Der Vulkan Sinabung in Indonesien spuckt Aschewolken aus. | dpa

Vulkanausbruch in Indonesien Der Sinabung spuckt Rauch und Asche

Stand: 23.08.2020 12:15 Uhr

Jahrhundertelang war der Vulkan Sinabung in Indonesien ruhig - seit zehn Jahren bricht er immer wieder aus: Jetzt spuckt er erneut Asche. Zehntausende Menschen auf Sumatra mussten sich in Sicherheit bringen.

In Indonesien spuckt der Vulkan Sinabung Rauch und Asche. Die Masse sei mehr als 1000 Meter in die Höhe geschleudert worden, erklärte das Vulkanologische Institut des Landes. Glühend heiße Rauchwolken bewegten sich daraufhin die Hänge des Vulkans entlang in Richtung Südwesten. Die Anwohner wurden aufgefordert, einen Sicherheitsabstand von fünf Kilometern zu halten. Berichte über Tote oder Verletzte gibt es nicht.

Bereits seit Wochen ist der Sinabung auf Sumatra zunehmend aktiv. Die Bevölkerung umliegender Dörfer blickte bang in Richtung des Vulkans: Etwa 30.000 Menschen mussten ihre Häuser in der Umgebung verlassen. In einigen Orten wurden Straßen, Häuser und Autos in diesem Monat bereits mehrfach mit Asche überdeckt.

Asche bedeckt die Umgebung des Vulkans Sinabung. | AFP

Schon seit Wochen spuckt der Vulkan Sinabung immer wieder Asche und bedeckt damit die Umgebung. Bild: AFP

Mehrere Ausbrüche in vergangenen Jahren

Der 2600 Meter hohe Sinabung war jahrhundertelang nicht ausgebrochen, bis es 2010 wieder zu einer Eruption kam. Zwei Menschen kamen damals ums Leben, 17 weitere bei einem Ausbruch 2014 und sieben im Jahr 2016. Der Sinabung ist einer von 120 aktiven Vulkanen in Indonesien. Dort gibt es regelmäßig Vulkanausbrüche und Erbeben.

Die mehr als 17.000 Inseln Indonesiens erstrecken sich entlang der Indisch-Australischen und der Eurasischen Kontinentalplatte und bilden so den "Ring of Fire", dem Pazifischen Feuerring - dort gibt es die größte Zahl aktiver Vulkane weltweit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. August 2020 um 12:00 Uhr.