Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei einer Sitzung des bayerischen Kabinetts.  | dpa
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Corona-Pandemie ++ "Von Spieltag zu Spieltag" entscheiden +

Stand: 22.04.2020 00:03 Uhr

Laut Bayerns Regierungschef Söder hat die Fußball-Bundesliga ein anspruchsvolles Hygienekonzept vorgelegt. NRW-Ministerpräsident Laschet strebt im Mai weitere Lockerungen in der Corona-Krise an. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Söder hält Hygienekonzept der Liga für prüfenswert
  • Laschet strebt Lockerungen im Mai an
  • Merkel weist Vorwürfe in Lockerungsdebatte zurück
  • Bund gibt weitere Milliarden für Schutzausrüstung frei
  • Berlin erlaubt Gottesdienste im kleinen Kreis
  • Prozess um Fußball-WM-Affäre von 2006 weiter ausgesetzt
  • Handball-Bundesliga bricht Saison ab
22.4.2020 • 00:03 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir das Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

21.4.2020 • 22:44 Uhr

Söder: "Liga hat detailliertes Konzept vorgelegt"

Bayerns Ministerpräsident Söder hält die Austragung von Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga bald wieder für vertretbar. "Die Liga hat - für mich überraschend - ein sehr, sehr detailliertes Konzept vorgelegt. Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben. Das lohnt, das zu überprüfen", sagte Söder in den tagesthemen. Es könne sich dabei allerdings nicht um einen "Blankoscheck" handeln, sondern die Hygienemaßnahmen müssten ständig überprüft werden. Auch kleinere Vereine müssten in der Lage sein, die Auflagen einzuhalten. Und der Personenkreis müsse kontrollierbar sein. "Ich kann mir vorstellen, dass wir uns von Spieltag zu Spieltag entwickeln." Neben Bundesländern und Gesundheitsministerium müsse auch das Robert Koch-Institut (RKI) mit seiner Expertise das Konzept jetzt prüfen. "Letztlich muss das RKI sein 'Go' geben", so Söder.

Mit Blick auf das Oktoberfest sagte Söder, aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus wäre es unverantwortlich gewesen, das Fest nicht abzusagen.

21.4.2020 • 21:14 Uhr

EU-Ratschef Michel fordert Reformen

EU-Ratschef Charles Michel hat für die Zeit nach der Corona-Krise Reformen für eine stärkere, effizientere und schlagkräftigere Europäische Union gefordert. Dies geht aus einem "Fahrplan für den Aufschwung" hervor, den Michel zusammen mit der Einladung für den EU-Gipfel am Donnerstag veröffentlichte. Grundlage für eine künftige Zusammenarbeit seien gemeinsame Werte, vor allem Respekt für Rechtsstaatlichkeit und die Menschenwürde. Die Union müsse ihre eigenen Regeln und Arbeitsweisen überdenken.

Zudem rief Michel die Staats- und Regierungschefs dazu auf, das bereits vereinbarte Hilfspaket im Umfang von bis zu 540 Milliarden Euro auch offiziell zu billigen.

21.4.2020 • 21:00 Uhr

USA: Einigung auf weiteres Milliarden-Hilfsprogramm

In den USA haben sich Republikaner und Demokraten nach Angaben des Mehrheitsführers im Senat auf ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar (441,7 Milliarden Euro) geeinigt. Das entsprechende Gesetzespaket solle nun rasch verabschiedet werden, erklärte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell. Auch die Demokraten und die Regierung erklärten ihre Zustimmung.

Das Parlament hatte im März bereits ein umfassendes Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen.

21.4.2020 • 20:42 Uhr

Laschet: "Über weitere Maßnahmen nachdenken"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet strebt im Mai weitere Lockerungen in der Corona-Krise an. Bund und Länder sollten sich bei ihrem nächsten Treffen am 30. April darauf einigen, sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zwar wisse man dann noch nicht, wie die bereits beschlossenen Lockerungen sich auswirkten. "Ich glaube trotzdem, dass man noch einmal über ein paar weitere Maßnahmen nachdenken muss", sagte er der Zeitung. Der Ministerpräsident nannte Sportangebote für Jugendliche. Weitere Öffnungen müssten auch Kindertagesstätten, Spielplätze und Schulen betreffen. Laschet kritisierte, dass die Lebenswirklichkeit vieler Kinder durch die Corona-Politik aus dem Blick geraten sei.

Auch Familienministerin Franziska Giffey hatte bereits eine vorsichtige Öffnung von Spielplätzen - insbesondere in Städten - ins Gespräch gebracht. Alle Kinder bräuchten Bewegung und freies Spiel, hatte sie argumentiert. Auch die Eltern bräuchten eine Perspektive, sagte sie im ARD-Extra zur Corona-Krise:

21.4.2020 • 20:23 Uhr

Missouri verklagt China wegen Pandemie

Der US-Staat Missouri hat die chinesische Regierung wegen der Ausbreitung des Coronavirus verklagt. Generalstaatsanwalt Eric Schmitt reichte bei einem Bezirksgericht in Missouri Klage ein. Chinesische Funktionäre seien "verantwortlich für die gewaltigen Tode, Leiden und wirtschaftlichen Verluste, die sie der Welt zufügten, darunter den Einwohnern Missouris", heißt es darin.

"Die chinesische Regierung log die Welt über die Gefahr und ansteckende Art von Covid-19 an, brachte Whistleblower zum Schweigen, und tat wenig, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen", schrieb die Generalstaatsanwaltschaft. Sie müssten zur Verantwortung gezogen werden. Die Generalstaatsanwaltschaft fordert Entschädigung in ungenannter Höhe für Todesfälle in Missouri und für die Belastungen für die Wirtschaft des Bundesstaats durch das Virus.

21.4.2020 • 19:58 Uhr

Frankreich meldet 531 Todesfälle an einem Tag

Frankreich hat 531 neue Todesfälle infolge einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Insgesamt liege die Zahl bei 20.769 Toten, teilten die französischen Gesundheitsbehörden in Paris mit.

Der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon, verwies auf den positiven Trend, dass die Zahl der Corona-Infizierten in Krankenhäusern und in intensivmedizinischer Behandlung weiterhin langsam sinke. 

21.4.2020 • 19:31 Uhr

Niederlande öffnen Schulen und Kitas am 11. Mai

Die Niederlande wollen vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen vornehmen, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte an. Am 11. Mai würden Grundschulen und Kitas wieder geöffnet werden. Höhere Schulen sollen am 1. Juni folgen. Kinder sollten zunächst nur in kleinen Gruppen Unterricht bekommen. Zudem dürfen Kinder und Jugendliche in Vereinen wieder Sport treiben.

