Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)  | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Kretschmann: Weitere Lockerungen fraglich ++

Stand: 16.03.2021 22:16 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann hat wegen steigender Infektionszahlen weitere Lockerungen infrage gestellt. Dortmund und Duisburg dürfen die Schulen trotz landesweit steigender Infektionszahlen nicht schließen. Die Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen.


  • NRW hält an Schulöffnungen fest
  • EMA überzeugt von großem Nutzen des AstraZeneca-Vakzins
  • Moderna testet Impfstoff an Tausenden Kindern
  • Schweden stoppt AstraZeneca-Impfungen
  • Impfgipfel auf Freitag verschoben
  • BioNTech und Pfizer wollen Millionen Impfdosen früher liefern
  • Deutschland: 5480 Neuinfektionen und 238 Todesfälle
16.3.2021 • 22:16 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Corona-Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

16.3.2021 • 22:01 Uhr

Nicaragua erhält AstraZeneca über WHO-Programm

Nicaragua erhält die erste Lieferung von AstraZeneca-Impfdosen aus dem Covax-Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es seien 137.000 Dosen eingegangen, sagt Vize-Präsidentin Rosario Murillo. Bis Ende des Monats werde mehr Impfstoff über Covax geliefert. Die ersten Mittel erhielt das Land mit 6,5 Millionen Einwohnern im Februar in Form des Sputnik-V-Impfstoffes aus Russland. Indien hat seinerseits 200.000 Dosen AstraZeneca gespendet und weitere 300.000 Dosen zugesagt.

16.3.2021 • 21:33 Uhr

Kretschmann stellt weitere Lockerung infrage

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat wegen steigender Infektionszahlen die für kommenden Montag geplante weitere Lockerung des Lockdowns infrage gestellt. "Natürlich jetzt bei der Situation werde ich mir gut überlegen, ob ich am Montag weitere Öffnungen mache", sagte der grüne Regierungschef in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Er erwäge, die Öffnung erstmal auszusetzen und am Montag zunächst zu besprechen, "was wir riskieren können".

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist im Südwesten landesweit auf 79,8 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner gestiegen. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 60,7. Seit gut einer Woche gibt es erste Lockerungen in Kreisen, die stabil unter einer Inzidenz von 50 liegen. So durfte die Geschäfte mit Einschränkungen wieder öffnen, auch Kitas und Grundschulen sind seitdem wieder alle auf. Im Südwesten haben zudem seit Montag die 5. und 6. Klassen wieder Präsenzunterricht. Als nächstes waren Öffnungen der Außengastronomie, beim Sport und in der Kultur vorgesehen.

16.3.2021 • 21:02 Uhr

Frauen-Bundesliga-Spiel abgesagt

Nach drei positiven Corona-Tests bei Eintracht Frankfurt ist das für Mittwoch angesetzte Bundesliga-Nachholspiel der Fußballerinnen gegen die SGS Essen abgesagt worden. Dies teilte die Eintracht mit. Fast der komplette Kader befinde sich bis auf Weiteres in häuslicher Quarantäne. Eine weitere Testreihe soll bis Mittwochabend Klarheit darüber bringen, ob diese bestehen bleibt. Positiv getestet wurden demnach eine Spielerin und zwei Mitglieder des Betreuerstabs.

16.3.2021 • 20:55 Uhr

EU-Kommissarin fordert mehr Tempo beim Impfen

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides fordert von den EU-Staaten mehr Tempo beim Impfen. Jede verfügbare Impfstoffdosis solle genutzt werden, sagte Kyriakides. In einigen Staaten seien erst 50 Prozent der ausgelieferten Menge verimpft. "Jede Dose zählt", sagte Kyriakides. Die Mitgliedsstaaten müssten sich auch darauf vorbereiten, dass ab April die Liefermenge steige. Die Gesundheitskommissarin steht selbst unter Druck, weil Impfstoff in der EU immer noch knapp ist. Sie sprach von bedauerlichen Produktionsproblemen. Doch sei man mit allen Herstellern im Gespräch, um die Liefermengen zu erhöhen.

Stella Kyriakides, die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin | dpa

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides kritisiert, dass in einigen EU-Staaten erst 50 Prozent der ausgelieferten Dosen verimpft seien. Bild: dpa

16.3.2021 • 20:46 Uhr

Regierungskrise wegen Corona in der Slowakei spitzt sich zu

Die slowakische Vier-Parteien-Regierung ist in eine schwere Krise gestürzt, weil sie die Corona-Pandemie nicht in den Griff bekommt. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sterben in der Slowakei seit Wochen mehr Menschen als in jedem anderen Land Europas. Der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic und ein Teil seiner Koalitionspartner fordern sich gegenseitig zum Rücktritt auf. Ein Vermittlungsversuch von Staatspräsidentin Zuzana Caputova blieb erfolglos.

Auf Druck der Koalitionspartner trat vergangene Woche der zur Matovic-Partei gehörende Gesundheitsminister Marek Krajci zurück. Am Montag folgte ihm überraschend der rechtspopulistische Arbeits- und Sozialminister Milan Krajniak. Die beiden kleineren Regierungsparteien drohten dennoch mit dem Verlassen der Koalition, falls nicht Matovic selbst abtrete. Mit seinen eigenmächtigen Entscheidungen trage er die Hauptschuld am Corona-Chaos. Der letzte Eskalationsschritt war, dass Matovic gegen einen offiziellen Regierungsbeschluss den in der EU nicht zugelassenen Impfstoff Sputnik V aus Russland bestellte und eine erste Lieferung von 200 000 Dosen persönlich am Flughafen abholte.

16.3.2021 • 20:25 Uhr

Urteil: Quarantänepflicht gilt auch für Geimpfte

Auch wer gegen das Coronavirus geimpft ist, muss in Quarantäne, wenn ein Familienmitglied oder ein anderer Mitbewohner im Haushalt infiziert wurde. Das hat das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße entschieden. Bisher lägen keine ausreichenden Belege dafür vor, dass Menschen mit vollständigem Impfschutz nicht infektiös erkrankten, argumentierten die Richter. Deshalb seien bisher keine Sonderregelungen für Geimpfte vorgesehen.

Im konkreten Fall ging es um ein Ehepaar, das eine Arztpraxis in der Vorderpfalz betreibt und gegen eine bis 18. März verordnete Quarantäne geklagt hatte. Anfang März hatte sich die Tochter des Paars mit dem Virus angesteckt, weshalb sich auch die Eltern in den eigenen vier Wänden isolieren sollten. Diese wehrten sich und argumentierten vor Gericht, sie hätten nicht nur Impfungen im Januar und im Februar erhalten; auch habe sich die Tochter in Isolation begeben und lebe alleine in einer Etage des Hauses. Diverse PCR-Coronatests und Schnelltests seien zudem bei dem Paar negativ ausgefallen. Die Richter lehnten den Eilantrag ab.

16.3.2021 • 20:18 Uhr

Sachsen erleichtert Einreise aus Tschechien

Sachsen hat die Einreiseregeln für Menschen aus Tschechien erleichtert. Der Freistaat folge damit den Vorgaben des Bundes und den aktuellen Regeln in Bayern, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden. Sie machte zugleich deutlich, dass sie angesichts der neuen Regeln Bedenken wegen steigender Infektionszahlen gerade in den Grenzregionen hat. Voraussetzung ist allerdings ein täglicher negativer Corona-Test, der ab Mittwoch Pflicht ist. Arbeitgeber müssen die Tests zur Verfügung stellen.

Die neue Quarantäne-Verordnung sieht vor, dass mehr Menschen aus Tschechien nach Sachsen reisen können, ohne sich in Quarantäne zu begeben. Das gilt nicht mehr nur etwa für Beschäftigte im Gesundheitswesen, sondern für alle, die zur "Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe unabdingbar" sind. Das ist durch eine amtliche Bescheinigung nachzuweisen. Nun dürfen etwa Lehrer und pädagogische Fachkräfte in Kitas ohne Quarantäne einreisen, ab 20. März Schüler und Kita-Kinder. Letztere müssen sich nicht testen lassen. Auch für Familien wird der Grenzübertritt erleichtert.

Deutsche Polizeibeamte kontrollieren ein Fahrzeug am tschechisch-deutschen Grenzübergang. | dpa

Es dürfen wieder mehr Menschen aus Tschechien nach Sachsen reisen, ohne sich in Quarantäne zu begeben. Bild: dpa

16.3.2021 • 19:58 Uhr

Biden: USA führen Gespräche zu überschüssigen Impfstoff

Die USA führen Präsident Joe Biden zufolge Gespräche über die Verteilung ihres überschüssigen Impfstoffes. "Wir sprechen bereits mit mehreren Staaten", sagt Biden. Er werde sehr bald mehr dazu bekanntgeben. Die US-Regierung will erst dann anderen Staaten Dosen liefern, wenn jeder Amerikaner die Gelegenheit zu einer Impfung hatte. Die US-Seuchenbehörde CDC gab kurz vor Bidens Erklärung bekannt, inzwischen mehr als 110 Millionen Impfungen verabreicht zu haben. In den USA leben gut 328 Millionen Menschen.

