstützen. Durch die Summe sollen etwa Steuernerlassen und Notfallhilfen finanziert werden.

Vizekanzler Werner Kogler fasste die Zielsetzung der Maßnahmen wie folgt zusammen: "Alles was es braucht, koste es was es wolle, für Arbeitsplätze und Beschäftigung."

18.3.2020 • 13:39 Uhr

Gerüchte rund um das Virus

Ist das Coronavirus gar nicht neu? Und wirkt eine Zwiebel wie eine Art Magnet auf das Virus? Solche Behauptungen sind derzeit im Umlauf. Der Faktenfinder nimmt sie unter die Lupe.

18.3.2020 • 13:35 Uhr

Bundeswehreinsatz wegen Stau-Chaos?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat eigenen Angaben zufolge mit Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer darüber gesprochen, die Bundeswehr zu Hilfe zu holen, sollte sich die Situation an der deutsch-polnischen Grenze verschlimmern. Die Soldaten könnten dann helfen, die Wartenden zu versorgen.

An der Grenze kommt es zu immensen Staus aufgrund der Grenzkontrollen Auf der Autobahn 4 wuchs der Stau auf 60 rund Kilometer an.

18.3.2020 • 13:31 Uhr

Keine Prüfungen für Azubis

Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen die Azubi-Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 entfallen. Das gab der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bekannt. Davon seien bundesweit rund 90.000 Azubis betroffen. Nachholen müssten sie die Prüfungen nicht.

18.3.2020 • 13:28 Uhr

Jeder zweite Schüler weltweit bleibt inzwischen zu Hause

Weltweit sind nach Angaben der UN-Organisation UNESCO mehr als 850 Millionen Kinder und Jugendliche von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen, da sie keinen Zugang zu einer Bildungseinrichtung hätten. Das entspräche jedem zweiten Schüler oder Hochschüler, erklärte UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay.

In mehr als 100 Ländern haben Regierungen Schulschließungen angeordnet, um die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. Azoulay sprach von einer "beispiellosen Herausforderung" für das weltweite Bildungssystem, aber auch von der Chance, es zu überdenken und beispielsweise den Fernunterricht auszubauen.

18.3.2020 • 13:04 Uhr

Tschechen müssen Atemwege bedecken

Das tschechische Parlament hat für die Bürger des eigenen Landes die Pflicht angeordnet, in der Öffentlichkeit Mund und Nase zu bedecken. Das könne durch eine Atemschutzmaske oder auch mithilfe eines Tuches oder Schals geschehen. Die Anordnung tritt in der kommenden Nacht in Kraft.

18.3.2020 • 13:00 Uhr

Notstand in Rio de Janeiro

Am Dienstagabend Ortszeit ist in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro der Notstand eingetreten. Er bringt Einschränkungen für die Gastronomie und im Nahverkehr mit sich, Shopping-Center müssen schließen.

Auch touristische Attraktionen werden vorübergehend geschlossen, darunter die 30 Meter hohe Christus-Statue, dem Wahrzeichen der Stadt.

Der Mond geht hinter dem Denkmal  "Christus, der Erlöser" in Rio de Janeiro (Brasilien) unter. | Antonio Lacerda/EPA-EFE/REX

Besucher haben vorerst keinen Zutritt zur Christus-Statue mehr. Bild: Antonio Lacerda/EPA-EFE/REX

18.3.2020 • 12:54 Uhr

Frankreich: Pille vorübergehend ohne Rezept

Bis Ende Mai können Frauen in Frankreich die Antibabypille auch ohne ärztliches Rezept bekommen. Sie müssen in der Apotheke aber ein altes Rezept vorlegen. Das gilt nach einem Dekret der Regierung auch für andere Medikamente.

18.3.2020 • 12:52 Uhr

Notruf 112 nicht für Fragen zum Coronavirus wählen

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke, appelliert an die Bevölkerung, nicht zu versuchen, über die Notrufnummer 112 Auskünfte zur Coronavirus-Pandemie einzuholen. Die Nummer müsse für Notfälle freigehalten werden.

Für Informationen rund um das Virus steht folgende Rufnummer zur Verfügung: 0800 - 011 77 22

Wer befürchtet, sich infiziert zu haben, kann die bundesweite Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wählen: 116 117

18.3.2020 • 12:45 Uhr

Russland erwägt Aufschub von Referendum

Die russische Wahlleiterin Ella Pamfilowa zieht laut der Nachrichtenagentur Interfax in Erwägung, die für den 22. April angesetzte Volksabstimmung über die geplante Verfassungsreform zu verschieben.

Die Behörden würden vor dem Termin alle Risiken bewerten und dann entscheiden, so Pamfilowa. Auch der Kreml betonte, die Entscheidung werde auf Grundlage der Einschätzung von Fachleuten getroffen.

18.3.2020 • 12:41 Uhr

Rechtliche Handhabe gegen Gerüchte?

Im Netz kursieren derzeit viele Gerüchte und Falschmeldung rund um die Verbreitung des Coronavirus. Doch rechtliche Schritte gegen falsche Behauptungen gestalten sich schwierig.

