Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan war eine unmittelbare Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001. Das Debakel zum Abschluss der Mission reißt bei Veteranen alte Wunden wieder auf. Von Kai Küstner.
Die jahrelange Sanierung der "Gorch Fock" halten Kritiker für ein Symbol des leichtfertigen Umgangs mit Steuergeld. Wäre ein kompletter Neubau des Segelschulschiffs die schnellere und günstigere Lösung gewesen?
Die Bundeswehr hat Afghanistan bereits verlassen, viele Ortskräfte sind zurückgeblieben. Jetzt ist es gelungen, noch Hunderte Menschen zu retten - mithilfe privater Akteure. Eine Hilfsinitiative macht der Bundesregierung schwere Vorwürfe.
Die Bundeswehrsoldaten sind aus Afghanistan zurück. Sie hätten "Unfassbares gesehen und Unglaubliches geleistet", sagte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer. Den Menschen in Kabul versprach sie Hilfe.
Deutsche Bürokratie-Blockade hat Menschen in Afghanistan unnötig in Lebensgefahr gebracht. Uli Hauck meint, dieses Komplett-Versagen muss Konsequenzen haben. Die Bundeswehr hat für die Bundesregierung die Kohlen aus dem Feuer geholt.
Der Bundeswehr in Afghanistan bleiben nur noch wenige Stunden, um Menschen auszufliegen. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer sagte, man habe alle betroffenen Personen gebeten, nicht mehr zum Flughafen zu kommen.
Immer wieder hatte eine ehemalige Ortskraft der Bundeswehr öffentlich um Hilfe gefleht, dann orderte die Bundeswehr den Mann zum Flughafen Kabul, begleitet von den Taliban. Dort schickten Soldaten ihn wieder nach Hause. Von Martin Kaul.
Für viele Afghanistan-Veteranen sind aktuelle Bilder aus Kabul schwer zu verarbeiten. Ein Veteranenvertreter warnt vor einem Abdriften in rechtsorientierte Gruppen. Und die Wehrbeauftragte des Bundestags fordert mehr Therapieangebote.
In Kabul warten viele Menschen auf Rettung, die es nicht zum Flughafen schaffen. Nun sollen zwei kleine Bundeswehr-Hubschrauber zum Einsatz kommen, die fast überall landen können. Auch die Rettungsflüge gehen weiter.
Das Kabinett hat das Mandat für den Evakuierungseinsatz der Bundeswehr auf den Weg gebracht - der Bundestag soll kommende Woche abstimmen. Eine weitere deutsche Maschine mit 176 Menschen an Bord hat Kabul Richtung Taschkent verlassen.
Der UN-Einsatz im westafrikanischen Mali ist der größte deutsche Auslandseinsatz - und der gefährlichste. Und im Land verschärft sich die Sicherheitslage. Wie geht es weiter in Mali - ein Jahr nach dem jüngsten Putsch? Von Sebastian Felser.
Ein drittes Bundeswehrflugzeug ist in der usbekischen Hauptstadt Taschkent gelandet - die 139 Geretteten sollen heute nach Deutschland weiterfliegen. Im Laufe des Tages sollen vier weitere Flüge nach Kabul starten.
In Berlin ist ein Flugzeug mit geretteten Botschaftsmitarbeitern aus Kabul gelandet. Auch die 125 Menschen, die zuvor nach Taschkent ausgeflogen wurden, sollen in der Nacht nach Deutschland gebracht werden.
125 Menschen sind mit einem zweiten Flugzeug der Bundeswehr aus Kabul ausgeflogen worden. Erste Botschaftsmitarbeiter sind offenbar bereits zurück in Deutschland. Heute soll es noch zwei weitere Flüge geben.
Fallschirmjäger der Bundeswehr sollen die verbliebenen Deutschen und Ortskräfte in Kabul zum Flughafen bringen, damit sie ausgeflogen werden können. Doch die Taliban wollen Afghanen nicht mehr aus dem Land lassen.
Ein Transportflugzeug der Bundeswehr hat die ersten deutschen Staatsangehörigen von Kabul nach Usbekistan gebracht. An Bord befanden sich jedoch nur sieben Menschen - deutlich weniger als geplant.
Die Evakuierung der Deutschen Botschaft in Kabul wäre um Haaresbreite gescheitert, wie Recherchen des ARD-Hauptstadtstudios zeigen. Das Auswärtige Amt spielte dabei eine fragwürdige Rolle. Von M. Götschenberg und K. Küstner.
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