Das Verbot von öffentlichen Großveranstaltungen gelte in den Niederlanden bis zum 1. September, so Rutte. Dies schließe auch die Spiele im Profifußball ein. Damit ist die Spielzeit für beide Ligen vorzeitig beendet. Zunächst galt das Verbot bis zum 1. Juni.

21.4.2020 • 19:29 Uhr

Bericht: Sonderprämie für Pflegekräfte könnte wackeln

Die geplante Sonderprämie von 1500 Euro für Altenpflegekräfte könnte laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" an einer ungeklärten Finanzierung scheitern. Gegen die bisher erwartete Finanzierung durch die beitragsfinanzierte Pflegeversicherung habe sich in den Krankenkassen massiver Widerstand formiert.

"Es kann nicht sein, dass allein die Beitragszahler hierfür aufkommen müssen", zitiert das Blatt die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassen-Verbands VDEK, Ulrike Elsner. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, sagt der Zeitung: "Die symbolische Anerkennung für systemrelevante Berufsgruppen, die jetzt in Corona-Krise verstärkt gefordert sind, muss deshalb vom Bund oder von den Ländern kommen, etwa über zweckgebundene Zuschüsse für die Soziale Pflegeversicherung."

21.4.2020 • 19:00 Uhr

Dauerbrenner-Themen der Parteien

Soli abschaffen, mehr Geld für Pflegekräfte, Vermögenssteuer - in der Corona-Krise fordern die Parteien Altbekanntes. 

21.4.2020 • 18:50 Uhr

Merkel: "Wir müssen da die richtige Balance finden"

Kanzlerin Angela Merkel hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie wolle eine öffentliche Debatte über einen Weg aus den harten Beschränkungen in der Corona-Krise unterdrücken. Es sei selbstverständlich, dass es eine öffentliche und breite Diskussion darüber gebe, wie man wieder hinein in mehr gesellschaftliches Leben komme, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer Videoschalte der Unionsfraktion im Bundestag. Zugleich betonte sie: "Wir müssen da die richtige Balance finden."

Merkel hatte die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen am Vortag scharf kritisiert und in einer CDU-Präsidiumssitzung unter anderem von "Öffnungsdiskussionsorgien" gesprochen.

21.4.2020 • 18:38 Uhr

Italien: Zahl der Neuinfektionen steigt

In Italien steigt die Zahl der bekannten Neuinfektionen wieder schneller und liegt bei 2729 nach 2256 am Vortag. Auch werden wieder mehr neue Todesfälle verzeichnet, 534 nach 454. Insgesamt sind damit 24.648 Tote und 183.957 Erkrankungen bekannt, teilt das Katastrophenschutzamt mit.

21.4.2020 • 18:07 Uhr

Dehoga: Vielen Gastronomiebetrieben droht Pleite

Seit dieser Woche dürfen erste Geschäfte nach der Corona-Pause ihre Türen wieder öffnen. In der Gastronomie sieht das anders aus: Kneipen, Gaststätten und Biergärten müssen weiter warten - vielleicht zu lange, warnt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga.

21.4.2020 • 17:58 Uhr

Spanien lockert Ausgangssperren für Jüngere

Die spanische Regierung hat die Corona-Einschränkungen für Kinder unter 14 Jahren leicht gelockert. Vom kommenden Montag an dürften Kinder einen Erwachsenen bei Besorgungen etwa in den Supermarkt, die Apotheke oder zur Bank begleiten, sagte Regierungssprecherin María Jesús Montero nach einer Kabinettssitzung in Madrid.

In Spanien gilt seit dem 14. März eine der striktesten Ausgangssperren der Welt - insbesondere für Kinder, die bisher permanent zu Hause bleiben mussten.

21.4.2020 • 17:48 Uhr

Weitere 7,8 Milliarden Euro für Schutzausrüstung

Das Bundesfinanzministerium hat in der Corona-Krise weitere 7,8 Milliarden Euro zur Beschaffung von Schutzausrüstung freigegeben. Das geht aus einem Brief des Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Darin heißt es: "Angesichts des Ausbruchsgeschehens werden die Mittel zur Aufrechterhaltung der Vorsorgung im Gesundheitswesen benötigt." Denn der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung, Beatmungsgeräten und anti-viralen Mitteln sei unvermindert hoch. Das dafür bisher veranschlagte Volumen von etwa fünf Milliarden Euro werde deutlich überschritten.

Haushaltsexperten zufolge sind die Mittel durch den zuletzt verabschiedeten Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro abgedeckt. Darin sind 55 Milliarden Euro als Puffer für zusätzliche Maßnahmen der Pandemiebekämpfung vorgesehen. Dieser wird sich dann um die nun benötigten acht Milliarden Euro reduzieren.

21.4.2020 • 17:22 Uhr

Debatte um Obduktionen von Toten

Nach einigem Zögern werden nun mehr am Coronavirus Verstorbene obduziert. Erste Ergebnisse liegen NDR, WDR und SZ vor. 

21.4.2020 • 17:14 Uhr

Norwegen sagt Abschlussprüfungen für Schüler ab

Die norwegische Regierung hat aufgrund des Corona-Ausbruchs alle schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen für Schüler der Oberstufenklassen abgesagt. Bildungsministerin Guri Melby sagte in einer Pressekonferenz, die Zeugnisse der Schüler würden auf Basis ihrer bisherigen Leistungen ausgestellt. Der Fernunterricht würde bis zu den Sommerferien weiterlaufen. Die Prüfungen für sogenannte Privatisten - also Schüler, die sich auf eine Abschlussprüfung vorbereiten, ohne die Schule zu besuchen - wurden nicht abgesagt.

Nach der Schließung aller Schulen im März können demnach die ersten vier Jahrgänge ab Montag wieder in die Schule gehen. Für die älteren Schüler laufe der Heimunterricht weiter.

21.4.2020 • 17:05 Uhr

NRW weitet Rettungsschirm für öffentliche Infrastruktur aus

Nordrhein-Westfalen weitet den Rettungsschirm zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie aus. Das Land stellt Kreditbürgschaften von insgesamt zehn Milliarden Euro für öffentliche und soziale Infrastruktur wie Flughäfen, Verkehrsgesellschaften und Krankenhäuser bereit. Das hat das Landeskabinett beschlossen.