16.3.2021 • 19:35 Uhr

EU-Kommission hofft auf Neustart von AstraZeneca-Impfungen ab Donnerstag

Die EU-Kommission hofft auf eine europaweite Wiederaufnahme der Impfungen mit dem Corona-Vakzin von Astrazeneca ab Donnerstag. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) werde dann ihre "abschließende Einschätzung" zur Sicherheit des Mittels vorstellen, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides nach einer Videokonferenz mit den EU-Gesundheitsministern. "Darauf warten wir und folgen dem wissenschaftlichen Rat der EMA."

16.3.2021 • 19:12 Uhr

NRW hält an Schulöffnungen fest

Die Ruhrgebietsstädte Dortmund und Duisburg dürfen die Schulen trotz landesweit steigender Corona-Infektionszahlen nicht schließen. Das Land Nordrhein-Westfalen stoppte entsprechende Pläne der Kommunen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte, bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 71,2 Neuinfektionen unter 100.000 Einwohnern binnen einer Woche in Dortmund kämen Schulschließungen nicht infrage. Er kritisierte, dass der Stadt offenbar keine anderen Maßnahmen einfielen.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hatte die angestrebte Schließung aller Schulen nicht zuletzt mit dem vorläufigen Impfstopp des AstraZeneca-Vakzins begründet. "Wir sind der festen Überzeugung, dass es in diesem Moment überhaupt keinen Sinn macht, die Schulen zu öffnen", sagte der OB nach einer Sitzung des Verwaltungsvorstandes. Das Öffnungskonzept der Schulen sei geknüpft an Impfungen und Tests. Mit dem vorläufigen Impfstopp von AstraZeneca fehle die Geschäftsgrundlage für den Gesamtplan. Man habe Lehrer damit impfen wollen.

Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link zeigt sich enttäuscht über die Haltung der Landesregierung. "In Anbetracht der weiter steigenden Inzidenz wäre es absolut sinnvoll, die Schulen zum Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Familien, aber auch der Lehrkräfte wieder zu schließen und auf Distanzunterricht umzustellen", meinte er. Ihm sei "vollkommen unverständlich, dass das Land diesen Plänen einen Riegel vorschiebt".

16.3.2021 • 19:06 Uhr

Frankreichs Schulen sollen offen bleiben

Trotz einer erneuten Verschlechterung der Corona-Lage in Frankreich sollen die Schulen des Landes offen bleiben. Der wissenschaftliche Beirat empfahl Präsident Emmanuel Macron, Schulschließungen nur als "letztes Mittel" anzuordnen. Macron will ab Mittwoch mit der Regierung über verschärfte Maßnahmen entscheiden, nachdem er den Corona-Beirat und Intensivmediziner angehört hat. Besonders im Pariser Großraum ist die Lage außer Kontrolle geraten.

Im Januar hatte sich Macron über die Empfehlung der Corona-Experten hinweggesetzt, einen vierwöchigen harten Lockdown mit landesweiten Ausgangssperren zu verhängen. Stattdessen ließ die Regierung die meisten Geschäfte und Schulen offen und setzte auf eine nächtliche Sperrstunde ab 18.00 Uhr. Zudem wollte er Impfungen beschleunigen, die erhofften Lieferungen blieben aber wie in Deutschland und anderen EU-Ländern aus.

16.3.2021 • 19:03 Uhr

Kanada empfiehlt AstraZeneca-Impfstoff auch für über 65-Jährige

Inmitten der Debatte über mögliche Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca will Kanada die Verwendung des Vakzins ausweiten. Das nationale Beratungskomitee für Impfungen (Naci) empfahl, den Impfstoff auch für Menschen ab 65 Jahren einzusetzen. Bislang galt die Empfehlung nur für 18- bis 64-Jährige, da für ältere Menschen nicht genügend Daten aus klinischen Tests vorlagen. 

Die nun erweiterte Empfehlung begründete das kanadische Beratungsgremium mit drei aktuellen Studien aus Großbritannien. Diese hätten gezeigt, dass der Impfstoff bei Senioren "sicher und wirksam ist und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufe" schütze. 

16.3.2021 • 18:57 Uhr

Weiterer US-Staat erlaubt Impfungen ab 16

Nach dem US-Bundesstaat Alaska dürfen sich seit heute auch in Mississippi alle Bewohner ab 16 Jahren gegen Corona impfen lassen. Der Bundesstaat Ohio wiederum kündigte an, dies ab der letzten Märzwoche zu ermöglichen. "Es ist ein moralischer Imperativ, so schnell wie möglich alle Bürger Ohios zu impfen, die geimpft werden wollen", erklärte Gouverneur Mike DeWine über Twitter. Die Impfstoff-Lieferungen stiegen nun rasant und nachhaltig an, schrieb er. In Ohio leben rund 12 Millionen Menschen.

16.3.2021 • 18:52 Uhr

Draghi: Verimpfen bei positivem EMA-Signal schnell wieder AstraZeneca

Italien will bei einer positiven Beurteilung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) schnell wieder Astraeneca-Impfungen aufnehmen. Er habe sich entsprechend mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron abgesprochen, sagt Ministerpräsident Mario Draghi.

16.3.2021 • 18:50 Uhr

EU will in Impfpass auch überstandene Infektionen festhalten

Die EU-Kommission will einer Zeitung zufolge in EU-weiten Immunitätsausweisen neben einer Impfung auch eine überstandene Infektion festhalten. Die Kommission wolle einen entsprechenden Vorschlag am Mittwoch vorstellen, berichtet das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf einen der Zeitung vorliegenden Text. Eine überstandene Infektion solle mit einem positiven PCR-Test nachgewiesen werden, der mindestens 20 Tage alt ist. Auch frische negative Corona-Tests sollten gespeichert werden können.

16.3.2021 • 18:46 Uhr

Iran startet Studien mit drittem eigenen Impfstoff

Der Iran baut beim Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weiter auf die Entwicklung eigener Impfstoffe. Die Gesundheitsbehörden gaben bekannt, ein dritter im Land entwickelter Impfstoff habe die Phase der klinischen Studien erreicht. Bald sollten 20.000 Freiwillige in Teheran und anderswo das neue Vakzin namens Fachra verabreicht bekommen, teilte die Regierung mit. Ein Vertreter beschrieb es gegenüber den staatlichen Medien als "100-prozentig sicher", ohne dafür Daten anzuführen.

In dieser Woche eröffnete die Regierung zudem eine Impfproduktionsstätte, die den Angaben nach drei Millionen Dosen pro Tag herstellen können soll. Das heute im Staatsfernsehen vorgestellte Vakzin ist von einer Forschungsabteilung des iranischen Verteidigungsministeriums entwickelt worden. Zwei weitere Impfstoffe befinden sich in klinischen Studien. Am weitesten fortgeschritten ist der Impfstoff namens Barekat, der bislang an 300 Menschen getestet wurde. Die Nation mit mehr als 80 Millionen Einwohnern hat Impfstoffe aus Russland, China, Indien und Kuba importiert, um über 1,2 Millionen Menschen gegen das Coronavirus zu immunisieren. Da die Impfkampagne nur langsam voranschreitet, will der Iran die lokale Produktion ankurbeln.

16.3.2021 • 18:32 Uhr

Tiroler Bezirk meldet hohe Beteiligung an Massenimpfung

Die erste Phase einer regionalen Massenimpfung gegen die südafrikanische Corona-Variante ist in Österreich mit einer hohen Beteiligung zu Ende gegangen. "Schwaz ist die erste europäische Region, die durchgeimpft ist", erklärte Tirols Landeschef Günther Platter. Von 64 000 infrage kommenden Personen in dem Bezirk hätten 46.000 eine Injektion erhalten, berichtete er. Das entspricht einer Rate von 72 Prozent.

Am vorigen Donnerstag war die Aktion als europäisches Pilotprojekt angelaufen, um die ansteckendere Virus-Variante zurückzudrängen. Mit Hilfe der EU wurden dazu 100 000 Dosen Impfstoff geliefert. Die Massenimmunisierung wird auch wissenschaftlich ausgewertet, um die Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Impfstoffes gegen die Südafrika-Mutante zu untersuchen.