18.3.2020 • 12:38 Uhr

Auch EZB will Prognose senken

Von einem "schweren ökonomischen Schock", sprach die Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), Isabel Schnabel der Zeitung "Die Zeit". Daher werde ihr Institut seine ursprüngliche Wachstumsprognose für die Eurozone nicht halten können.

Bisher hatte die EZB mit einem Plus Wirtschaftsplus um 0,8 Prozent gerechnet. Wann eine neue Prognose herausgegeben soll, ließ Schnabel noch offen.

18.3.2020 • 12:33 Uhr

Belastungsprobe für italienisches Gesundheitssystem

Viele Kliniken in Italien sind überlastet. Im Eiltempo werden Messehallen für die Unterbringung von Patienten umgerüstet. Ellen Trapp berichtet über die medizinische Versorgung am Limit.

18.3.2020 • 12:30 Uhr

Weltwirtschaftsinstitut passt Prognose an

Das in Hamburg ansässige Weltwirtschaftsinstitut hat seine Erwartungen für das diesjährige Wirtschaftswachstum angesichts der zu erwartenden Belastungen durch die Corona-Krise nach unten korrigiert.

In einer Mitteilung des Institutes heißt es: "Selbst bei relativ kurzer Dauer der Epidemie ist aufgrund der Einschränkungen bei Lieferketten sowie der staatlich verordneten Schutzmaßnahmen zunächst von einem deutlichen Rückgang von Nachfrage und Produktion auszugehen, bei einer Pandemie auch mit einer ausgeprägten Rezession."

Daher gehen die Experten derzeit davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt um 2,5 Prozent schrumpfen könnte.

Sollte sich die Krise ab dem Sommer abschwächen, geht das Institut von einem raschen Aufschwung in der Wirtschaft aus. Dank dieser "Nachholeffekte" sei 2021 ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent möglich.

18.3.2020 • 12:16 Uhr

Erste Rücktransporte nach Frankfurt und Hamburg

Als erster offizieller Lufthansa-Rücktransport im Auftrag des Auswärtigen Amtes landet nach Informationen des ARD-Luftfahrtexperten Michael Immel um 18.15 Uhr eine A319-Maschine im Hamburg. An Bord der Airbus-Maschine ist ein Hamburger Mädchenchor, der eine Konzertreise durch Georgien, Atmenien und Aserbaidschan absolviert hatte. Die circa 60 Personen sollten ursprünglich am Sonntag zurückkehren, als ihr Flug gestrichen wurde. Lufthansa hat darüber hinaus seit dem Wochenende mittlerweile 27 Sonderflüge durchgeführt. 9000 Passagiere, die vor allem auf Kreuzfahrten weltweit unterwegs waren, wurden nach Deutschland zurückgebracht. Der Ferienflieger Condor bringt heute deutschen Urlauber aus Marokko nach Deutschland zurück. Die erste Maschine aus Agadir wird gegen 16.10 Uhr in Frankfurt am Main landen. Später kommen zwei weitere Flüge aus Agadir und Marrakesch.

18.3.2020 • 11:59 Uhr

RKI prüft Mobilität

Das Robert-Koch-Institut (RKI) will mit anonymisierten Handydaten die Wirkung der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus prüfen. Anhand der Daten lasse sich feststellen, ob die geforderten Maßnahmen auch eingehalten würden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Diese zeigten, ob die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen habe. Wenn die Menschen die Maßnahmen nicht umsetzten, wisse man, warum die Infektionszahlen hoch blieben. Die Deutsche Telekom stellt dem RKI kostenlos Daten zur Verfügung.

18.3.2020 • 11:59 Uhr

Hilfen für Selbständige und Eltern

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sichert in einem per Twitter veröffentlichen Video Hilfen auch für kleine Selbstständige und für von Schulschließungen betroffene Eltern zu. Die Bundesregierung werde Maßnahmen treffen, um zu verhindern, dass sie ihre Existenz verlieren, sagt der SPD-Politiker. Die Bundesregierung wolle "dafür sorgen, dass die Eltern, die im Moment wegen Kita- und Schulschließungen tatsächlich nicht arbeiten können, nicht mit massiven Lohneinbußen zu rechnen haben". Sie werde sich auch um kleine Selbstständige, Händler und Kreative kümmern.

18.3.2020 • 11:28 Uhr

Auch Ministerium informiert in Gebärdensprache

Das Bundesgesundheitsministerium bietet nun Informationen rund um das Coronavirus und Schutzmaßnahmen auch in Gebärdensprache an.

18.3.2020 • 11:22 Uhr

Platzt der Sommermärchen-Prozess?

Auch das Bundesstrafgericht in der Schweiz hat vorübergehend alle Verhandlungen ausgesetzt - darunter auch der sogenannte Sommermärchen-Prozess um die WM-Vergabe 2006.

Damit erhöht sich das Risiko, dass die Vorwürfe verjähren. Derzeit ist geplant, die Verhandlung ab dem 20. April fortgesetzt werden - sieben Tage später setzt die Verjährungsfrist ein.