Mit den Bürgschaften solle auch die Versorgung der Kommunen mit Liquidität gesichert werden, sagte der nordrhein-westfälische Finanzminister Lutz Lienenkämper. Dies sei eine Lücke bei den bisherigen Hilfen gewesen.

21.4.2020 • 17:02 Uhr

UN warnen vor Pandemie-Folgen für Ernährungssicherheit

Die für Landwirtschaft und Ernährung zuständigen UN-Organisationen warnen vor Auswirkungen der Corona-Krise auf die globale Ernährungssicherheit. Die Pandemie betreffe schon jetzt das gesamte System und habe Auswirkungen auf Produktion, Lieferungen und Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, erklärten die Welternährungsorganisation FAO, das Welternährungsprogramm WFP und der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung IFAD in Rom. Die reichen Industriestaaten müssten dafür sorgen, dass die Märkte stabil blieben, heißt es in einer auch von der Weltbank mitveröffentlichten Stellungnahme der G20-Agrarminister.

Bewegungseinschränkungen durch die Pandemie bedrohten die Nahrungsmittellogistik, Versorgungsketten und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln, warnen die UN-Organisationen. Von den Folgen seien besonders Menschen in den ärmsten Ländern betroffen.

21.4.2020 • 16:53 Uhr

Türkei plant Lockerungen ab Mitte Mai

Die türkische Regierung will nach dem Ramadan und damit in der zweiten Mai-Hälfte möglichst mit einer Lockerung der Maßnahmen beginnen. "Diese Pandemie ist von ihren wirtschaftlichen Folgen her die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg", zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Präsident Recep Tayyip Erdogan.

In der Türkei wurden zuletzt 100.000 Infektionen verzeichnet und 2140 Tote.

21.4.2020 • 16:47 Uhr

UEFA rät Verbänden zum Saison-Abschluss

Die Europäische Fußball-Union hat ihren 55 Mitgliedsverbänden erneut dringend empfohlen, die derzeit ausgesetzte Saison zu beenden. Der Dachverband erarbeitet einer Mitteilung zufolge aber Richtlinien, die im Falle eines Saisonabbruchs die Frage der Europapokal-Qualifikation klären sollen. Den Verbänden seien während einer Telefonkonferenz verschiedene Varianten des Terminkalenders vorgestellt worden, "die sowohl die Nationalmannschafts- als auch die Club-Wettbewerbe abdecken".

Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit alle UEFA-Wettbewerbe - darunter die Champions League und Europa League - bis auf Weiteres ausgesetzt. Die UEFA hatte den nationalen Ligen Vorrang eingeräumt. Die EM 2020 ist bereits in den Sommer 2021 verschoben. Wann in den jeweiligen Ländern wieder gespielt werden kann, ist aber noch völlig offen.

Die UEFA veröffentlichte das entsprechende Statement auf Twitter:

21.4.2020 • 16:41 Uhr

Trump kündigt Hilfen für US-Erdölsektor an

Angesichts des historischen Preisverfalls von Erdöl hat US-Präsident Donald Trump der Branche in den USA Hilfen in Aussicht gestellt. "Wir werden die großartige US-Öl- und Gasindustrie niemals im Stich lassen", schrieb Trump auf Twitter. Er habe das Energie- und das Finanzministerium beauftragt, einen Plan mit Hilfsgeldern für die Branche zu erstellen.

21.4.2020 • 16:36 Uhr

Bunte Maske in der Ukraine

Eine Frau in Kiew zeigt, wie die Gesichtsmaske auch aussehen kann:

Eine Frau, die eine Gesichtsmaske trägt, geht an einem Graffito in Kiew vorbei. | AFP

Kreativer Schutz in Kiew: Eine Frau hat sich eine besondere Gesichtsmaske ausgesucht, die sie in der Öffentlichkeit trägt. Bild: AFP

21.4.2020 • 16:25 Uhr

Verband fordert Hilfen für Discos und Nachtclubs

Wegen der Schließung in Corona-Zeiten droht vielen Betreibern von Clubs und Discos die Schließung, warnt der Branchenverband BDT. Der Verband fordert schnelle unbürokratische staatliche Unterstützung. "Andernfalls werden zwei Drittel aller Clubs und Discos die Corona-Krise nicht überstehen", erklärt BDT-Präsident Hans-Bernd Pikkemaat. Die seit Anfang März verlorenen Umsätze ließen sich nicht mehr nachholen. "Und die Durststrecke ist noch lang."

Um dringend benötigte Liquidität zu bekommen und somit viele Insolvenzen im Sommer zu vermeiden, fordert der BDT als Ausgleich für die ab März erlittenen Umsatzverluste eine Entschädigung. "Für jeden geschlossenen Monat könnte die für den gleichen Vorjahreszeitraum festgesetzte und gezahlte Mehrwertsteuer rückwirkend erstattet werden."

21.4.2020 • 16:15 Uhr

Berlin: Kleinere Gottesdienste ab 4. Mai wieder erlaubt

Berlin will ab 4. Mai wieder Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern erlauben. Das teilte Kultursenator Klaus Lederer nach der Senatssitzung zur Corona-Krise mit.

Auch kleinere Demonstrationen seien ab diesem Datum wieder erlaubt, so der Berliner Senat. Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Teilnehmern seien grundsätzlich genehmigungsfrei, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, sagte Lederer. Bereits von diesem Mittwoch an könne bei Demonstrationen mit bis zu 20 Teilnehmern die Versammlungsbehörde in besonders gelagerten Einzelfällen Ausnahmen zulassen.

Kulturelle und sportliche Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bleiben bis zum 24. Oktober verboten. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern dürfen bis 31. August nicht stattfinden, beschloss der Senat.

21.4.2020 • 15:59 Uhr

Griechenland: Dutzende Flüchtlinge mit Coronavirus infiziert

In einem Hotel auf der griechischen Halbinsel Peloponnes sind mehr als 150 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies sagte der für den Zivilschutz zuständige griechische Vizeminister Nikos Chardalias in Athen. Das Hotel mit etwa 470 Flüchtlingen, das als provisorische Unterkunft für Migranten dient, war bereits am Vortag wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt worden. Die Flüchtlinge würden von den Behörden versorgt, teilte er weiter mit. 

Chardalias kündigte zudem an, dass ab sofort für die kommenden 14 Tage eine Ausgangssperre für die Region der Ortschaft Kranidi und der umliegenden Dörfer verhängt wird. Die Einwohner dürfen zwischen 20 Uhr abends und 8 Uhr morgens nicht auf die Straße gehen.

