Wirbelsturm Florence: Die Bewohner verlassen die gefährdeten Gebiete. | Bildquelle: AP

Hurrikan vor den USA "Das wird ein Regen-Marathon"

Stand: 13.09.2018 09:04 Uhr

Zwar hat sich Hurrikan "Florence" vor dem Auftreffen auf die US-Ostküste abgeschwächt. Doch die Schäden durch den Regen werden laut Prognosen dennoch gravierend sein. Viele Küstenorte wurden evakuiert.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Die letzten Geschäfte schließen im Katastrophengebiet, zu verkaufen haben sie sowieso kaum noch etwas. Autobahnen führen zum Teil nur noch in eine Richtung - raus, weg von der Küste. Benzin entlang der Evakuierungsrouten wird knapp. Busse fahren Menschen ohne eigenes Auto ins Landesinnere, Notunterkünfte haben geöffnet - manche übrigens auch für die Haustiere, die die Menschen nicht zurücklassen wollen.

"Bitte geht, niemand wird Euch helfen können", fleht Jeff Byard vom Katastrophenschutz FEMA. "Wenn ihr wisst, dass bei euch Überflutungen zu drohen, oder ihr in einem Evakuierungsgebiet wohnt: Jetzt ist es Zeit zu gehen."

"Florence"-Ausläufer vor US-Ostküste: Meteorologen warnen vor Größe des Sturms
tagesschau 17:00 Uhr, 13.09.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Sturm schwächt sich ab

James und Don Allen haben sich dennoch entschieden zu bleiben - aus finanziellen Gründen: "Viele Menschen bieten ja eine Unterkunft an, aber man braucht Benzin und Lebensmittel unterwegs."

Die gute Nachricht ist, dass sich der Hurrikan "Florence" auf dem Weg zur amerikanischen Ostküste etwas abgeschwächt hat. Mit Windgeschwindigkeiten von etwa 160 Kilometern pro Stunde gilt er nun als Sturm der Kategorie 2 - doch an der Gefahr für die Küstengebiete hat sich nichts geändert. Weniger der Wind als mehr das Wasser bringen nun die Gefahr. Die Prognose sagt eine Sturmflut voraus, die mit einer drei Meter hohen Welle an Land kommt. Dazu Regen in ungeheuren Mengen.

North Carolinas Gouverneur Roy Cooper warnte bereits seine Bürger: "Geht davon aus, dass ihr für Tage ohne Strom sein werdet. Der Regen kann tagelang fallen, nicht nur ein paar Stunden. Das wird eher ein Regen-Marathon als ein Sprint."

Wirbelsturm Florence: Geschäfte in Wilmington sind geschlossen und gesichert. | Bildquelle: REUTERS
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Zahlreiche Geschäfte sind geschlossen und mit Holzplatten gegen Sturmschäden gesichert.

 Trump prahlt mit FEMA

Auch Präsident Donald Trump hat die Menschen aufgefordert, die am schlimmsten betroffenen Gebiete zu verlassen. Gleichzeitig versichert er, dass der Katastrophenschutz FEMA bestens vorbereitet sei. "FEMA hat schon enorme Ressourcen vor Ort gebracht. Darunter Such- und Rettungskräfte, Leute die Stromleitungen reparieren, sowie medizinische Unterstützung."

FEMA war jedoch im vergangenen Jahr überfordert gewesen. Für drei Wirbelstürme innerhalb kürzester Zeit fehlte es an Personal, Material und Katastrophenmanagern. Trotzdem hatte Trump in den vergangenen Tagen die Leistung von FEMA in den Himmel gelobt - was bei vielen für Kopfschütteln sorgt.

Trump sagte eine Veranstaltung ab. Für ihn, der mitten im Wahlkampf für die Kongressabgeordneten seiner Partei steht, spielt es eine große Rolle, wie er im Angesicht einer möglichen Katastrophe wahrgenommen wird. Zeigt er sich führungsstark, bietet er im Notfall Trost und Zuversicht.

Hurrikan "Florence" schwächt sich ab
Arthur Landwehr, ARD Washington
13.09.2018 08:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. September 2018 um 09:00 Uhr.

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