18.3.2020 • 11:14 Uhr

Kurz: "Solidarität in Europa funktioniert nicht"

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz stellt sich auf viel Diskussionsstoff nach der Corona-Krise ein. "In Europa sieht man, dass die Solidarität, wenn es ernst wird, nicht funktioniert", kritisierte er in einem Fernsehinterview.

Zudem zeigte sich Kurz überzeugt, dass die Pandemie die Gesellschaft verändern wird: "Danach wird die Welt anders aussehen. Das wird große Auswirkungen haben auf die Frage, wie wir miteinander umgehen, wie wir leben, wie vorsichtig wir sind - aber auch die Globalisierung wird in vielen Bereichen hinterfragt werden."

18.3.2020 • 11:02 Uhr

Gute Finanzpuffer bei Banken

Die Finanzaufsicht BaFin sieht deutsche Banken gut für die wirtschaftlichen Aspekte der Corona-Krise gerüstet. Laut Behördenchef Felix Husfeld schätzen Experte, dass die Bankenhäuser über einen Puffer von rund 250 Milliarden Euro verfügen. Das Geld könnten Banken nutzen, um Unternehmen leichter Kredite zu ermöglichen.

Auch das Bundesfinanzministerium unterstrich erneut, dass es "keine Liquiditätsengpässe im Finanzssystem" gebe: "Infolge der Finanzkrise wurden in den vergangenen Jahren erhebliche Puffer aufgebaut, die in Situationen wie diesen genutzt werden können."

18.3.2020 • 10:56 Uhr

Debatte um Ausgangssperre

In Italien, Frankreich oder Spanien gilt sie schon: die Ausgangssperre. Auch in Deutschland wird in der Politik über das Pro und Contra der Maßnahme diskutiert.

18.3.2020 • 10:53 Uhr

Fahrschüler im Leerlauf

Auch zahlreiche Fahrschulen müssen ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Für die Fahrschüler bedeutet das: kein Unterricht, weder praktisch noch theoretisch. Auch Prüfungen fallen weg.

Und auf die Fahrschulen kämen "erhebliche" Einnahmeausfälle zu, warnte der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg.

Schild Fahrschule | dpa

Die Autos von Fahrschulen werden vorerst nicht mehr auf Straßen zu sehen sein. Bild: dpa

18.3.2020 • 10:47 Uhr

RKI: Fast 8200 Infektionen in Deutschland

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes haben sich bislang bundesweit 8198 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit wurden von Dienstag zu Mittwoch 1042 neue Fälle registriert.

Institutspräsident Lothar Wieler warnte, dass es in einigen Monaten bis zu zehn Millionen Infizierte sein könnten, sollte sich die Bevölkerung nicht an die angeordneten Sicherheitsmaßnahmen halten.

Die Johns Hopkins-Universität spricht bereits von mehr als 9300 Infektionen in Deutschland.

18.3.2020 • 10:40 Uhr

Infektionen in den ganzen USA

Mittlerweile sind in den USA in allen 50 Bundesstaaten Fälle des Coronavirus aufgetreten. Als letzter Bundesstaat meldet gestern auch West Virginia eine Ansteckung.

"Wir wussten, dass das kommen würde und sind vorbereitet", twitterte der Gouverneur von West Virginia, Jim Justice. Er habe angeordnet, dass alle Restaurants, Casinos und Bars schließen sollen.

18.3.2020 • 10:35 Uhr

Durch Krise drohen Mietausfälle

Sowohl der Mieterbund als auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen fürchten durch die Corona-Pandemie wirtschaftliche Probleme für Mieter und Vermieter.

Durch ausbleibende oder reduzierte Löhne könnte es zu Mietausfällen kommen, sodass Vermietern finanzielle Einbußen und Mietern Zahlungsverzugskündigungen drohen könnten.

Beide Organisationen haben sich daher in einem Schreiben an die Bundesregierung für einen "Sicher-Wohnen-Fonds" ausgesprochen, um eventuelle Mietausfälle auszugleichen.

18.3.2020 • 10:21 Uhr

Russland schließt Schulen

Ab kommenden Montag sollen in ganz Russland die Schulen geschlossen bleiben. Das kündigten Bildungsbehörden an. Die Maßnahme soll zunächst für drei Wochen gelten.

18.3.2020 • 10:16 Uhr

Kanzlerin Merkel zur Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich heute Abend zu der Corona-Krise und den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus äußern. Ihre Rede wird um 20.15 Uhr, direkt im Anschluss an die Tagesschau, im Ersten ausgestrahlt.

Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios aus Regierungskreisen will Merkel aber keine zusätzlichen Maßnahmen wie etwa eine Ausgangssperre ankündigen. Vielmehr wolle sie die Bürger über den Stand der Dinge informieren und erklären, was jeder einzelne in dieser Situation tun könne.

18.3.2020 • 10:09 Uhr

BMW macht Werke dicht

Der Autobauer BMW stoppt in allen Werken in der EU für zunächst vier Wochen die Produktion. Auch das Werk Rosslyn in Südafrika soll vorübergehend geschlossen werden, ebenfalls bis zum 19. April, teilte BMW-Vorstandschef Oliver Zipse mit.