21.4.2020 • 15:51 Uhr

Mützenich fordert weitere Soforthilfen für Gastronomie

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich plädiert für weitere Soforthilfen für Gastronomiebetriebe. Mit einer Absenkung der Mehrwertsteuer wäre den Betreibern nach seinen Worten in Zeiten des Umsatzausfalls nicht geholfen. Die von Finanzminister Olaf Scholz vorgeschlagenen "zusätzlichen Hilfen für diese Zeit der Überbrückung" seien daher der richtige Weg.

21.4.2020 • 15:37 Uhr

Libanon: Protest im Auto

Erstmals seit Wochen haben Demonstranten im Libanon gegen die Regierung und die dramatische Wirtschaftslage demonstriert. Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, fuhren Hunderte Menschen in Autokonvois durch die Straßen der Hauptstadt Beirut.

Im Oktober 2019 hatten in dem kleinen Land am Mittelmeer die Massenproteste gegen die politische Elite begonnen. Die Demonstranten werfen den führenden Politikern unter anderem Korruption vor. Der Libanon erlebt eine der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte.

Regierungskritische Demonstranten fahren im Libanon in Autokonvois durch die Straßen und schwenken libanesische Flaggen aus ihren Fahrzeugen. | dpa

Protest im Autokorso: Trotz der Corona-Krise hat es im Libanon erstmals seit Wochen größere Demonstranten gegen die Regierung gegeben. Bild: dpa

21.4.2020 • 15:29 Uhr

Berlin-Marathon fällt im September aus

Der Berlin-Marathon muss in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Der Senat beschloss nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober. Der Marathon sollte am 27. September stattfinden, im vergangenen Jahr waren 47.000 Teilnehmer an den Start gegangen.

21.4.2020 • 15:13 Uhr

Hubei: Wirtschaft um fast 40 Prozent eingebrochen

Die chinesische Provinz Hubei gilt als das Epizentrum der Corona-Pandemie - hier brach die Wirtschaft infolge der Beschränkungen zur Virus-Ausbreitung stark ein. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im ersten Quartal um 39,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das dortige Statistikamt mitteilte.

In der Provinzhauptstadt Wuhan waren Ende 2019 die ersten Infektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Die Zentralregierung in Peking schottete Hubei Ende Januar für viele Wochen ab, was die Wirtschaft besonders stark belastete.

21.4.2020 • 15:03 Uhr

Premier Johnson erholt sich von Corona-Erkrankung

Der britische Premierminister Boris Johnson nimmt während seiner Erholungspause nach seiner Covid-19-Erkrankung allmählich wieder die Amtsgeschäfte auf. Zwar leiste Johnson formell noch keine Regierungsarbeit, er werde aber noch im Laufe des Tages mit US-Präsident Donald Trump telefonieren, teilt ein Sprecher mit.

Zudem sei für Ende der Woche eine Audienz bei Königin Elizabeth II. geplant. Es wäre das erste Treffen dieser Art seit drei Wochen. Stellvertretend führt weiterhin Außenminister Dominic Raab die Regierungsgeschäfte.

21.4.2020 • 15:00 Uhr

Schweiz: Prozess um Fußball-WM-Affäre von 2006 weiter ausgesetzt

Die Aussetzung des Prozesses um die Fußball-WM-Affäre von 2006 in der Schweiz ist wegen der Corona-Krise bis mindestens zum kommenden Montag verlängert worden. An diesem Tag wird die Verjährung der im Zusammenhang einer dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2005 erhobenen Betrugsvorwürfe eintreten. Deshalb wird das Verfahren gegen die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Ex-FIFA-Generalsekretär Urs Linsi vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona wohl ohne Urteil enden.

Zwanziger (74), Schmidt (78) und Linsi (70) sind wegen Betruges, Niersbach (69) wegen Gehilfenschaft zum Betrug angeklagt. Im Kern geht es um eine Überweisung des Deutschen Fußball-Bundes im April 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die FIFA an den inzwischen gestorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus. Das Geld wurde als Beitrag für eine Gala zur WM 2006 deklariert, die nie stattfand.

Im Jahr 2002 hatte der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer ein Darlehen von Louis-Dreyfus in gleicher Höhe erhalten, das letztendlich auf Konten des damaligen FIFA-Finanzchefs Mohamed bin Hammam verschwand. Wofür ist immer noch unklar.

21.4.2020 • 14:40 Uhr

Historische Kursentwicklung am Ölmarkt

Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI ist zum ersten Mal in der Geschichte ins Negative gedreht. Wird der Sprit für Autofahrer jetzt günstiger? Unser Überblick gibt Antworten auf Fragen rund um die historische Kursentwicklung:

21.4.2020 • 14:28 Uhr

Krise bei Betreibern von Ferienwohnungen

Der Deutsche Tourismusverband warnt: Auch Betreibern von Ferienwohnungen und Ferienhäusern drohe schon bald das Aus. In einer Online-Umfrage hätten knapp 54 Prozent der mehr als 9000 Befragten angegeben, ab Ende Juni den Betrieb nicht mehr fortführen zu können. Der Verband fordert deswegen weitere Staatshilfen.

21.4.2020 • 14:28 Uhr

Fragen und Antworten zum "Lockdown"

Der These einiger Wissenschaftler zufolge sei der "Lockdown" unnötig. Sie beziehen sich auf RKI-Statistiken. Aber welche Kennzahlen über die Virus-Ausbreitung gibt es? Und was sagen sie aus?

21.4.2020 • 14:21 Uhr

Alltagsmasken für Schüler in Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will allen Schülern des Landes zum schrittweisen Schulstart am 4. Mai eine wiederverwendbare Alltagsmaske schenken. "Das ist ein wichtiger Beitrag für mehr Hygienesicherheit in der Schule", erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Mainz.

Die Schulen sollen vom Land zudem 70.000 Liter Desinfektionsmittel und weitere 430.000 einfache Schutzmasken für den Notfall erhalten. Die Kosten belaufen sich demnach auf zweieinhalb Millionen Euro.

21.4.2020 • 14:16 Uhr

Thüringen: Notbetreuung für Alleinerziehende ausgeweitet

In Thüringen sollen berufstätige Alleinerziehende künftig Anspruch auf Plätze für ihre Kinder im Kindergartenalter in der Notbetreuung haben. Das gab Landesbildungsminister Helmut Holter nach einer Schalte des Kabinetts bekannt.