16.3.2021 • 18:05 Uhr

Drosten: Dritte Welle ohne Impfung nicht beherrschbar

In der neuen Folge des NDR Info Podcasts Coronavirus-Update befürwortet der Virologe Christian Drosten die Untersuchung der Thrombose-Fälle nach AstraZeneca-Impfung, betont aber die Wichtigkeit dieses Vakzins. Es gebe viele 60- bis 70-Jährige in Deutschland, und die seien meist noch nicht geimpft. "Gerade in diesen Jahrgängen wird es um und nach Ostern brenzlig werden." Die aus seiner Sicht wichtige Einbeziehung der Hausarztpraxen bei den Corona-Impfungen stehe und falle mit der Verfügbarkeit des AstraZeneca-Impfstoffs.

Drosten rechnet damit, dass noch in dieser Woche drei Viertel der erfassten Neuinfektionen auf die Coronavirus-Variante zurückzuführen sein werden. Mittlerweile erhärtete sich auch der Verdacht, dass die Mutante nicht nur ansteckender, sondern auch gefährlicher ist.

16.3.2021 • 17:42 Uhr

Test in Amsterdam: 5000 Fans dürfen ins Stadion

Bis zu 5000 Zuschauer dürfen am 27. März das WM-Qualifikationsspiel zwischen den Niederlanden und Lettland live in der Johan-Cruyff-Arena von Amsterdam verfolgen. Hintergrund ist ein Test, durch verschiedene Maßnahmen Großereignisse wieder sicher zu öffnen. Wie der niederländische Fußball-Verband KNVB mitteilte, sollen Schnelltests und eine Smartphone-App dabei zum Einsatz kommen. "Günstige Ergebnisse könnten den Prozess auf dem Weg zu gut gefüllten Stadien in der Schlussphase der Saison 2020/21 und bei der EM beschleunigen", schrieb der KNVB auf seiner Homepage.

Die Fans werden im Stadion in sogenannte Forschungsblasen aufgeteilt. In einer Blase soll auch die Ausbreitung der Aerosole beim Husten, Niesen, Atmen oder Schreien untersucht werden. Amsterdam gehört auch zu den zwölf Spielorten bei der EM in diesem Sommer. Die Arena hat normalerweise ein Fassungsvermögen von rund 55.000 Plätzen.

16.3.2021 • 17:28 Uhr

Kassenärzte befürchten verzögerten Impfstart in Praxen

Spätestens in der Woche ab dem 19. April soll auch in deutschen Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden. Doch die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt, die ausgesetzten AstraZeneca-Impfungen könnten diesen Zeitplan ins Wanken bringen.

"Von den 60 Millionen Impfdosen, die für das zweite Quartal fest eingeplant sind, entfallen knapp 17 Millionen auf AstraZeneca", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, dem "Handelsblatt". "Wenn die auch nur vorübergehend ausfallen, dann wird es schwieriger, mit dem Impfen in den Praxen zu beginnen."

16.3.2021 • 17:23 Uhr

Kaum Rückzahlungen von zurückgeholten Urlaubern

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden Tausende deutsche Urlauber, die wegen den Reisebeschränkungen im Ausland festsaßen, in ihre Heimat zurückgeholt - unter der Prämisse, dass die sogenannten Individualtouristen einen Teil der Kosten übernehmen sollen. Doch davon ist bisher wenig zu merken.

16.3.2021 • 17:14 Uhr

Schottland stellt ab Anfang April Lockerungen in Aussicht

Nach monatelangen strikten Beschränkungen kündigte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon in den ersten April-Tagen vorsichtige Lockerungen der Auflagen an. So sollen ab dem 5. April Friseure wieder öffnen dürfen, ebenso wie einige nicht systemrelevante Geschäfte wie etwa Garten-Center. Ab dem 26. April sollen dann auch Reisen innerhalb Großbritanniens wieder möglich sein. Zur gleichen Zeit sollen auch Museen und Fitnessstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen, ebenso wie Hotels und Pensionen.

16.3.2021 • 17:06 Uhr

Impfstoff-Produktion in Dessau startet wohl im April

Die Produktion des Corona-Impfstoffs vom US-Pharmakonzern Johnson & Johnson in Dessau soll im April beginnen. Die Vorbereitungen dafür liefen bereits, sagte ein Sprecher der Firma IDT Biologika der Nachrichtenagentur dpa. Es werde noch drei bis vier Wochen dauern. Die Firma soll das Präparat in Dessau in Ampullen abfüllen und verpacken.

16.3.2021 • 17:01 Uhr

Nordrhein-Westfalen will auf Impfstoff-Reserve zurückgreifen

Um den Ausfall durch die vorübergehend ausgesetzten AstraZeneca-Impfungen auszugleichen will Nordrhein-Westfalen auf seine Reserve an Vakzinen von Moderne sowie von BioNTech und Pfizer zurückgreifen. Das teilte das Gesundheitsministerium des Bundeslandes mit.

Etwa die Hälfte der Dosen dieser Hersteller sollte absichern, dass auch die nötigen Zweitimpfungen erfolgen können. Nun sollen rund 150.000 Impfdosen der Reserve dazu dienen, bis Ende März vor allem Menschen in Behinderteneinrichtungen zu impfen. Mit einem Tel der bereitgestellten Dosen sollen auch Menschen über 80 Jahre geimpft werden.

16.3.2021 • 16:56 Uhr

Virus-Mutante in Bretagne schwerer nachweisbar?

In der französischen Bretagne wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes eine weitere Corona-Mutation nachgewiesen. Die Behörden in der Bretagne gaben nun bekannt, dass sich die Mutante wohl nicht zuverlässig mithilfe von PCR-Tests nachweisen lasse.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, waren in einem Krankenhaus im westfranzösischen Lannion acht ältere Patienten mit "typischen Symptomen" einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Sieben von ihnen waren aber per Nasenabstrich negativ getestet worden. Erst Antikörper-Tests ergaben einen positiven Befund. Eine Hypothese der Mediziner sei, dass sich das Virus schneller durch die Atemwege bewegt und nur in tieferen Bereichen festgestellt werden kann.

Die Gesundheitsbehörde entschied, die Variante "unter Beobachtung" zu stellen. Bislang gebe es aber keine Hinweise darauf, dass die Mutante ansteckender sei als bereits bekannte Mutationen.

16.3.2021 • 16:43 Uhr

"Auch Nicht-Impfen kann Schaden verursachen"

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie bedeutet das vorübergehende Aus für den AstraZeneca-Impfstoff einen großen Schaden, führt Markus Grill von der gemeinsamen Recherchekooperation von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" aus. Denn dadurch fielen in Deutschland rund 500.000 Impfungen in der Woche weg, was rechnerisch bis zu 5000 Neuinfektionen verhindern könne.

16.3.2021 • 16:35 Uhr

Impfstopp: Mehr als 100 AstraZeneca-Dosen in Köln unbrauchbar

Die Entscheidung, die Impfungen mit AstraZeneca vorübergehend auszusetzen, hat im Impfzentrum Köln dazu geführt, dass mehr als 100 Impfdosen gar nicht mehr verwendet werden können. Der Grund: Zum Zeitpunkt der Entscheidung waren die Dosen schon in Spritzen aufgezogen worden, weil sie im Laufe des Tages verimpft werden sollten. So ist das Vakzin aber nur noch wenige Stunden haltbar.

In Köln wurden nach Angaben der Stadt bis einschließlich Samstag alle Impftermine, bei denen AstraZeneca zum Einsatz kommen sollte, abgesagt. Das seien 8706 Termine.

16.3.2021 • 16:26 Uhr

Laschet sieht kaum Chancen für Öffnungen im Tourismus

Am kommenden Montag wollen Bund und Länder erneut über ihre Strategie in der Corona-Krise beraten. Dass dabei auch im touristischen Sektor Öffnungen beschlossen werden, hält CDU-Parteichef Armin Laschet angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen aber kaum für wahrscheinlich. Dass wieder nach Mallorca gereist werden könne, sei den niedrigen Neuinfektionsraten dort zu verdanken, betonte Laschet und fügte hinzu, dass er trotzdem nicht jedem rate würde, "jetzt dahin zu reisen".

16.3.2021 • 16:22 Uhr

Dortmund darf Schulen nicht schließen

Wegen steigender Infektionszahlen und den ausgesetzten AstraZeneca-Impfungen wollte die Stadt Dortmund Schulen ab morgen schließen. Doch die die Landesregierung lehnte diesen Schritt ab.

16.3.2021 • 16:02 Uhr

Steinmeier: "Deutschland kann von Israels Impfkampagne lernen"

Die Impfkampagne in Israel kann Deutschland aus Sicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Vorbild dienen.