Die BMW Zentrale in München | REUTERS

BMW legt die Produktion in seinen Werken in der EU und im Betrieb in Südafrika vorübergehend still. Bild: REUTERS

18.3.2020 • 09:58 Uhr

Massive Mobilmachung bei Schweizer Armee

Die Schweizer Armee erlebt derzeit die größte Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. Hunderte Soldaten helfen mit ihrem Einsatz in Krankenhäusern.

Insgesamt will die Armee bis Ende Juni zunächst 8000 Männer und Frauen zur Verfügung stellen, die die Patientenpflege oder beispielsweise die Logistik durch Krankentransporte unterstützen sollen.

18.3.2020 • 09:54 Uhr

Bedford-Strohm: Krise kann uns "zum Positiven" verändern

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hofft, dass die Corona-Krise auch einen positiven Wandel mit sich bringt: "Diese historische Erfahrung wird uns verändern. Und ich hoffe, sie wird uns zum Positiven verändern. Menschen machen die Erfahrung, welche Kraft es gibt, wenn man zusammensteht und nicht den Kopf in den Sand steckt."

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm. | CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. Bild: CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

18.3.2020 • 09:51 Uhr

Japans Importe brechen ein

Der japanische Außenhandel verzeichnet infolge der Corona-Krise einen deutlichen Rückgang bei den Importen.

Im Februar gingen die Einfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent zurück. Vor allem der Handel mit China brach ein, hier importierte Japan im Jahresvergleich nur halb so viele Waren.

18.3.2020 • 09:47 Uhr

Info-Angebot in Gebärdensprache

Heute startet Cosmo im Internet ein neues Newsformat, um Informationen rund um das Coronavirus auch in Gebärdensprache und durch Videos mit Untertiteln anzubieten.

Täglich um 17 Uhr werden neue Angebote online gestellt.

18.3.2020 • 09:43 Uhr

Frankreich hofft auf weniger Infektionen

Im Interview mit dem Fernsehsender "LCI TV" erklärte der französische Gesundheitsminister Olivier Veran, seine Regierung hoffe auf eine Verlangsamung der Corona-Infektionen in acht bis zwölf Tagen. Dann werde sich zeigen, ob die getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen.

Er betonte, die Regierung werde notfalls einschreiten, um durchzusetzen, dass sich die Bürger an die Anordnungen halten.

18.3.2020 • 09:39 Uhr

Italien will Konzernübernahmen verhindern

Die italienische Regierung will mögliche Übernahmen von angeschlagenen Unternehmen im eigenen Land verhindern. "Wir prüfen, wie wir dazu entsprechende Instrumente verstärken können", sagte Wirtschaftsstaatsekretär Antonio Misiani einem italienischen Radiosender.

18.3.2020 • 09:36 Uhr

Abiturprüfungen in Bayern verschoben

Eigentlich sollten die Prüfungen für das Abitur in Bayern am 30. April starten. Nun verschiebt das Bundesland den Beginn auf den 20. Mai. Das teilte das Kultusministerium mit.

Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit, begründete Kultusminister Michael Piazolo die Entscheidung. Er versicherte, dass trotz des Aufschubs termingerechte Bewerbungen für Studiengänge möglich seien.

18.3.2020 • 09:26 Uhr

Krise bedroht auch gemeinnützige Einrichtungen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat vor einer "Welle der Insolvenzen" im sozialen Sektor gewarnt. Von den Schließungen durch die Pandemie seien unter anderem auch Werkstätten für Behinderte, Jugendzentren, Begegnungsstätten oder Beratungsstellen betroffen.

Dadurch, dass gemeinnützige Träger keine Risikorücklagen bilden dürften, seien sie auf solche Fälle kaum vorbereitet. Daher müsse die öffentliche Finanzierung der Einrichtungen weiterlaufen, sonst drohe die "soziale Infrastruktur" zerstört zu werden, sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes.

18.3.2020 • 09:10 Uhr

Bericht: Telekom stellt RKI Handydaten zur Verfügung

Wie der "Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI" unter Berufung auf Angaben einer Telekom-Sprecherin berichtet, hat der Mobilfunkanbieter damit begonnen, dem Robert-Koch-Institut Handydaten zur Verfügung zu stellen - allerdings in anonymisierter Form.

So soll das Forschungsinstitut die Ausbreitung des Coronavirus und die Wirksamkeit der Vorsichtsmaßnahmen besser analysieren können. "Damit lassen sich Bewegungsströme modellieren - bundesweit, auf Landebene sowie bis auf die Kreis-Gemeinde-Ebene heruntergebrochen", erklärte die Telekom-Sprecherin.

Ein Tracking einzelner Bürger oder infizierter Menschen, wie es derzeit in asiatischen Ländern und auch in Israel gemacht wird, soll dadurch aber nicht möglich sein.

Nordrhein-Westfalen, Bonn: Das Logo der Deutschen Telekom leuchtet auf dem Dach der Unternehmenszentrale | dpa

Die Telekom unterstützt das Robert-Koch-Institut mit anonymen Handydaten. Bild: dpa

18.3.2020 • 09:05 Uhr

Informationen auf Arabisch

Die beiden Internetportale "Amal, Berlin" und "Amal, Hamburg" erleben derzeit einen starken Zuwachs an Zugriffen. Die Seiten bieten Informationen über die Coronavirus-Pandemie in arabischer Sprache an. Allein in der Hauptstadt greifen derzeit bis zu 70.000 Menschen auf die Portale zu. Vor allem für Flüchtlinge sei es ein wichtiger Weg, sich über die Krise zu informieren, sagte Projektleiterin Cornelia Gerlach.