Der Freistaat hatte die Notbetreuung bislang eher streng reglementiert und Plätze nur an Kinder von Eltern vergeben, die in sogenannten kritischen Infrastrukturbereichen arbeiten.

21.4.2020 • 14:01 Uhr

Österreich kündigt weitere Lockerungen an

In Österreich sollen ab Mitte Mai die Lokale und Restaurants wieder öffnen. Mitarbeiter der Gaststätten müssten dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, für die Zahl der Gäste gelte eine Obergrenze, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Zudem müssten die Lokale spätestens um 23 Uhr schließen. Außerdem seien - bei Einhaltung der Abstandsregeln - ab Mitte Mai voraussichtlich auch wieder Gottesdienste möglich.

Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker dürfen bereits ab Anfang Mai wieder öffnen. Ziel sei es zudem, dass ab 15. Mai die Schulen schrittweise wieder den Unterricht aufnehmen könnten. Für Abiturienten und Lehrlinge solle die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen bereits ab dem 4. Mai beginnen.

21.4.2020 • 13:55 Uhr

Gottesdienste ab Anfang Mai in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sollen Kirchen nach Angaben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits Anfang Mai unter Auflagen Gottesdienste feiern können. "Wir können sicher zusagen, dass wir in 14 Tagen eine Öffnung machen werden", sagte der Grünen-Politiker. Die Landesregierung spreche derzeit mit den Kirchen über die Einschränkungen.

Gottesdienste seien "ein besonders problematischer Bereich", sagte der Regierungschef. Sehr viele ältere Menschen gingen in die Kirchen, es werde viel gesungen und die Gläubigen seien lange zusammen. "Das Singen hat eine sehr starke Exposition von Tröpfchen zur Folge." Seit Wochen behelfen sich Kirchen mit Gottesdiensten in Fernsehen oder Internet.

21.4.2020 • 13:31 Uhr

WHO: Virus entstand höchstwahrscheinlich auf natürlichem Weg

Das neue Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf natürlichem Wege entstanden. Alle verfügbaren Informationen deuteten darauf hin, dass es nicht in einem Labor oder an anderer Stelle manipuliert oder konstruiert wurde, erklärte eine Sprecherin in Genf. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Virus tierischen Ursprungs ist." Alles deute darauf hin, dass es Ende letzten Jahres seinen Ursprung bei Fledermäusen in China genommen habe.

21.4.2020 • 13:22 Uhr

UN warnen vor Zunahme von Hungersnöten

Die Vereinten Nationen warnen davor, dass sich die Zahl der unterernährten Menschen wegen der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen weltweit fast verdoppeln könnte. Bis zu 265 Millionen Menschen könnten in diesem Jahr betroffen sein, heißt es in einem Bericht des UN-Welternährungsprogramms (WFP). Im Vorjahr habe die Zahl der Menschen mit einem akuten Mangel an ausreichend Essen bei 135 Millionen weltweit gelegen.

21.4.2020 • 13:09 Uhr

Innenministerium gegen Termin für erste Bundesliga-Spiele

Das Bundesinnenministerium ist strikt dagegen, jetzt schon einen Termin für die Wiederaufnahme von Fußball-Bundesliga-Spielen zu nennen. Das geht aus einem Schreiben des parlamentarischen Staatssekretärs Stephan Mayer an die Vorsitzende der Sportministerkonferenz, die Bremer Senatorin Anja Stahmann, hervor, über das die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Darin heißt es, die von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder zunächst bis zum 3. Mai vereinbarten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gälten "uneingeschränkt" auch für den Sport.

Angesichts der weiterhin schwierigen Pandemie-Lage sollten derzeit noch keinerlei Öffnungen oder Lockerungen für den Sportbetrieb "zu einem konkreten Termin" in Aussicht gestellt werden. Vor einer Entscheidung über die Durchführung von sogenannten Geisterspielen seien erst "die weiteren Entwicklungen der Pandemie in Deutschland und die noch nicht bekannten Konzepte des Deutschen Fußball-Bundes e. V. (DFB) und der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) abzuwarten".

21.4.2020 • 13:04 Uhr

Ikea will in NRW ab Mittwoch öffnen

Die Möbelkette Ikea will ab Mittwoch ihre Filialen in Nordrhein-Westfalen öffnen. Für die Wiedereröffnung habe man ein umfassendes Sicherheits-und Hygienekonzept entwickelt, teilte das Unternehmen mit. Zwar dürfen in NRW schon seit gestern Einrichtungshäuser mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern öffnen. Allerdings wollte Ikea zuerst Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz treffen. Andere Möbelhäuser in NRW hatten gestern schon auf. Die schwedische Kette betreibt im bevölkerungsreichsten Bundesland elf Filialen.

21.4.2020 • 13:00 Uhr

Alle Schüler im Nordosten werden dieses Jahr versetzt

Angesichts der Corona-Krise werden in diesem Schuljahr alle Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ungeachtet ihrer Noten in die nächste Klasse versetzt. Möglich sei aber, das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, teilte Bildungsministerin Bettina Martin mit. Gerade Schüler, die versetzungsgefährdet sind, hätten angesichts der Umstände keine gute Möglichkeit, ihre Leistungen in diesem Schuljahr noch auszugleichen, erklärte sie. Alle Schulleiter seien in einem Schreiben über die Regelung informiert worden.

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen des Coronavirus seit Mitte März geschlossen. Am 27. April sollen zunächst die Abschlussklassen zurückkehren, am 4. Mai dann weitere einzelne Klassenstufen.

21.4.2020 • 12:43 Uhr

Saison in Handball-Bundesliga abgebrochen

Die Spielzeiten in der 1. und 2. Handball-Bundesliga sind wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden. Das beschlossen die 36 Clubs mit großer Mehrheit. Zum deutschen Meister wurde der THW Kiel erklärt.

21.4.2020 • 12:29 Uhr

RKI stellt Virus-Tests bei Fußballern für Geisterspiele infrage

Das Robert Koch-Institut (RKI) will Virus-Tests auf medizinische Fälle begrenzen und stellt damit einen Neustart der Fußball-Bundesliga infrage. RKI-Vize-Präsident Lars Schaade sagte, er sehe nicht, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen - selbst bei einem gesellschaftlichen Interesse - routinemäßig getestet werden sollten.