"Diese Impfkampagne erhält hier in Deutschland viel Aufmerksamkeit und großen Respekt nicht nur wegen der Professionalität und der Geschwindigkeit des Impfens, sondern auch wegen der guten Portion Pragmatismus, mit der Ihr Land und die Verantwortlichen diesen Prozess begleiten und beschleunigen", sagte Steinmeier.

Die Impfkampagne in Israel läuft bereits seit dem 19. Dezember. Sie gehört zu den erfolgreichsten weltweit. Eine Erstimpfung erhielten bislang mehr als 5,2 von etwa neun Millionen Einwohnern. Davon bekamen knapp 4,3 Millionen auch schon die zweite Dosis.

16.3.2021 • 15:45 Uhr

Rheinland-Pfalz will Impftermine einhalten

Nachdem der Wirkstoff von AstraZeneca vorerst nicht mehr genutzt werden kann, will Rheinland-Pfalz möglichst schnell auf andere Vakzine zurückgreifen, um bereits vergebene Impftermine einhalten zu können. Das Gesundheitsministerium des Bundeslandes betonte:

Alle rund 43.000 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, die bis zum 10. April einen Termin zur Impfung mit AstraZeneca im Impfzentrum haben, werden geimpft - dazu erfolgt eine Umstellung aller geplanten Termine auf die Impfstoffe von BioNTech oder Moderna.
16.3.2021 • 15:40 Uhr

Anfang März weniger Todesfälle in Deutschland als in den Vorjahren

Eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes hat ergeben, dass in der ersten Märzwoche bundesweit 14 Prozent weniger Menschen gestorben sind als im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020. Demnach starben im Zeitraum vom 1. bis zum 7. März in Deutschland 18.557 Menschen.

Auch in der Woche vom 15. bis zum 21. Februar hatte das Bundesamt einen Rückgang der Todesfälle um 515 beziehungsweise um zwei Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vier Vorjahre verzeichnet.

Die Behörde sieht das niedrige Niveau an schweren Atemwegserkrankungen in diesem Winter als einen Grund für die niedrigeren Todeszahlen an. Dies erkläre, warum im Laufe des Februars die gesamten Sterbefallzahlen trotz der neu auftretenden Corona-Todesfälle unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen sind. Insbesondere in den Jahren 2017 und 2018 seien die Sterbefallzahlen durch schwere Grippewellen erhöht gewesen.

16.3.2021 • 15:27 Uhr

Hamburg will Schulen auch bei Inzidenz ab 100 offen lassen

Hamburg will Schulen und Kitas geöffnet lassen, auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 100 überschreitet.

"Hamburg hat vorgesorgt mit der Eigen- und Schnellteststrategie, den Unterricht so sicher wie möglich zu machen", begründete Vize-Senatssprecherein Julia Offen die Entscheidung des Senats. Zudem seien durch die Anwendung von Wechselunterricht derzeit nur etwa 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen in den Schulen.

Allerdings würden in anderen Bereichen Lockerungen wieder zurückgenommen, sollte die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen 100 oder mehr erreichen.

16.3.2021 • 15:21 Uhr

Immer lautere Kritik an Bundesgesundheitsminister Spahn

Aus FDP und Linkspartei kommt massive Kritik an der Impfstrategie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Spahn habe sich zum "uneingeschränkten Pleiten-,Pech- und Pannenminister dieser Bundesregierung" entwickelt, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer und forderte, dass die bundesweite Impfkampagne künftig in den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel liegen solle.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Achim Kessler, forderte Spahn auf, von seinem Amt zurückzutreten. Andernfalls müsse Merkel ihn entlassen. Die Bevölkerung habe das Vertrauen in die Krisenbewältigung von Spahn und der Bundesregierung längst verloren.

16.3.2021 • 15:13 Uhr

Urteil: Weniger Urlaubsanspruch bei vollständigem Arbeitsausfall in Kurzarbeit

Arbeitnehmern, die ihre Tätigkeit vollständig einstellen mussten, während sie sich in Kurzarbeit befanden, könnte der Urlaubsanspruch gekürzt werden. Zu dieser Entscheidung kam das Landesarbeitsgericht in Düsseldorf.

Geklagt hatte eine Mitarbeiterin der Gastronomie. Ihrer Auffassung nach habe die Kurzarbeit keinen Einfluss auf ihre Urlaubsansprüche. Doch die Richter lehnten die Klage ab: Für jeden vollen Monat der Kurzarbeit Null sei der Urlaub zu kürzen. Dies entspreche auch europäischem Recht.

Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.

16.3.2021 • 15:08 Uhr

Details zu Fällen von Thrombosen nach AstraZeneca-Impfung

In bislang sieben Fällen haben sich bei geimpften Personen Blutgerinnsel gebildet, nachdem sie den Wirkstoff von AstraZeneca erhalten haben. Drei der betroffenen Personen starben.

Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Institutes waren Personen zwischen etwa 20 und 50 Jahren betroffen, bei denen die Komplikationen zwischen vier und 16 Tagen nach der Impfung auftraten. In sechs Fällen traten die Nebenwirkungen bei Frauen auf.

Experten nannten einen Zusammenhang der gemeldeten Erkrankungen mit der AstraZeneca-Impfung "nicht unplausibel", hieß es vom Paul-Ehrlich-Institut. Die Zahl der Fälle nach einer solchen Impfung sei demnach statistisch signifikant höher als die Anzahl von Hirnvenenthrombosen, die normalerweise in der Bevölkerung ohne Impfung auftreten. Etwa ein Fall wäre zu erwarten gewesen, sieben Fälle waren gemeldet worden.

16.3.2021 • 14:57 Uhr

Berlin verzichtet vorerst auf weitere Lockerungen

Das Land Berlin sieht vorerst davon ab, die Corona-Einschränkungen weiter zu lockern.

"Mir ist es lieber, vorsichtig weiter zu agieren", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller nach einer Senatssitzung. An bisherigen Lockerungsschritten werde das Land aber festhalten und diese mit einer verstärkten Teststrategie absichern.

Die nun ausgesetzten Öffnungsschritte betreffen unter anderem die Schulkinder: So sollen die Klassenstufen sieben bis neun anders als geplant vor den Osterferien keinen Präsenzunterricht haben.

16.3.2021 • 14:52 Uhr

EU-Länder fordern Korrektur der Impfstoff-Verteilung

Österreich und vier weitere EU-Länder wollen den Verteilungsschlüssel auf den Prüfstand stellen, der regelt, welcher Mitgliedsstaat wie viel Impfstoff von der EU erhält.

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hatte die Verteilung wiederholt als ungerecht kritisiert. Nun schlossen sich Tschechien, Bulgarien, Slowenien und Lettland seiner Forderung nach einer besser geregelten Aufteilung der Vakzine an. Die Länder stehen in Kontakt mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel, die sich laut Kurz bemühen, eine Lösung zu finden.

16.3.2021 • 14:43 Uhr

Portugal schließt sich AstraZeneca-Impfstopp an

Wie zahlreiche andere Länder setzt auch Portugal die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca vorsorglich aus und will abwarten, ob die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Impfstoff als unbedenklich einstuft. Das teilte der Leiter der portugiesischen Arzneimittelbehörde Infarmed, Rui Ivo, mit.

Bisher wurden in Portugal nach Angaben der Zeitung "Público" etwa 400.000 Menschen mit dem Präparat von AstraZeneca geimpft. Ernsthafte Nebenwirkungen wie die Bildung von Blutgerinsseln seien dabei nicht aufgetreten.

16.3.2021 • 14:35 Uhr

Impfgipfel für Freitag angesetzt

Der Impfgipfel von Bund und Ländern, der heute abgesagt wurde, soll nun am Freitag stattfinden. Das kündigte die Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer an.

Am Tag zuvor soll die Europäische Arzneimittelagentur Ergebnisse der Untersuchungen bekanntgeben, ob zwischen dem AstraZeneca-Impfstoff und Thrombosen bei einigen geimpften Personen ein Zusammenhang besteht. "Dann haben wir hoffentlich Klarheit", so Dreyer.

Gleichzeitig ließ die Ministerpräsidentin offen, ob geplante Lockerungen in ihrem Bundesland wie geplant ab dem 22. März in Kraft treten. Die Frage sei, was man sich trauen könne, wenn die Tendenz der Fallzahlen eher steigend als fallend sei, betonte Dreyer. Auch hier kündigte sie Entscheidungen ihrer Landesregierung für Freitag an.

16.3.2021 • 14:23 Uhr

EMA rechnet bis Donnerstag mit Ergebnissen zu AstraZeneca

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat sich erneut hinter den Impfstoff von AstraZeneca gestellt. Derzeit analysierten Experten das Risiko möglicher Nebenwirkungen. Bei mehreren geimpften Personen hatten sich anschließend Blutgerinnsel gebildet.