18.3.2020 • 09:01 Uhr

Stau an deutsch-polnischer Grenze

In Sachsen kommt es an der Grenze zu Polen aufgrund der Grenzkontrollen zu langen Staus. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, erreichte der Rückstau auf der Autobahn 4 eine Länge von bis zu 60 Kilometern. Autofahrer sollten die Autobahn wenn möglich meiden.

18.3.2020 • 08:52 Uhr

Warum dauert die Entwicklung eines Impfstoffs?

Wissenschaftler arbeiten derzeit unter Hochdruck daran, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. Doch ein solcher Vorgang dauert seine Zeit, wie Virologe Hendrik Streeck im ARD-Morgenmagazin erklärt.

"Die Entwicklung geht immer durch verschiedene Phasen", so Streeck. Ein Wirkstoff müsse "sicher sein, die richtigen Imunantworten hervorrufen und am Ende eine Effektivität zeigen". "Bei Hepatitis C oder HIV versuchen wir das seit Jahrzehnten und haben immer noch keinen Impfstoff."

18.3.2020 • 08:45 Uhr

Frankreich will Betriebe notfalls verstaatlichen

Um wirtschaftliche Schäden aufzufangen, sei der französische Staat auch bereit, Unternehmen notfalls zu verstaatlichen, wie Finanzminister Bruno Le Maire mitteilte.

18.3.2020 • 08:43 Uhr

Homeoffice - für viele eine Umstellung

Auf einmal sollen zahlreiche Angestellte bundesweit von zu Hause aus arbeiten. Wie der Wechsel vom Büro zum Home Office gelingt, erläutert die Organisationspsychologin Jennifer Chatman im Interview.

18.3.2020 • 08:33 Uhr

Weltärztepräsident Montgomery gegen Ausgangssperre

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich trotz der Verbreitung des Coronavirus gegen Ausgehverbote ausgesprochen. "Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt", sagte er der "Rheinischen Post".

Zudem warnte er davor, Schulen und Kitas bis Jahresende zu schließen. So lange würde es jedoch mindestens dauern, bis ein Impfstoff zur Verfügung stünde. "Da wir ja davon ausgehen müssen, dass uns das Virus noch lange begleiten wird, frage ich mich, wann wir zur Normalität zurückkehren?"

18.3.2020 • 08:29 Uhr

Oberstes Gericht in Australien setzt Verfahren aus

Das Oberste Gericht Australiens hat angesichts der Corona-Krise sämtliche Verfahren bis August 2020 ausgesetzt. Das Gericht werde aber weiterhin Urteile fällen und verkünden, berichteten australische Medien.

18.3.2020 • 08:24 Uhr

Tausende Reisende müssen abgewiesen werden

Ausnahmesituation am Frankfurter Flughafen: Zwar reisen deutlich weniger Passagiere ab, doch zahlreiche ankommende Fluggäste müssen aufgrund des EU-weiten Einreiseverbots voraussichtlich abgewiesen werden. Jakob Schaumann berichtet vom Flughafen.

18.3.2020 • 08:17 Uhr

Israel: Festnahmen wegen Verstößen gegen Quarantäne

Die israelische Polizei hat eigenen Angaben zufolge mehrere Menschen festgenommen, weil sie gegen Quarantänemaßnahmen oder Sicherheitsvorkehrungen gegen die Coronavirus-Pandemie verstoßen haben.

So hatte etwa ein 40-Jähriger an einer Hochzeitsfeier im Ort Bet Schemesch teilgenommen, obwohl er sich in Quarantäne hätte befinden müssen. Zudem hatte das Gesundheitsministerium in Israel Zusammenkünfte von mehr als zehn Personen untersagt.

18.3.2020 • 08:10 Uhr

"Impfstoff braucht Zeit"

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die Hoffnungen auf eine rasche Entwicklung eines Corona-Impfstoffs gedämpft. So etwas brauche Zeit, doch Forscher "arbeiten mit Hochdruck daran", sagte die CDU-Politikerin der "Passauer Neuen Presse".

Für die Entwicklung eines Impfstoffs müssten aber hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden, da mögliche Nebenwirkungen ausgeschlossen werden müssten.

18.3.2020 • 08:06 Uhr

Heil: "Wollen Menschen Sorgen von den Schultern nehmen"

Im ARD-Morgenmagazin hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil nochmals die umfangreiche Unterstützung des Bundes für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen zugesichert.

Es gehe jetzt "um die Sicherung von Arbeitsplätzen", um Unterstützung für Selbstständige und um die Lohnauszahlung für Beschäftigte, die mit Betreuungsengpässen zu kämpfen hätten, so Heil. Dafür trifft sich der SPD-Politiker heute mit Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertretern, um über weitere Maßnahmen zu beraten.