Derzeit wird diskutiert, die unterbrochene Bundesliga-Saison ohne Zuschauer im Mai wieder aufzunehmen. Unter anderen hatten sich die Ministerpräsidenten Markus Söder aus Bayern und Armin Laschet aus NRW dafür ausgesprochen. Allerdings müssten dann zumindest Spieler und Schiedsrichter regelmäßig getestet werden, um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen. Allein für diesen Zweck wären aber Tausende Tests nötig. Ob diese Kapazitäten dafür verwendet werden sollen, ist strittig.

21.4.2020 • 12:12 Uhr

Maas: Kein Sommerurlaub ohne Einschränkungen

Bundesaußenminister Heiko Maas hat Hoffnungen auf einen normalen Sommerurlaub ohne Einschränkungen verworfen. "Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten", sagte er nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein. Maas schloss aber nicht aus, dass die Grenzen für Touristen vor dem Sommer wieder geöffnet werden und Urlaubsreisen mit gewissen Einschränkungen möglich werden. Dies sei schwer zu prognostizieren, sagte er.

Maas sprach sich erneut für eine europäische Abstimmung beim weiteren Vorgehen aus. In Deutschland gilt eine weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 3. Mai. Ende April werde entschieden, wie es damit weitergehe, sagte der Außenminister.

21.4.2020 • 12:03 Uhr

Artenschutz als Waffe im Kampf gegen Viren

Artenschutz kann nach Auffassung von Umweltschützern die Verbreitung von Viren verhindern. "Es gibt dazu wissenschaftliche Studien", sagte der niedersächsische Landesvorsitzende des Naturschutzbundes, Holger Buschmann, dem Bremer "Weser-Kurier". Sie zeigten, dass die Entstehung von Viren und auch die Übertragungsmöglichkeiten auf den Menschen stiegen, wenn die Artenvielfalt abnehme und wenn die Ökosysteme nicht mehr funktionierten.

"Wenn ich die vorhandenen funktionierenden Lebensräume Stück für Stück reduziere und vereinheitliche, dann habe ich nur noch wenige Organismen, die sich weit verbreiten", so Buschmann. Ein geschädigtes Ökosystem komme dann mit der Bekämpfung von Viren nicht mehr hinterher: "Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass wir in Zukunft mehr solcher Pandemien bekommen werden, wenn wir so weitermachen wie bisher."

21.4.2020 • 12:00 Uhr

Spanien für EU-Sonderfonds für Corona-Krisenstaaten

Spanien will mit einem neuen Vorschlag Schwung in den Streit über ein europäisches Antikrisenprogramm im Zuge der Coronavirus-Pandemie bringen. Der Plan sieht einen Sonderfonds der EU von bis zu 1,5 Billionen Euro für besonders betroffene Mitgliedstaaten vor. Medienberichten zufolge soll der Fonds durch "dauerhafte EU-Schulden" finanziert werden. Ministerpräsident Sánchez will den Vorschlag am Donnerstag bei einer Videokonferenz den EU-Staats- und Regierungschefs präsentieren.

EU-Kommissionsvize Timmermans forderte alle Staaten auf, "die spanische Initiative sorgfältig zu studieren, um festzustellen, ob sie die Grundlage für einen Kompromiss sein kann".

21.4.2020 • 11:51 Uhr

Wo müssen wir jetzt eine Maske tragen?

Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr - da sollen hauptsächlich Masken getragen werden. Aber wo noch und was gilt in welchem Bundesland? Eine Übersicht:

21.4.2020 • 11:45 Uhr

Österreich: Milliarden-Einbuße wegen frühem Ski-Saison-Aus

Das vorzeitige Ende der Wintersaison aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat dem Tourismus in Österreich laut einer ersten Einschätzung einen Umsatzverlust von 1,8 Milliarden Euro beschert. So hat das abrupte Saisonende Mitte März im Vergleich zu den Vorjahren 8,1 Millionen weniger Gäste in Österreichs Skigebiete gebracht, wie aus einer Erhebung eines Marktforschungsinstituts im Auftrag eines Fachverbands der Wirtschaftskammer Österreich hervorgeht. Der Rückgang bei den Gästezahlen habe zu einem Ausfall von 7,4 Millionen Übernachtungen geführt.

Auch die Seilbahnwirtschaft habe ein immenses Minus verbucht. Am stärksten betroffen sei Tirol, weil dort etwa die Hälfte aller österreichweiten Seilbahnumsätze erzielt würden und einige Skigebiete normalerweise auch nach Ostern offen seien. In Österreich war wegen der Corona-Pandemie der Skibetrieb rund einen Monat vor Saisonschluss beendet worden.

21.4.2020 • 11:01 Uhr

RKI: Kein Ende der Epidemie in Sicht

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat davor gewarnt, den Ernst der Lage zu unterschätzen. "Wir haben in den vergangenen Wochen einiges erreicht", sagte RKI-Vize-Präsident Lars Schaade in Berlin. "Aber ernst ist die Situation dennoch immer noch. Es ist kein Ende der Epidemie in Sicht, die Fallzahlen können wieder steigen."

Solange es keinen Impfstoff gebe, müsse es weiter Auflagen geben. Selbst wenn es in Deutschland keine neuen Fälle gebe, könnte das Virus von außen wieder ins Land kommen.

21.4.2020 • 10:44 Uhr

Steuereinnahmen sinken leicht

Die Corona-Krise wirkt sich negativ auf die Steuereinnahmen in Deutschland aus: Nach Angaben des Finanzministeriums sanken die Einnahmen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent auf knapp 70 Milliarden Euro. Das Ressort von Minister Olaf Scholz geht davon aus, dass sich die Krise wegen des Steuerrechts erst mit Verzögerung massiv auswirken wird. "Die ökonomischen Auswirkungen des Mitte März in Deutschland begonnenen Shutdowns werden daher erst in den folgenden Monaten das Steueraufkommen beeinträchtigen", heißt es im Monatsbericht des Ministeriums.

21.4.2020 • 10:14 Uhr

Italien will am 4. Mai mit Lockerungen beginnen

Italien will am 4. Mai mit einer schrittweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen beginnen. Dazu werde die Regierung noch in dieser Woche ihren Plan vorlegen, kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte an.

"Ich wünschte, ich könnte sagen: Wir öffnen alles wieder. Sofort", schrieb Conte. "Aber eine solche Entscheidung wäre unverantwortlich", mahnte er. "Das würde die Ansteckungskurve des Virus erneut auf unkontrollierte Weise steigen lassen und alle Bemühungen, die wir bisher unternommen haben, zunichtemachen." Nötig sei ein strukturierter, wissenschaftlich begleiteter Gesamtplan.