Die Behörde rechne bis Donnerstag mit ersten Ergebnissen der Untersuchungen, bei denen jeder Fall einzeln geprüft werde. Bislang gebe es keinen Hinweis darauf, dass ein Zusammenhang zwischen Impfung und der Thrombose gebe. Die EMA zeigte sich weiterhin überzeugt, dass der Nutzen des Impfstoffes gegenüber möglichen Risiken überwiege.

16.3.2021 • 14:16 Uhr

Lindner fordert sofortigen Impfgipfel

Aus Sicht von FDP-Chef Christian Lindner ist die Absage des für heute geplanten Impfgipfels von Bund und Ländern ein Fehler - gerade mit Blick auf die ausgesetzten AstraZeneca-Impfungen.

Lindner bezeichnete den vorläufigen Impfstopp mit dem Vakzin als "dramatische Entscheidung". "Es darf nicht zu einer dauerhaften Impfverzögerung kommen, denn davon hängt ja die Verhinderung enormen sozialen und wirtschaftlichen Schadens hier im Land ab", warnte Lindner. Darum müsse der Impfgipfel umgehend stattfinden.

16.3.2021 • 14:08 Uhr

Steuerliche Entlastung für Firmen soll länger möglich sein

Das Bundesfinanzministerium verlängert angesichts der anhaltenden Corona-Krise eine steuerliche Entlastung für Unternehmen, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz ankündigte. Dabei gehe es um die Stundung von Steuern, damit Firmen mehr Liquidität bekommen.

Bisher werden Stundungen bis zum 30. Juni gewährt, dies soll nun bis zum 30. September verlängert werden.

16.3.2021 • 14:05 Uhr

China erteilt weitere Notfallzulassung für eigenen Impfstoff

China hat einem weiteren Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin wurde gemeinsam vom Biopharmakonzern Anhui Zhifei Longcom und der Akademie der Wissenschaften unter Leitung von Gao Fu entwickelt, dem Chef des chinesischen Seuchenschutzzentrums.

Damit sind in China mittlerweile fünf Impfstoffe zugelassen, alle wurden im eigenen Land entwickelt. Drei davon wurden auch schon für den Allgemeingebrauch zugelassen.

16.3.2021 • 14:01 Uhr

Polen verschärft in mehreren Regionen Corona-Maßnahmen

In weiten Teilen Polens liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei mehr als 250 Fällen pro 100.000 Einwohner und Woche. In vier Regionen, darunter auch die Stadt Warschau, wurden die Einschränkungen erneut verschärft.

16.3.2021 • 13:57 Uhr

Scholz hofft auf Fortsetzung der AstraZeneca-Impfungen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, dass der Impfstoff von AstraZeneca bald wieder eingesetzt werden kann. Die Entscheidung dürfe aber nur auf fachlichen Kriterien beruhen und nicht an politische Aspekte geknüpft sein. Sollten die Impfungen langfristig ausfallen, hätte das auch Einfluss auf die Impfstrategie in Deutschland. Scholz zeigte sich aber zuversichtlich, dass im Juni oder Juli pro Woche zehn Millionen Corona-Impfungen möglich seien.

16.3.2021 • 13:34 Uhr

Moderna testet Impfstoff an Tausenden Kindern

Das US-Unternehmen Moderna prüft die Wirksamkeit und Verträglichkeit seines Corona-Impfstoffs bei Kindern mit einer Testreihe bei unter Zwölfjährigen. An der KidCOVE genannten Studie in den USA und Kanada sollten rund 6750 Kinder im Alter von sechs Monaten bis 11 Jahren teilnehmen, teilte das Unternehmen mit.

Wie das Mainzer Unternehmen Biontech hat Moderna einen Corona-Impfstoff auf Grundlage der neuen mRNA-Technologie entwickelt; seit dem 6. Januar ist das Vakzin in der EU zugelassen.

16.3.2021 • 13:28 Uhr

Ver.di fordert tägliche Schnelltests im Einzelhandel

Ve.rdi setzt sich für tägliche Corona-Schnelltests der Beschäftigten im Einzelhandel ein. Auch müssten die Betriebsräte bei Wiedereröffnungen von Geschäften einbezogen werden, so die Gewerkschaft. "Die Zutrittskontrollen sind in vielen Bereichen immer noch unzureichend, die Hygienewartungen der Klimaanlagen häufig intransparent, die Durchsetzung der Maskenpflicht halbherzig", beklagt Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

16.3.2021 • 13:24 Uhr

Tübingen: Modellversuch zu Corona-Öffnungen

Tübingen erprobt neue Wege im Umgang mit der Pandemie. Der intensive Einsatz von Schnelltests soll weitere Öffnungsschritte möglich machen. Die Landesregierung in Baden-Württemberg erhofft sich von dem Pilotprojekt viel.

16.3.2021 • 13:16 Uhr

Moskau beklagt Kampagne gegen Sputnik V

Der Kreml hat eine internationale Kampagne gegen den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V beklagt. Russland lehne "egoistische" Versuche anderer Länder, Druck zur Ablehnung bestimmter Impfstoffe aufzubauen, kategorisch ab, sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, in Moskau. Er reagierte damit auf einen Bericht der US-Gesundheitsbehörde HHS, demzufolge Washington Brasilien dazu drängte, Sputnik V nicht zu kaufen. 

"Solche egoistischen Versuche, Länder dazu zu zwingen, bestimmte Impfstoffe abzulehnen, sind nicht zielführend, sie schaden den Interessen aller Menschen", sagte Peskow. Moskau lehne einen "Wettbewerb der Impfstoffe" ab. "Wir glauben, dass wir alle unsere Kräfte vereinen müssen, damit so viele Menschen wie möglich geimpft werden können." Peskow ließ offen, ob er sich mit seiner Kritik direkt auf die USA bezog. 

16.3.2021 • 13:04 Uhr

Linkspartei fordert zügige Sputnik-V-Zulassung

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat sich nach dem vorläufigen Impfstopp mit AstraZeneca für eine zügige Prüfung auf Zulassung des russischen Sputnik-Impfstoffes ausgesprochen. "Beim Sputnik-Impfstoff darf es keine ideologischen Vorbehalte geben", sagte Bartsch der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger". "Zügig prüfen und zulassen, wenn wirksam und sicher", forderte er. Danach müsse das Vakzin rasch angeboten werden.

Dietmar Bartsch, Linkspartei | AFP

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, fordert nach dem Impfstopp mit AstraZeneca eine zügige Zulassungsprüfung des russischen Sputnik-V-Impfstoffes. Bild: AFP

Zugleich sprach sich Bartsch dafür aus, alle, die dies wollten, auch weiter mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca zu impfen. "Man darf den Bürgern den Schutz vor Corona nicht verwehren, die Prüfung kann parallel laufen", sagte er.

16.3.2021 • 13:02 Uhr

Regierung: AstraZeneca-Stopp war juristisch unumgänglich

Nach Angaben aus Regierungskreisen hatte die Bundesregierung schon aus juristischen Gründen keine Alternative zum vorläufigen Aussetzen der AstraZeneca-Impfungen. Denn nach der Mitteilung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) am Montag hätten ansonsten Körperverletzungs-Klagen gedroht, da es sich um eine staatliche Impfkampagne handele, hieß es in den Kreisen.

Am Montag hatte das PEI insgesamt sieben Fälle einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenenthrombosen unter mehr als 1,6 Millionen Impfungen registriert. Der Anteil der Fälle sei höher als in der Allgemeinbevölkerung, "sodass hier nicht auszuschließen ist, dass wirklich die Ursache in der Impfung liegt", hatte PEI-Präsident Klaus Cichutek dem "ZDF heute journal" gesagt.

Nach der Meldung des PEI sei man verpflichtet gewesen, Ärzte und zu Impfende darüber aufzuklären und die EMA zu informieren, hieß es weiter aus Regierungskreisen. Zudem habe man sich mit anderen EU-Partnern abgestimmt und ihnen die Lage in Deutschland geschildert.

Als eine mögliche EMA-Entscheidung wird in Regierungskreisen eine weitere Nutzung des Impfstoffes mit einer Warnung oder Einschränkung für Thrombose-gefährdete Patienten gesehen.

16.3.2021 • 12:47 Uhr

Söder will Corona-Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat an die Bundesregierung appelliert, für Mallorca-Rückkehrer eine verbindliche Testpflicht einzuführen. "Es wäre sehr sinnvoll zu überlegen, ob man da eine Testpflicht hat", sagte Söder im Anschluss an eine Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Bayern werde sich an seinen Flughäfen entsprechend organisatorisch vorbereiten und ausreichende Testmöglichkeiten vorhalten.