"Wir haben alle Möglichkeiten, Brücken am Arbeitsmarkt zu bauen", versicherte Heil. Das unbürokratischste Mittel sei jetzt das Kurzarbeitergeld, das rückwirkend zum 1. März ausgezahlt werde. Der Bund übernehme dabei 60 Prozent des Gehalts und die Sozialversicherungsbeiträge.

Allerdings bat Heil auch "um etwas Geduld". Das Geld werde schnellstmöglich ausgezahlt. Derzeit sei die Nachfrage aber sehr hoch und bedeute sehr viel Aufwand für die Bundesagentur für Arbeit. Aber: "Das Geld fließt, es kann nur ein paar Tage dauern", betonte Heil.

18.3.2020 • 07:41 Uhr

Ausgangssperre in Belgien

Heute Nachmittag tritt in Belgien eine für rund drei Wochen angeordnete Ausgangssperre in Kraft, die Regierungschefin Sophie Wilmès gestern nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates angekündigt hatte.

Damit dürfen Bürger ihr Haus nur noch für "unbedingt notwendige" Wege verlassen.

18.3.2020 • 07:29 Uhr

Polizei in Hessen warnt vor "Enkeltrick"

Betrüger nutzen die Corona-Pandemie aus - die Polizei in Hessen warnt davor, dass Kriminelle die Krise für den sogenannten Enkeltrick verwenden:

Per Anruf, vor allem bei älteren Menschen, geben sich die Betrüger als Angehörige aus, die sich mit dem Virus angesteckt hätten und nun dringend Geld für die Behandlungen bräuchten.

18.3.2020 • 07:09 Uhr

Langfristige Veränderungen im Handel?

Das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) geht davon aus, dass die Corona-Krise das Einkaufsverhalten der Menschen langfristig beeinflussen wird.

Die Pandemie werde dem Onlinehandel einen kräftigen Zuwachs einbringen, sagte IFH-Geschäftsführer Kai Hudetz. Seiner Einschätzung nach wird diese stärkere Tendenz zum Bestellen über das Internet auch anhalten, wenn die Krise überstanden ist.

18.3.2020 • 07:03 Uhr

Boeing fordert Milliarden-Hilfe für Luftfahrt

Der Flugzeugbauer Boeing schätzt die benötigte finanzielle Unterstützung für die US-Luftfahrtindustrie auf umgerechnet mindestens 54 Milliarden Euro.

Zu den angeforderten Staatshilfen sollen nach Angaben des Konzerns Darlehensgarantien gehören, welche die Liquidität von Boeing und seiner Zulieferer sicherstellen sollen.

18.3.2020 • 06:57 Uhr

Längere Ausreisefrist auf Philippinen

Die philippinische Regierung hat Urlaubern und Ausländern, die sich derzeit in dem Inselstaat aufhalten, ein längeres Zeitfenster eingeräumt, um das Land zu verlassen.

Gestern hatten die Philippinen dazu aufgerufen, dass ausländische Staatsbürger innerhalb von drei Tagen aus der Region Luzon mit der Hauptstadt Manila ausreisen sollen. Nun haben Ausländer einen Monat Zeit, um in ihre Staaten zurückzukehren.

18.3.2020 • 06:53 Uhr

Veranstalter prüfen neuen Termin für US Open

Das Tennisturnier French Open in Frankreich wurde bereits verschoben. Gleiches prüfen nun auch die Veranstalter des Wettkampfes in den USA.

"Dies sind allerdings beispiellose Zeiten, und wir überprüfen alle unsere Optionen, einschließlich der Möglichkeit, das Turnier auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen", so die Organisatoren.

Die US Open sind derzeit vom August bis 13. September in New York geplant.

18.3.2020 • 06:45 Uhr

Zahl der Infektionen in Südafrika steigt an

Wie das südafrikanische Gesundheitsministerium mitteilte, stieg die Zahl der bekannten Fälle auf 85 an. Zuvor hatten die Behörden 23 Infektionen registriert.

18.3.2020 • 06:43 Uhr

Bundesärztekammer-Präsident für "Corona-Kliniken"

Um für eine steigende Zahl von Corona-Patienten besser gewappnet zu sein, hat der Präsident der Bundesärztekammner, Klaus Reinhardt, vorgeschlagen, einige Kliniken zeitweise zu Spezialkrankenhäusern für die Betroffenen zu erklären.

Man könnte Einrichtungen "der Grund- und Regelversorgung" vorübergehend "ausschließlich zur Versorgung von Corona-Erkrankten umorganisieren", sagte Reinhardt dem "Tagesspiegel".

Zudem wiederholte Reinhardt den Vorschlag, vor Krankenhäusern Zeltstationen zu errichten, um dort Corona-Tests durchführen zu können.

18.3.2020 • 06:35 Uhr

Australien untersagt Auslandsreisen

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken hat Australien Auslandsreisen für die eigenen Staatsbürger vorübergehend untersagt.

"Es ist das erste Mal, dass dies in der Geschichte Australiens geschieht", sagte der australische Premierminister Scott Morrison. Die meisten Erkrankungen in Australien seien jedoch auf Bürger zurückzuführen, die sich im Ausland angesteckt und dann nach Australien zurückgekehrt seien.