21.4.2020 • 10:01 Uhr

WHO warnt vor verfrühten Lockerungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor verfrühten Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Andernfalls drohe eine Wiederbelebung der Infektionswelle. "Bis ein Impfstoff oder eine sehr effektive Behandlungsmethode gefunden wird, wird dies unsere neue Normalität sein", sagte Takeshi Kasai, WHO-Regionaldirektor für den Westlichen Pazifik, mit Blick auf die Einschränkungen.

21.4.2020 • 09:32 Uhr

Elizabeth II. wird 94

Die britische Königin Elizabeth II. feiert heute ihren 94. Geburtstag - wegen der Corona-Pandemie allerdings im ganz kleinen Kreis und auch ohne die sonst üblichen Salutschüsse. "Unter den gegebenen Umständen" halte die Queen die Salutschüsse dieses Jahr nicht für "angemessen", teilte der Buckingham-Palast vorab mit.

Die offizielle Geburtstagsfeier der Queen findet traditionell ohnehin erst im Juni statt. Ob größere Veranstaltungen im Vereinigten Königreich dann wieder möglich sind, ist angesichts von rund 125.000 bestätigten Infektionsfällen allerdings fraglich.

Queen Elizabeth II. bei einem Termin in London am 19. Februar 2020 | AFP

Für viele Briten wäre der heutige Tag eigentlich ein Grund zum Feiern: Die Queen wird 94. Bild: AFP

21.4.2020 • 09:05 Uhr

Münchner Oktoberfest abgesagt

Jetzt ist es beschlossene Sache: Das Oktoberfest findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt. "Es tut uns weh. Es ist unglaublich schade", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in München. Ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen bedeute jedoch eine zu hohe Gefahr.

Das größte Volksfest der Welt sollte eigentlich vom 19. September bis zum 4. Oktober stattfinden. Es hat jährlich etwa sechs Millionen Besucher.

21.4.2020 • 08:43 Uhr

Müller sieht Chancen für Sommerurlaub am Mittelmeer

Trotz der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen hält Entwicklungsminister Gerd Müller Sommerurlaub auch außerhalb Deutschlands für möglich - und hat dabei eine bestimmte Region im Blick. "Urlaub in Deutschland kann in diesem Sommer wieder möglich sein", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich glaube auch, dass es in der Mittelmeer-Region eine Chance dazu gibt - einschließlich in Nordafrika."

Der Tourismus sei für nordafrikanische Staaten wie Tunesien, Marokko oder Ägypten ein wichtiger Wirtschaftszweig. Voraussetzung für Reisen in die Region seien aber "funktionierende Hygiene-Konzepte nach europäischen Standards", betonte Müller. Die Bundesregierung warnt derzeit wegen der Corona-Krise grundsätzlich vor Auslandsreisen.

21.4.2020 • 08:23 Uhr

Hamburg und Schleswig-Holstein starten mit Abi-Prüfungen

Unter strengen Hygiene-Vorschriften beginnen die schriftlichen Abiturprüfungen jetzt auch in Hamburg und Schleswig-Holstein. Zum Standard gehören beispielsweise Abstände zwischen den Schülern sowie Desinfektionsmittel.

In Berlin und Brandenburg war der Startschuss bereits gestern gefallen, in Hessen und Rheinland-Pfalz wurden die Prüfungen im März noch während der Schulschließungen geschrieben.

21.4.2020 • 07:47 Uhr

Corona-Krise bringt Freizeitparks in Existenznot

Die Corona-Krise bringt manche Freizeitparks nach Angaben ihres Verbands in existenzielle Not. Wenn auf den ausgefallenen Saisonstart in den Osterferien auch ein Besuchsverbot in den Sommerferien folgen sollte, könnte das für rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten, sagte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen, Jürgen Gevers. Seine Mitglieder hätten akute Probleme mit der Finanzierung. Die Sofortmittel der Regierung reichten nicht aus.

Die Betreiber, in der Regel mittelständische Familienunternehmen, kämen nur schwer an Kredite heran, berichtete Gevers. Banken forderten eine hundertprozentige Sicherheit, die es nicht gebe. In Deutschland seien inklusive der Zulieferer 150.000 Arbeitsplätze mit der Branche verknüpft. Gerade Parks mit Tieren könnten die laufenden Kosten nicht einfach senken. "Auch wir sind der Meinung, Gesundheit steht über der Wirtschaft", betonte Gevers. Doch wo ein Freizeitpark schließe, mache nicht so schnell ein anderer auf. Und diese Einrichtungen seien oft in strukturschwächeren Regionen - und dort durchaus ein Jobmotor.

Eine Achterbahn in einem Freizeitpark in Bayern | dpa

Der Saisonstart der Freizeitparks in den Osterferien fiel dieses Jahr aus. Bild: dpa

21.4.2020 • 07:28 Uhr

Zahl der positiv Getesteten in Italien geht erstmals zurück

Gute Nachrichten aus Italien: Die Zahl der Corona-Erkrankten in dem am schwersten von der Pandemie betroffenen Land Europas ist erstmals zurückgegangen. Wie die Zivilschutzbehörde in Rom mitteilte, waren am Montag landesweit noch 108.237 Menschen im Krankenhaus oder kurierten zu Hause ihre Symptome aus - das sind 20 weniger als am Sonntag. Zivilschutzchef Angelo Borrelli sagte, es sei das erste Mal, dass "es eine positive Entwicklung" gebe. 

Die Zahl der Todesfälle stieg nach Behördenangaben am Montag um 454 auf 24.114. Mehr Todesfälle gibt es weltweit nur in den USA. Viele italienische Ärzte gehen jedoch davon aus, dass die Statistik zu den Infektions- und Todesfällen unvollständig ist.

21.4.2020 • 07:14 Uhr

Spahn gegen Gesetz zur Regelung von Patienten-Priorisierung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht keine Notwendigkeit, per Gesetz zu regeln, welche Patienten im Fall von unzureichenden Behandlungskapazitäten vorrangig medizinisch versorgt werden sollen. Gesetzgeberischer Handlungsbedarf zu diesen medizinischen Fragen bestehe nicht, heißt es in einer Antwort seines Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen, aus der das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zitiert. 

In dem Papier verweist das Ministerium laut RND lediglich auf die gemeinsame Empfehlung mehrerer ärztlicher Fachgesellschaften und eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrates. Das Gremium hatte im März erklärt: "Der Staat darf menschliches Leben nicht bewerten und deshalb auch nicht vorschreiben, welches Leben in einer Konfliktsituation zu retten ist."