Das Robert Koch-Institut stuft das bei deutschen Touristen beliebte Mallorca nicht mehr als Risikogebiet ein, die Buchungszahlungen stiegen danach gerade für die Osterzeit erheblich an. Söder sagte, Öffnungen wie auf Mallorca machten ihm Sorgen. Er sei skeptisch, ob es an Ostern in Deutschland bereits größere Hotelöffnungen geben könne. Für Pfingsten und den Sommer sei er "allerdings sehr optimistisch".

16.3.2021 • 12:22 Uhr

EMA will sich äußern

Die EU hat eine Pressekonferenz ihrer Arzneimittelbehörde EMA für heute 14 Uhr angekündigt.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird sich womöglich noch im Tagesverlauf zu dem in mehreren Ländern ausgesetzten Corona-Impfstoff von AstraZeneca äußern. Es sei davon auszugehen, dass das zuständige Beratungsgremium noch heute eine Erklärung abgeben werde, sagt WHO-Sprecher Christian Lindmeier.

16.3.2021 • 11:43 Uhr

Müller kritisiert höheren Richtwert für Notbremse in Brandenburg

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, hat die Entscheidung der brandenburgischen Landesregierung kritisiert, den Inzidenzwert, ab den die Corona-Notbremse greift, auf 200 heraufzusetzen. Bund und Länder hatten sich eigentlich auf einen Richtwert von 100 geeinigt. Dann sollen Beschränkungen wieder verschärft werden.

"Es gibt gute Gründe dafür, dass wir uns an der 100 orientieren", sagte Müller dem Online-Portal "Watson". Es sei schwierig, wenn "Ministerpräsidenten in den ersten Stunden nach der Konferenz einen eigenen Weg gehen".

Müller betonte zudem, dass die Ausnahmeregelung in Brandenburg auch für benachbarte Bundesländer zum Problem werden könne: "Nicht nur für uns in Berlin kann das Auswirkungen haben, auch für Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt."

16.3.2021 • 11:37 Uhr

TUI verdoppelt Mallorca-Flüge zu Ostern

Mallorca ist kein Corona-Risikogebiet mehr und dementsprechend hoch ist laut des Reiseanbieters TUI die Nachfrage für Urlaubsreisen. In den vergangenen Tagen habe es doppelt so viele Buchungen gegeben wie im gleichen Zeitraum 2019.

"Wir haben uns daher entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und bieten jetzt über 300 Hin- und Rückflüge an", teilte der Geschäftsführer von TUI Deutschland, Marek Andryszak, mit. Die ersten Flüge sollen am 21. März in Hannover, Düsseldorf, Frankfurt und neuerdings Stuttgart abheben. Vom 26. März an steuert Tuifly die Baleareninsel nun auch von München aus an. Der Reiseveranstalter weitet außerdem sein Hotelangebot auf Mallorca aus.

16.3.2021 • 11:22 Uhr

Greiz verschärft Corona-Beschränkungen wieder

In der thüringischen Region rund um die Stadt Greiz liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen derzeit um die 500. Die Auflagen werden verschärft, die Politik fordert nun mehr Impfstoff für den Landkreis.

16.3.2021 • 11:16 Uhr

BioNTech und Pfizer wollen schneller Impfstoff liefern

Um dem Mangel an Corona-Impfstoff möglichst vorzubeugen, wollen die Hersteller BioNTech und Pfizer zehn Millionen Impfdosen früher an die EU liefern als geplant. Das teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit. Insgesamt würden damit von April bis Juni insgesamt 200 Millionen Impfdosen von BioNTech und Pfizer für die EU-Staaten bereitgestellt.

"Das ist eine gute Nachricht. Es gibt den Mitgliedsstaaten Spielraum, um mögliche Lücken bei den Lieferungen zu stopfen", so von der Leyen. Gerade Länder, die vor allem auf den Impfstoff von AstraZeneca gesetzt hatten und mit diesen Impfungen nun aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen pausieren, drohten nun Engpässe.

16.3.2021 • 10:53 Uhr

Lettland will vorerst nicht mit AstraZeneca impfen

Auch Lettland stoppt die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca. Laut Gesundheitsbehörde will das Land die Untersuchungen der EU zu möglichen Nebenwirkungen des Vakzins abwerten. Zunächst seien die Impfungen voraussichtlich für zwei Wochen ausgesetzt.

16.3.2021 • 10:48 Uhr

Hamburg will Impftermine doch einhalten

Trotz des vorübergehenden Stopps für AstraZeneca will Hamburg ab morgen die bereits vereinbarten Impftermine einhalten. Dies sei durch eine Umstellung der Impforganisation und die Verwendung andere Impfstoffe möglich, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Allerdings sollen vorerst keine neuen Termine vergeben werden.

16.3.2021 • 10:40 Uhr

Kutschaty plädiert für Spahns Entlassung

Der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty hat gegenüber dem "Spiegel" die Entlassung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gefordert.

Spahn habe das Vertrauen in die Gesundheitspolitik schwer geschädigt, so Kutschaty. Die Entscheidung, die AstraZeneca-Impfungen auszusetzen sei ein "Desaster".

16.3.2021 • 10:35 Uhr

Deutschland hat 2020 Klimaziel eingehalten

Auch infolge der Pandemie konnte Deutschland im vergangenen Jahr die Klimaziele erfüllen. Das geht aus der Klimabilanz hervor, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) vorstellte. Demnach lagen die CO2-Emissionen im vergangenen Jahr um 40,8 Prozent unter dem Stand von 1990 und um 8,7 Prozent unter dem Stand von 2019.

Nach Schätzungen des UBA ist etwa ein Drittel des Emissionsrückgangs auf die Corona-Pandemie und deren Folgen zurückzuführen. Besonders in den Sektoren Energie und Verkehr seien die Emissionen zurückgegangen

16.3.2021 • 10:20 Uhr

Auch Schweden setzt Impfungen mit AstraZeneca aus

Schweden schließt sich den Ländern an, die bereits die Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca gestoppt haben. Und das, obwohl der Hersteller teils schwedisch ist.

Der Schritt sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, so der Staatsepidemiologe Anders Tegnell. Laut Gesundheitsbehörde sollen die Impfungen so lange pausieren, bis die Untersuchungen der Europäischen Arzneimittelbehörde zu möglichen Nebenwirkungen des Vakzins abgeschlossen sind.

Bei mehreren Patienten, die mit dem Wirkstoff geimpft worden waren, hatten sich anschließend gefährliche Blutgerinnsel gebildet. Ein Zusammenhang mit der Impfung ist bisher aber nicht nachgewiesen.

16.3.2021 • 10:01 Uhr

Zehntausende Impf-Termine in Hamburg fallen aus

Die Aussetzung der AstraZeneca Impfungen sei "der richtige Schritt", so die Hamburger Gesundheitsbehörde. Doch in der Hansestadt mussten als Konsequenz mehr als 25.000 Termine für Impfungen abgesagt werden, wie Svea Eckert berichtet.

16.3.2021 • 09:54 Uhr

Party trotz Lockdown - Strafen für Erasmus-Studenten

In der griechischen Stadt Thessaloniki hat eine Gruppe von Erasmus-Studenten trotz geltender Kontaktbeschränkung eine Party gefeiert. Die Polizei löste die Feier der 14 französischen Austauschstudenten in der Nacht zu Dienstag auf. Mehrere Studenten hatten versucht, sich vor den Beamten zu verstecken - unter Betten, im Schrank oder auf dem Balkon.

Die Gastgeberin wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen und muss nun eine Strafe von 3000 Euro zahlen. Pro Gast verhängte die Polizei eine Geldbuße über 300 Euro.

16.3.2021 • 09:46 Uhr

Thailands Ministerpräsident mit AstraZeneca geimpft

Am Freitag hatte Thailand sich ebenfalls entschieden, vorerst nicht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca impfen zu wollen. Nun erhielten Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha und Mitglieder seines Kabinetts doch die Impfung mit dem Vakzin.

"Es wurde verifiziert, dass es durch den AstraZeneca-Impfstoff keine schlechte Reaktion gibt", so Prayut Chan-o-cha. Durch seine Impfung solle das Vertrauen der Bevölkerung in den Impfstoff wieder gestärkt werden.

Der thailändische Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha wird gegen das Coronavirus geimpft. | via REUTERS

Bild: via REUTERS

16.3.2021 • 09:37 Uhr

Neue Virus-Variante in Frankreich?

Eine Mitteilung des französischen Gesundheitsministeriums zufolge ist in der Bretagne offenbar eine weitere Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Ersten Angaben zufolge soll sie aber nicht ansteckender sein als bereits entdeckte Mutanten.

