Gondoliere in Venedig | Bildquelle: dpa

Folgen des Klimawandels Dutzende Welterbe-Stätten bedroht

Stand: 18.10.2018 08:30 Uhr

Venedig versunken, Dubrovnik überflutet: Viele UNESCO-Welterbestätten am Mittelmeer sind durch Sturmflut und Küstenerosion bedroht. Das geht aus einer Studie der Uni Kiel hervor.

An saisonale Überschwemmungen in Venedig haben sich Einwohner und Touristen bereits gewöhnt. Doch der Lagunenstadt drohen - wie 48 anderen historischen Stätten im Mittelmeerraum auch - Gefahren durch einen steigenden Meeresspiegel und zunehmende Küstenerosion. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam um Autorin Lena Reimann von der Universität Kiel.

Die Doktorandin vom Geografischen Institut hat nach eigenen Angaben erstmals in einer großräumig angelegten Studie untersucht, wie sich der Klimawandel auf die 49 niedrig gelegenen UNESCO-Welterbestätten auswirkt. Bereits jetzt seien 37 von ihnen von einer sogenannten Jahrhundertsturmflut bedroht - ihr Risiko beträgt in jedem einzelnen Jahr ein Prozent. 42 seien durch eine mögliche Küstenerosion gefährdet.

Bis zum Jahr 2100 könnte das Flutrisiko in der gesamten Region um bis zu 50 Prozent steigen und das Erosionsrisiko um bis zu 13 Prozent - wobei einzelne Denkmäler weit stärker betroffen sein könnten, berichtet Reimann im Fachmagazin "Nature Communications".

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"Venedig werden wir verlieren"
 

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Oktober 2018 um 06:00 Uhr.

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