Zudem ordnete Morrison ein Verbot von Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern auf. Ausgenommen sind etwa öffentliche Verkehrsmittel, medizinische Einrichtungen, Gerichte, Haftanstalten, Flughäfen, Supermärkte, Einkaufszentren, Parlamente, Fabriken und Baustellen. Auch die Schulen sollen geöffnet bleiben. Im Freien sind bereits Zusammenkünfte von mehr als 500 Personen untersagt.

Scott Morrison | MICK TSIKAS/EPA-EFE/REX

Australiens Premier Scott Morrison. Bild: MICK TSIKAS/EPA-EFE/REX

18.3.2020 • 06:29 Uhr

Krankenkassen sichern Finanzierung zu

Die gesetzlichen Krankenkassen wollen die Kosten für die ärztliche Bewältigung der Coronavirus-Pandemie voll übernehmen..

"Wir achten darauf, dass Kliniken und Ärzte mit der erforderlichen Liquidität versorgt werden, damit sie leisten können, was medizinisch notwendig ist", sagte die Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Doris Pfeiffer, dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Auch für die Aufstockung von Personal sichert der GKV Unterstützung zu - beispielsweise, wenn Ärzte und Pfleger, die eigentlich schon im Ruhestand sind, in den Arbeitsprozess zurückgeholt werden müssten.

18.3.2020 • 06:24 Uhr

Wann unterstützt der Staat?

Auf zahlreiche Unternehmen kommen durch die Corona-Krise Umsatzeinbußen zu. Doch wann hat ein Betreiber oder Angestellter ein Anrecht auf finanzielle Hilfe durch den Staat? Ein Überblick.

18.3.2020 • 06:21 Uhr

IWF blockt Hilfszahlungen für Venezuela ab

Aufgrund des politischen Machtkampfes in Venezuela erhält das Land vorerst keine Hilfsgelder des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Regierung hatte einen Notfallkredit in Höhe von fünf Milliarden Dollar beantragt.

"Leider ist der Fonds nicht in der Lage, diesen Antrag zu prüfen. Wie wir bereits erwähnt haben, basiert das Engagement des IWF in den Mitgliedsländern auf der offiziellen Anerkennung der Regierung durch die internationale Gemeinschaft, was sich in der Mitgliedschaft des IWF widerspiegelt", hies es in einem schriftlichen Statement des IWF.

In Venezuela stehen sich der amtierende Präsident Nicolás Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó gegenüber.

18.3.2020 • 06:16 Uhr

"Olympia ohne Athleten macht keinen Sinn"

Bei einer Rede vor dem japanischen Parlament hat der dortige Finanzminister Taro Aso die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2020 infrage gestellt. Selbst wenn Japan die Ausbreitung des Coronavirus stoppen könne, machten die Spiele keinen Sinn, wenn andere Länder ihre Athleten nicht nach Japan schicken könnten. Zudem sollten die Wettkämpfe in einer "sicheren und glücklichen" Atmosphäre ausgetragen werden.

Die Olympischen Sommerspiele sind in der Zeit vom 24. Juli bis zum 9. August geplant.

18.3.2020 • 06:11 Uhr

Krankenhausgesellschaft: Ausländische Pflegekräfte zulassen

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, drängt auf zusätzliche Unterstützung im Pflegebereich. Dafür sollten ausländische Pflegekräfte, die sich bereits in Deutschland aufhalten, schneller zugelassen werden. Die Gesundheitsämter müssten dafür "Ad-hoc-Genehmigungen" erteilen, sagte er der Zeitung "Die Welt".

18.3.2020 • 05:32 Uhr

Raumnot beim DRK-Blutspendedienst

Die Schließung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden stellt den DRK-Blutspendedienst vor ein neues Problem: Vielerorts fehle es an geeigneten Räumen, um Blutspenden zu sammeln, sagte ein Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West, der für Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie für Nordrhein und Westfalen-​Lippe zuständig ist. Es müsse klar sein, dass Blutspendetermine nicht mit Schützenfesten und anderen Freizeitveranstaltungen gleichzusetzen seien, sagte der Sprecher. Vielmehr handele sich hierbei um Zusammenkünfte, die dringend gebraucht würden. An Spendenbereitschaft mangele es indes nicht, erklärte der Sprecher. "Die Menschen stehen da wie eine Wand."

18.3.2020 • 04:40 Uhr

Impfstoff schon im Herbst?

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac kann nach Einschätzung seines Miteigentümers Dietmar Hopp möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern. "Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen", sagte der SAP-Gründer und Mäzen des Fußball-Bundesligisten Hoffenheim der "Bild". Weil der Druck enorm hoch sei, sollte es mit der Genehmigung durch die Behörden schneller gehen als in anderen Fällen. "Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern", sagte Hopp.

