Afghanistans Wirtschaft liegt am Boden. Viele Menschen wissen nicht, woher sie Essen bekommen sollen, das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen. Die Folge: Immer mehr Kinder sind unterernährt. Von Peter Hornung.
Tausende afghanische Ortskräfte und ihre Familien warten offenbar weiterhin auf eine Ausreise nach Deutschland. Trotz fast 25.000 Aufnahmezusagen sind bis jetzt nur etwa 7000 Personen gekommen.
Fast 20 Jahre lang waren Frauenhäuser in Afghanistan ein Zufluchtsort für Tausende Mädchen und Frauen, die Gewalt entkommen wollten. Einem Bericht von Amnesty International zufolge ist davon kaum etwas geblieben.
Human Rights Watch zufolge wurden wohl etwa 100 frühere afghanischen Sicherheitskräfte getötet oder sind verschwunden. Viele westliche Staaten haben diese möglichen Taliban-Vergeltungsmaßnahmen scharf kritisiert.
Im August haben die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen. Seitdem ist in Europa die Zahl der Asylanträge aus dem Land massiv gestiegen. Der Höchststand von 2015 ist aber noch lange nicht erreicht.
Bei ihrer Machtübernahme in Afghanistan hatten die Taliban eine Amnestie angekündigt. Dennoch übten sie Vergeltung, berichtet Human Rights Watch. Mehr als 100 Ex-Sicherheitskräfte seien getötet worden oder verschwunden.
Nach der Einnahme Afghanistans tobt im Inneren der Taliban ein Machtkampf. Auch der IS und weitere Milizen seien im Land aktiv, sagt der Autor Ahmed Rashid und führt aus, welche Schlüsse der Westen daraus ziehen sollte.
Drei Monate sind die Taliban nun in Afghanistan an der Macht. Dem Bankensystem scheint das nicht gut zu bekommen. Die Vereinten Nationen waren vor den Folgen eines Zusammenbruchs.
Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan sind die Reserven der Zentralbank eingefroren. Kontoinhaber können nur kleine Beträge abheben, es gibt keine Kredite. Die UN befürchten einen Zusammenbruch des Bankensystems.
Mindestens 18,8 Millionen Menschen in Afghanistan sind nach Angaben der UN nicht in der Lage, sich selbst zu ernähren. Zum Jahresende könnten es sogar noch mehr werden. Die UN fordert deshalb mehr finanzielle Unterstützung.
Erstmals seit Machtübernahme der Taliban sind hochrangige deutsche Diplomaten nach Kabul gereist. Bei Gesprächen mit den Islamisten ging es auch um die Finanzierung der Schulen in Afghanistan. Von V. Kabisch und M. Kaul.
Täglich kommen im Iran Tausende Menschen an, die aus dem Nachbarland Afghanistan geflohen sind. Dann stehen sie buchstäblich auf der Straße. Selbst wer Arbeit findet, lebt in Angst - denn der Iran ist selbst am Limit. Von Katharina Willinger.
Zehn afghanische Fluglotsen arbeiten jahrelang für die Bundeswehr. Doch als diese ihren Einsatz beendet, werden sie zurückgelassen. Jetzt verklagt einer der Männer die Bundesregierung. Von P. Djalilevand und D. Schmidthäussler.
Verfolgung, Gewalt, Tod: Seit der Machtübernahme der Taliban müssen die Afghanen laut einem Bericht des Auswärtigen Amtes um ihr Leben fürchten. Allerdings sei die Lage vor Ort "schwer zu verifizieren".
In Afghanistan soll nach dem Willen der Taliban keine andere Währung mehr erlaubt sein als der landeseigene Afghani. Mit dem Verbot ausländischer Zahlungsmittel droht sich der wirtschaftliche Kollaps weiter zu verschärfen.
Das Militärkrankenhaus in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist Ziel eines Angriffs geworden. Es werden mehrere Tote und Verletzte gemeldet. Zudem wird von Explosionen und Schüsse im Klinik-Gebäude berichtet.
Aus Afghanistan wird erneut eine Attacke auf eine Moschee gemeldet. Mehr als 30 Menschen kamen bei Explosionen in dem schiitischen Gotteshaus in Kandahar zu Tode. Dutzende wurden verletzt.
Die letzten der Mitte August aus Kabul geretteten Afghanen sind vom US-Stützpunkt Ramstein in die USA ausgeflogen werden. Die größte humanitäre Luftbrücke der Geschichte ist damit beendet.
Noch kurz vor der Machtübernahme der Taliban haben deutsche Ausländerbehörden Menschen nach Kabul abgeschoben. Darunter nach Monitor-Recherchen auch solche, die eigentlich ein Bleiberecht haben. Von Andreas Maus.
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