Die Rückseite der G20-Akkreditierung eines Journalisten. | Bildquelle: dpa

G20-Gipfel in Hamburg Entschuldigung für Akkreditierungsentzug

Stand: 29.07.2020 18:22 Uhr

Die Polizei Hamburg hat Fehler bei dem unrechtmäßigen Entzug von Akkreditierungen beim G20-Gipfel 2017 eingeräumt. Ein betroffener Journalist erhielt nun ein Entschuldigungsschreiben vom Polizeipräsidenten.

Von Philipp Eckstein und Karaman Yavuz, NDR

Die Hamburger Polizei hat sich bei einem Journalisten entschuldigt, dem beim G20-Gipfel der Zugang zum Pressezentrum verweigert worden war. In einem Schreiben, das dem NDR vorliegt, räumt sie Fehler ein. Die Polizei Hamburg habe den unberechtigten Entzug der Akkreditierung mitverursacht, heißt es in dem Brief an den Journalisten. Unterzeichnet hat ihn Hamburgs Polizeipräsident Meyer. Er bittet darin um Entschuldigung für das "unbeabsichtigte Fehlverhalten der eingesetzten Polizeibediensteten". In der Kommunikation mit dem Bundeskriminalamt und dem Bundespresseamt sei es zu Missverständnissen und Fehlern gekommen.

Edrugul "Adil" Yigit (Archivbild) | Bildquelle: NDR über Christian Baars
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Dem Journalisten Yigit war die Akkreditierung unrechtmäßig entzogen worden.

Dem Journalisten Ertugrul "Adil" Yigit war im Juli 2017 der Zutritt zum G20-Medienzentrum von Polizisten verwehrt worden. Auch seine Pressekarte für den Gipfel wurde ihm abgenommen. Mit der Entschuldigung soll nach NDR-Informationen ein Rechtsstreit zwischen dem Journalisten und der Polizei beigelegt werden. Er hatte gefordert, dass die Polizei ihr Fehlverhalten eingestehe.

Während dem G20-Gipfel wurde insgesamt 32 Journalisten die Presse-Akkreditierung entzogen. Begründet wurde das damals mit Sicherheitsbedenken. In vielen Fällen waren diese aber offensichtlich unbegründet. 

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