21.4.2020 • 06:52 Uhr

1785 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 1785 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, insgesamt steigt die Zahl der Infizierten damit auf 143.457.

194 weitere Menschen sind an den Folgen einer Erkrankung gestorben, die Totenzahl liegt nun bei 4598. Etwa 95.200 Erkrankte sind wieder genesen - ein Plus von 3700 im Vergleich zum Vortag.

21.4.2020 • 06:39 Uhr

UN-Mitgliedstaaten fordern Zugang für alle zu Corona-Wirkstoffen

Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben einen "gleichberechtigten" Zugang zu künftigen Impfstoffen gegen das Coronavirus verlangt. Eine entsprechende Resolution wurde am Montag von der UN-Vollversammlung in New York einstimmig verabschiedet. Darin wird gefordert, dass künftige Medikamente sowie Impfstoffe gegen das Virus in "gerechter, transparenter, gleichberechtigter und effizienter" Form allen Ländern mit entsprechendem Bedarf zur Verfügung gestellt werden sollten. Dies gelte besonders für die Entwicklungsländer.

An UN-Generalsekretär António Guterres appellierte die Vollversammlung, Vorkehrungen für eine faire weltweite Verteilung von Präventionsmitteln, Tests sowie künftigen Medikamenten und Seren im Kampf gegen die Pandemie zu treffen. An Medikamenten und Impfstoffen gegen das Virus wird derzeit rund um den Globus im Hochtempo geforscht.  

21.4.2020 • 05:40 Uhr

SPD kritisiert "Profilierungsversuche" von Laschet und Söder

Die SPD hat den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Bayern, Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU), vorgeworfen, die Corona-Krise für "Profilierungsversuche" mit Blick auf eine mögliche Kanzlerkandidatur auszuschlachten. Der Wettbewerb zwischen den beiden Ministerpräsidenten bei den Vorschlägen zu der Krise wirke manchmal "wie ein Hahnenkampf" um das Erbe von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der "Rheinischen Post."

21.4.2020 • 05:04 Uhr

Trump will Einwanderung in die USA aussetzen

US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten aussetzen. Er werde ein entsprechendes Dekret unterzeichnen, schrieb er auf Twitter.

Als Begründung führte Trump die Coronavirus-Pandemie an, die er als "Angriff des unsichtbaren Feindes" bezeichnete. Außerdem sei es notwendig, die "Jobs unserer großartigen amerikanischen Staatsbürger" zu schützen. Nähere Einzelheiten enthielt der Tweet nicht.

21.4.2020 • 04:28 Uhr

Koalition plant nächstes Anti-Corona-Gesetzespaket

Die Große Koalition plant zur Bewältigung der Corona-Krise ein weiteres umfangreiches Gesetzespaket im Gesundheitsbereich. Dabei geht es unter anderem um eine massive Ausweitung von Coronavirus-Tests auch unter Mithilfe von Tierärzten, um schärfere Meldepflichten bei Verdachts- und Krankheitsfällen sowie Laborbefunden und um den Schutz von privat Krankenversicherten, die in der aktuellen Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Entwurf soll dem Vernehmen zufolge in der kommenden Woche im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden.

21.4.2020 • 04:11 Uhr

2000 Häftlinge in US-Gefängnis infiziert

In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Ohio haben sich fast 2000 von rund 2500 Häftlingen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sei die Haftanstalt im Ort Marion, wo es bislang 1950 bestätigte Infektionen und einen Todesfall in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben habe, teilte die örtliche Justizvollzugsbehörde mit. In einem weiteren Gefängnis südwestlich der Stadt Columbus seien von rund 2100 Häftlingen inzwischen knapp 1200 infiziert. In der Haftanstalt Pickaway gab es demnach sieben Todesfälle - bei sechs der Häftlinge sei der Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden, hieß es weiter.

21.4.2020 • 04:09 Uhr

Oktoberfest-Absage wegen Corona?

Die Hinweise auf eine Absage des Münchner Oktoberfests wegen der Corona-Pandemie verdichten sich. Wie die "Bild" am Montagabend berichtete, soll die Absage bereits beschlossene Sache sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bislang nicht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen heute über ihre Beratungen informieren. Die Staatskanzlei kündigte eine Pressekonferenz für 9:00 Uhr an.

Fällt das Oktoberfest dieses Jahr dem Coronavirus zum Opfer? | AP

Fällt das Oktoberfest dieses Jahr dem Coronavirus zum Opfer? Bild: AP

21.4.2020 • 03:25 Uhr

Boeing will Produktion bei Seattle wieder aufnehmen

Der US-Flugzeugbauer Boeing will die Produktion nach dem Stopp wegen des Coronavirus wieder aufnehmen. In dieser Woche sollen etwa 27.000 Menschen in den Fertigungshallen für Passagierflugzeuge um Seattle (US-Staat Washington) zur Arbeit zurückkehren. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, darunter der Einsatz von Gesichtsmasken und zeitversetzte Schichten.

21.4.2020 • 03:04 Uhr

JU-Chef fordert mehr Macht für Bundesregierung in Krisenzeiten

Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, plädiert dafür, der Bundesregierung in Krisenzeiten mehr Macht zu übertragen. Die in den Bundesländern unterschiedlichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen etwa bei Kinderbetreuung oder Ladenöffnungen zeigten, dass in besonderen Krisenzeiten mehr Kompetenzen auf Bundesebene gebündelt werden müssten, sagte Kuban der "Rheinischen Post". Die Entscheidungen in solchen Krisensituationen sollten künftig beim Bund sowie die Ausführung und Kontrolle bei den Ländern liegen, forderte der Chef der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU.

21.4.2020 • 02:28 Uhr

Kretschmann rechnet mit längeren Kontaktbeschränkungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass die Corona-Kontaktsperren noch länger andauern werden. "Sicher ist mit Monaten zu rechnen und nicht mit Wochen", sagte der Grünen-Politiker den Funke-Zeitungen auf eine entsprechende Frage. "Abstandsgebot, keine Gruppen, Hygienemaßnahmen werden uns noch lange begleiten."

21.4.2020 • 02:28 Uhr

Eine Einschätzung zu den US-Protesten

ARD-Korrespondent Jan Philipp Burgard aus dem Studio Washington mit einer Einschätzung zu den zunehmenden Protesten.