VW  Wolfsburg mit neuem Logo auf Dach | Bildquelle: imago images / regios24

Weitere Abschalteinrichtungen? VW widerspricht Manipulationsvorwurf

Stand: 12.09.2019 15:31 Uhr

Neue Dieselwagen von VW haben nach Angaben des Autobauers und des Verkehrsministeriums keine Software zur Manipulation von Abgaswerten. Der SWR hatte zuvor über entsprechende Hinweise berichtet.

Volkswagen ist neuen Vorwürfen zur Manipulation von Dieselabgasen entgegengetreten. Der Konzern wies einen SWR-Bericht zurück, wonach auch neuere VW-Dieselmotoren mit einer Abschalteinrichtung ausgestattet worden sind. Ein VW-Sprecher erklärte, kein Fahrzeug mit dem Dieselmotor EA288 nach Abgasstandard Euro 6 enthalte eine sogenannte Zykluserkennung. Damit ist gemeint, dass ein Fahrzeug das Abgas nur auf dem Prüfstand vorschriftsgemäß reinigt, auf der Straße aber nicht.

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, das Kraftfahrtbundesamt habe bei eigenen Untersuchungen des Motors im Jahr 2016 keine unzulässigen Abschalteinrichtungen gefunden. Der SWR hatte unter Berufung auf ihm vorliegende interne VW-Dokumente von Ende 2015 berichtet, auch VW-Diesel der neuen Abgasnorm 6 enthielten möglicherweise eine Software zur Prüfstandserkennung. Dabei zitiert der SWR aus einer technischen Beschreibung des Dieselmotors EA288, in der von der "Nutzung und Erkennung" des neuen EU-Abgastests die Rede ist, "um die Umschaltung der Rohemissionsbedatung streckengesteuert auszulösen."

Der VW-Sprecher erklärte, Prüfstands- oder Zykluserkennung seien nicht automatisch eine Manipulation. Es sei notwendig, dass das Fahrzeug erkenne, wenn es auf einem Prüfstand betrieben werde, damit etwa kein Schleuderschutz irrtümlich ausgelöst wird.

Über dieses Thema berichteten am 12. September 2019 Deutschlandfunk um 07:00 Uhr sowie 08:00 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 09:00 Uhr.

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