16.3.2021 • 09:25 Uhr

Lauterbach beklagt Impfstopp als unglückliche Entscheidung

Der Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, hat den Stopp der Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca in Deutschland als "unglückliche Entscheidung" bezeichnet. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF erklärte der Politiker: "Wir müssen die Gesamtschau hinzuziehen. Wir sind derzeit im Beginn einer schweren dritten Welle. Und auf der Grundlage der Zwischenfälle, die wir jetzt kennen, überwiegt natürlich der Nutzen des Impfstoffes, insbesondere bei den Älteren."

Lauterbach stellte klar, dass die Bundesregierung auch anders hätte entscheiden können: "Das ist keine Kritik an Jens Spahn, es ist aber aus meiner Sicht eine unglückliche Entscheidung." Das Vertrauen in den Impfstoff sei wieder herstellbar, "wenn wir vollkommen transparent und offen mit diesen Daten umgehen". Bei der Abwägung der Risiken für den Einzelnen stellt Lauterbach den Nutzen der Impfung für die Gesamtbevölkerung in den Vordergrund. Lauterbach: "Ich würde es richtig finden, wenn der Nutzen für die Gruppe stärker in den Vordergrund geraten würde."

16.3.2021 • 09:16 Uhr

Wegen AstraZeneca-Stopp: Impfgipfel wird verschoben

Der für Mittwoch geplante Impfgipfel von Bund und Ländern wird verschoben, um die Entscheidung der EMA über den Impfstoff von AstraZeneca abzuwarten. Der vorübergehende Stopp des Vakzins ist unter Experten umstritten.

16.3.2021 • 09:05 Uhr

Bundeselternrat fordert tägliche Schnelltests an Schulen

Der Bundeselternrat fordert angesichts wieder stark steigender Corona-Fallzahlen tägliche Schnelltests für Kinder und Jugendliche, die in die Schulen kommen. Es müsse tägliche Testungen an den Schulen für die Schüler, Schülerinnen und aller in der Schule Beschäftigten geben, sagt Vorstandsmitglied Sabrina Wetzel den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Weitere nötige Maßnahmen seien der Einbau von Lüftungsanlagen, Hygienekonzepte, der Einsatz zusätzlicher Verkehrsmittel vor allem im ländlichen Raum, sowie kleine Klassenverbände durch Wechselunterricht. Der Besuch der Schule müsse sicher sein. "Die steigenden Inzidenzwerte machen den Eltern Sorgen", sagt Wetzel.

16.3.2021 • 08:54 Uhr

Corona-Krise bremst Güterumschlag

Die Virus-Pandemie hat den Warenhandel an deutschen Seehäfen 2020 gedrückt. Insgesamt wurden 275,7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen und damit 6,4 Prozent weniger als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamtmitteilte. Dabei ging der Versand ins Ausland mit 1,4 Prozent deutlich weniger stark zurück als die empfangene Gütermenge (-9,2 Minus). Auch der für den Seeverkehr wichtige Containerumschlag entwickelte sich 2020 rückläufig und lag mit 14 Millionen Standardcontainer (TEU Twenty-foot-Equivalent-Unit) rund 6,9 Prozent unter dem Vorjahr.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinträchtigten den Seeverkehr deutlich. Der Güterumschlag ging im ersten Quartal - und damit noch vor den ersten größeren Corona-Beschränkungen - moderat zurück (-3,6 Prozent). In den Monaten April bis Juli 2020 gab es dann zweistellige Rückgänge. Ab August 2020 flachte das Minus jeweils ab und mit November drehte der Güterumschlag der Seeschifffahrt im Vorjahresvergleich dann erstmals ins Plus (+3,7 Prozent). Für das gesamte vierte Quartal 2020 verbuchten die Seehäfen 2,8 Prozent mehr Güterumschlag.

Die deutschen Seehäfen waren unterschiedlich stark betroffen. Der Güterumschlag 2020 des bedeutendsten deutschen Standorts Hamburg (109,2 Millionen Tonnen) ging mit 6,8 Prozent stärker zurück als der in Bremerhaven (46,6 Millionen Tonnen, -2,1 Prozent) und Wilhelmshaven (22,8 Millionen Tonnen, -1,2 Prozent). Rostock verzeichnete ein leichtes Plus (20,1 Millionen Tonnen, +0,7 Prozent).

16.3.2021 • 08:36 Uhr

Weniger Beschäftigte in der deutschen Industrie

Die deutsche Industrie beschäftigt wegen der Corona-Krise deutlich weniger Mitarbeiter. Ende Januar waren rund 5,4 Millionen Menschen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten tätig. Das seien knapp 161.000 oder 2,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat Dezember gab es ein Minus um 0,7 Prozent.

Einen Rückgang gab es in fast allen Branchen. "Am stärksten sank die Beschäftigtenzahl in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 6,6 Prozent", hieß es. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen gab es ein Minus von 5,0 Prozent im Vergleich zum Januar 2020, bei den Maschinenbauern von 4,8 Prozent und in der Fahrzeugindustrie von 3,8 Prozent. Wenig verändert hat sich die Zahl in der Chemiebranche mit minus 0,5 Prozent. Die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln meldeten sogar einen Anstieg von 1,4 Prozent. Kurzarbeitende zählen jeweils als Beschäftigte, weshalb sich Veränderungen bei der Kurzarbeit nicht in den Beschäftigtenzahlen niederschlagen

16.3.2021 • 08:29 Uhr

Chefvolkswirt: AstraZeneca-Stopp verzögert Aufschwung

Der Stopp für den AstraZeneca-Impfstoff verzögert Experten zufolge die wirtschaftliche Erholung in Deutschland. "Die Entscheidung ist ein kurzfristiger Gamechanger, da dadurch nicht nur die Impfstrategie weiter verzögert wird, sondern auch weil es langfristig deutlich weniger Menschen geben wird, die AstraZeneca freiwillig nehmen werden", sagt ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski der Nachrichtenagentur Reuters.

"Damit wird es auch nach Ostern wohl keine Lockerungen geben." Im Gegenteil: Die dritte Corona-Welle scheine bereits anzurollen und damit neue Lockdown-Maßnahmen. Es werde jetzt davon abhängen, wie viele andere Impfstoffe zugelassen und produziert werden können - und wie schnell. "Zusammengefasst: Mit der gestrigen Entscheidung verzögert sich der Konjunkturaufschwung wieder einmal, denn aktuell ist Konjunktur halt kaum etwas anderes als Impfstoff, Lockdown und Lockerungen", so Brzeski.

16.3.2021 • 08:18 Uhr

Lindner fordert Aufarbeitung der Impf-Kampagne

FDP-Chef Christian Lindner fordert eine Aufarbeitung des schleppenden Impfstarts in Deutschland. "Im nächsten Bundestag werden wir entscheiden, wie wir diese Pandemie aufarbeiten", sagte Lindner zu RTL/ntv. "Die erste Option ist eine Art Expertenkommission, Parlament mit Praktikern und Wissenschaftlern. Und die andere Option ist ein Untersuchungssausschuss, der auch mit Mitteln der Strafprozessordnung arbeitet, der Zeugen vorladen kann, der Akteneinsicht einfordern kann."

Die Bundesregierung habe unnötig Menschenleben in Gefahr gebracht. "Dieser Staat muss sich fragen, ob die Schäden und vor allen Dingen die beklagenswerten Sterbefälle, nicht teilweise hätten reduziert werden können." Mit schnelleren Impfungen "wäre gerade bei den besonders schutzbedürftigen Menschen viel Leid reduziert worden, dann hätte man den Menschen viel Leid ersparen können."

16.3.2021 • 08:00 Uhr

RKI meldet 5480 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut meldet 5480 Neuinfektionen in Deutschland. Hinzu kommen 238 neue Corona-Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.581.329 nachgewiesene Infektionen dem Virus. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt damit auf 73.656. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 83,7 (Vortag 82,9). Vor etwa vier Wochen, am 16. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 59 gelegen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,15 (Vortag 1,19). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 115 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

16.3.2021 • 07:30 Uhr

RKI-Experte warnt vor exponentiellem Wachstum

Der RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann sieht das Infektionsgeschehen in Deutschland wieder in einem exponentiellem Wachstum und hat die Lockdown-Lockerungen scharf kritisiert. Die Ausbreitung habe im Vergleich zur Vorwoche um 20 Prozent zugenommen, so Brockmann im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Das heißt, wir sind genau in der Flanke der dritten Welle. Da gibt es gar nichts zu diskutieren. Und in diese Flanke hinein wurde gelockert. Das beschleunigt noch einmal dieses exponentielle Wachstum, das wir sowieso schon vor den Lockerungen gesehen haben."

Nach seiner Auffassung gehe man in Deutschland derzeit ins exponentielle Wachstum hinein. Dies werde auch noch durch Lockerungen befeuert. "Das heißt, das ist total irrational gewesen, hier zu lockern. Das befeuert nur das exponentielle Wachstum. Und wir müssen nun sehen, was die nächsten Tage bringen", sagte Brockmann.