18.3.2020 • 04:28 Uhr

Erste Reisende werden abgewiesen

Nach der Ankündigung der Europäischen Union, keine Einreisen von Nicht-EU-Bürgern mehr zu erlauben, sind erste Reisende abgewiesen worden. Am größten deutschen Airport in Frankfurt am Main war am Dienstagabend laut Bundespolizei ein Flug aus der Türkei betroffen. Wie viele Flüge es am Mittwoch sein werden, ist noch unklar, wie ein Sprecher erklärte.

18.3.2020 • 04:25 Uhr

Argentinien legt Milliardenpaket auf

Mit einem milliardenschweren Konjunkturpaket stemmt sich die argentinische Regierung gegen die befürchteten wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Insgesamt werde die Regierung rund 700 Milliarden Peso (10 Milliarden Euro) in die Volkswirtschaft pumpen, kündigten Wirtschaftsminister Martín Guzmán und Produktionsminister Matías Kulfas an. Zu dem Paket gehören Investitionen in Infrastruktur, Steuererleichterungen für Unternehmen, eine Erhöhung des Kindergeldes und günstige Kredite. Argentinien steckt in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Zuletzt verhandelte die Regierung mit ihren Gläubigern über einen Schuldenschnitt.

18.3.2020 • 04:25 Uhr

Wieder nur ein neuer Corona-Fall in Wuhan

Den zweiten Tag in Folge ist aus der chinesischen Stadt Wuhan nur eine Neuinfektion gemeldet worden. In ganz China seien von Dienstag auf Mittwoch nur 13 bestätigte neue Fälle registriert worden, teilte das chinesische Gesundheitsministerium mit. Alle zwölf Infizierten außerhalb von Wuhan hätten das Virus aus dem Ausland ins Land gebracht, hieß es.

18.3.2020 • 04:20 Uhr

Mehr als 100 Todesfälle in den USA

In den USA gibt es nun mehr als 100 Todesfälle. Die Johns-Hopkins-Universität berichtet auf ihrer Website zum Coronavirus von mehr als 6400 Infektionsfällen sowie 108 Toten. Die tatsächliche Zahl der Infektionen in den USA dürfte allerdings deutlich höher liegen: In dem Land waren Tests zunächst Mangelware.

18.3.2020 • 04:07 Uhr

Von der Leyen: "Wir alle haben das Virus unterschätzt"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass das Coronavirus auch von der Politik unterschätzt worden ist. "Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt", sagte sie in der Sendung "Bild live", die in der Nacht veröffentlicht wurde. Aber inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde. "All diese Maßnahmen, die sich für unsere Ohren noch vor vierzehn Tagen oder drei Wochen drastisch, drakonisch angehört haben - wir haben verstanden, dass das jetzt sein muss." Das sei sehr schwer. "Aber ich glaube, die Bevölkerung macht da gut mit."

18.3.2020 • 04:05 Uhr

Weltärztepräsident gegen Ausgehverbote

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery spricht sich gegen Ausgehverbote für die Bevölkerung aus. "Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt", sagte er der "Rheinischen Post". "Da wir ja davon ausgehen müssen, dass uns das Virus noch lange begleiten wird, frage ich mich, wann wir zur Normalität zurückkehren?" Es sei ja nicht möglich, Schulen und Kitas bis Jahresende zu schließen. Denn so lange werde es mindestens dauern, bis es einen Impfstoff gebe.

18.3.2020 • 04:05 Uhr

Justiz-Gewerkschaft fordert zweiwöchige Schließung der Gerichte

Die Deutsche Justiz-Gewerkschaft fordert eine mindestens zweiwöchige Schließung der Gerichte gefordert. "Die akute Corona-Krise ist eine Gefahr für die Mitarbeitenden in Gerichten und Staatsanwaltschaften", sagte der Bundesvorsitzende Emanuel Schmidt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Prozesse vor Gericht könnten verschoben werden, Dienststellen der Gerichte und der Bewährungshilfe könnten Notfallnummern und Eildienste einrichten. Bisher agiere jede Justizbehörde unterschiedlich. "Es ist ein Flickenteppich an Maßnahmen und kein kontrolliertes Krisenmanagement", so Schmidt.

18.3.2020 • 04:05 Uhr

Helge Braun: Regierung erwägt derzeit keine Ausgangssperre

Die Bundesregierung hat erneut an die Bevölkerung appelliert, die sozialen Kontakte stark zu reduzieren, um die Ausbreitung des Coronavirus deutlich zu verlangsamen. Die Reduzierung der sozialen Kontakte müsse jetzt sehr schnell erfolgen. Die Lage sei ernst, da die Zahl der Virus-Infektionen steil ansteige, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in der ZDF-Sondersendung "Maybrit Illner". Die Maßnahmen in Deutschland gegen die Ausbreitung der Epidemie seien ähnlich wie in Frankreich. Allerdings erwäge die Bundesregierung derzeit keine Ausgangssperre.

18.3.2020 • 04:05 Uhr

Schnelle Hilfe für Selbständige gefordert

Grundsicherung von 1000 Euro pro Monat für Selbständige - das fordert etwa der Kulturrat in Nordrhein-Westfalen. Das sei durchaus machbar, meint Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in den tagesthemen. Doch Vielen, vor allem Kleinstunternehmen, würde das nicht reichen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. März 2020 unter anderem um 09:00 und 12:00 Uhr.