16.3.2021 • 07:12 Uhr

Lauterbach: "AstraZeneca-Impfstoff nicht ersetzbar"

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagt, dass der komplette Ausfall der Impfungen mit AstraZeneca eine "Katastrophe" wäre. Dieser sei bis zum Sommer durch keinen anderen Impfstoff ersetzbar, so Lauterbach im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Der Grünen-Politiker Janosch Dahmen schlägt vorübergehend Impfungen auf freiwiliger Basis vor:

16.3.2021 • 06:50 Uhr

Indien: Erneut viele Neuinfektionen

Indien verzeichnet mit 24.492 Neuinfektionen den sechsten Tag in Folge wieder mehr als 20.000 bestätigte Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt damit auf 11,41 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das ist der dritthöchste Wert weltweit nach den USA und Brasilien.

Indien: Ein Mann wird auf das Coronavirus getestet. | dpa

Die Corona-Lage in Indien bleibt angespannt. Die Behörden melden den sechsten Tag in Folge wieder mehr als 20.000 bestätigte Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Bild: dpa

Die Zahl der Todesfälle erhöht sich den Angaben zufolge um 131 auf 158.856. Zuletzt stiegen die Infektionszahlen in Indien wieder an. Die Regierung macht dafür größere Menschenansammlungen und eine in der Bevölkerung verbreitete Abneigung gegen das Tragen von Masken verantwortlich und hat in einigen Landesteilen die Eindämmungsmaßahmen wieder verschärft.

16.3.2021 • 06:33 Uhr

Vierter Gesundheitsminister in Pandemie in Brasilien

Auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie in Brasilien hat Präsident Jair Bolsonaro wieder einen neuen Gesundheitsminister angekündigt - es ist bereits der vierte Gesundheitsminister in der Pandemie. Er habe den derzeitigen Präsidenten der Brasilianischen Gesellschaft für Kardiologie (SBC), Marcelo Queiroga, eingeladen, das Gesundheitsministerium zu übernehmen, schrieb Bolsonaro auf Twitter.

Der Kardiologe soll General Eduardo Pazuello ersetzen. Vor diesem waren seit Beginn der Pandemie Luiz Henrique Mandetta und Nelson Teich im Amt. Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Mehr als 11,5 Millionen Menschen haben sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 279.286 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

16.3.2021 • 06:30 Uhr

China will 300.000 Impfdosen für UN-Friedenstruppen spenden

China will 300.000 Dosen Corona-Impfstoff für UN-Friedenstruppen spenden. Prioritär sollen nach Angaben des Botschafters Einsatzkräfte von Blauhelmmissionen auf dem afrikanischen Kontinent geimpft werden - etwa die Hälfte der aktuellen Missionen laufen in Afrika. Die Spende wurde in einem Schreiben Zhang Juns an UN-Generalsekretär Antonio Guterres bekanntgegeben, wie die Volksrepublik mitteilte.

Der chinesische Außenminister Wang Yi hatte bereits bei einem Treffen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen im Februar die Absicht Pekings verkündet, Impfstoffe zu spenden. China sei die Sicherheit der Friedenstruppen ein wichtiges Anliegen. Die Spende sei ein weiterer Schritt, Chinas Impfstoffe zu einem öffentlichen Gut zu machen, zudem eine Demonstration der Unterstützung der Vereinten Nationen und des Multilateralismus.

16.3.2021 • 04:57 Uhr

Jamaika erhält als erste Karibik-Insel Impfungen von Covax

Als erstes Land in der Karibik hat Jamaika Impfstoffe gegen das Coronavirus von der internationalen Covax-Initiative erhalten. 14.400 Dosen vom Hersteller AstraZeneca seien am Montag in der Hauptstadt Kingston eingetroffen, teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Bis Mai sollen demnach 124.800 Impfdosen erhalten. "Wir sind froh, dass Jamaika als erstes Land in der Karibik Impfungen von Covax erhält", sagte Gesundheitsminister Christopher Tufton. "Impfungen haben sich als unbestreitbare Erfolgsgeschichte im Instrumentarium des Gesundheitswesens erwiesen, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen."

16.3.2021 • 04:36 Uhr

Australien impft weiter mit AstraZeneca

Australien setzt seine Impfkampagne mit dem AstraZeneca-Vakzin trotz Bedenken über mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen in Europa fort. "Während die Europäische Arzneimittelbehörde diese Ereignisse untersucht, hat sie ihre Ansicht bekräftigt, dass der Impfstoff von AstraZeneca erfolgreich vor Covid-19 schützt und weiterhin in der Impfkampagne verwendet werden sollte", sagt der Oberste Gesundheitsbeamte Paul Kelly.

16.3.2021 • 04:31 Uhr

Ein Jahr nach Corona-Rückholaktion noch Tausende Rechnungen offen

Ein Jahr nach Beginn der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Bundesregierung mit 17,9 Millionen Euro erst ein Fünftel der Gesamtkosten von den Passagieren abkassiert. Ziel ist es, sich etwa das Doppelte von den 67.000 wegen der Corona-Krise gestrandeten Deutschen und EU-Bürgern zurückzuholen, die von der Regierung nach Hause gebracht wurden. Etwa 21.000 Rechnungen wurden aber noch gar nicht verschickt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt erfuhr. Begründet wird das mit dem großen bürokratischen Aufwand und den erschwerten Arbeitsbedingungen wegen der Corona-Pandemie.

16.3.2021 • 03:44 Uhr

Giffey dringt auf mehr Corona-Tests vor Kita- und Schulbesuch

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat eine Ausweitung der Corona-Tests vor dem Besuch von Kitas und Schulen gefordert. "Solange flächendeckendes Impfen noch nicht geht, muss das Testen vor dem Besuch von Kitas und Schulen, aber auch von Kinder- und Jugendeinrichtungen ausgeweitet werden", sagte Giffey dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Selbsttests sollten dabei sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für das Personal zur Anwendung kommen, um mehr Sicherheit für alle zu gewährleisten und Infektionsketten zu unterbrechen."

16.3.2021 • 03:23 Uhr

US-Staat Mississippi lässt alle ab 16 Jahren zur Corona-Impfung zu

Im US-Staat Mississippi können sich von heute (Ortszeit) an alle Einwohner ab 16 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. "Holt euch eure Impfungen, Freunde - und lasst uns zur Normalität zurückkehren!", erklärte der republikanische Gouverneur Tate Reeves. Alle neuen Termine stünden nun sämtlichen Bürgern offen. Zuletzt waren in Mississippi alle Menschen ab 50 Jahren und angehörige bestimmter Berufsgruppen sowie Menschen ab 16 mit besonderer Anfälligkeit für schwere Krankheitsverläufe für Impfungen zugelassen. Die Menschen ab 50 Jahren rief Reeves am Montag auf, noch schnell Termine für Impfungen zu vereinbaren, bevor sich alle dafür anmelden könnten.

16.3.2021 • 03:08 Uhr

Auch Spanien setzt Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich aus

Nach Deutschland und anderen Ländern hat auch Spanien die Corona-Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca vorsorglich ausgesetzt. Der Impfstoff werde nicht eingesetzt, bis die Europäische Arzneimittel-Behörde und der Sicherheitsausschuss der Behörde einen detaillierten Bericht über die gemeldeten Fälle von Thrombosen der Hirnvenen nach Impfungen mit dem AstraZeneca-Präparat vorgelegt habe, sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias. Dass die Fälle von Thrombosen nach Impfungen gemeldet und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden seien, unterstreiche die Sicherheit des Impfsystems, betonte Darias. Neben Spanien setzten am Abend auch Portugal, Slowenien und Lettland die Impfungen mit AstraZeneca aus.

16.3.2021 • 03:08 Uhr

Montgomery: AstraZeneca ist "guter und wirksamer Impfstoff"

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery zieht den vorläufigen Stopp für Impfungen mit AstraZeneca in Zweifel und fürchtet einen Image-Schaden für das Vakzin. "Dass Menschen Thrombosen und Lungenembolien bekommen, muss nicht unbedingt etwas mit der Impfung zu tun haben", sagt Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die internationalen Studien, die ihm bekannt seien, besagten, dass die Thrombose-Häufigkeit in der Placebo-Gruppe und in der Gruppe mit dem Impfstoff etwa gleich gewesen sei. "Unter dem Strich ist es leider so, dass dieser eigentlich gute und wirksame Impfstoff durch den Wirbel und die Impf-Aussetzung in vielen Ländern nicht gerade eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung gewinnt." Trotzdem sei es richtig, dass die nationalen Behörden die Verdachtsfälle auf schwere Nebenwirkungen prüfen.