Ein Flugzeug in London Heathrow. | dpa

Brexit-Übergangsphase endet Einreise nur noch mit Reisepass

Stand: 30.09.2021 10:07 Uhr

Wer aus der EU kommt und nach Großbritannien einreist, braucht künftig einen Reisepass. Der Personalausweis reicht vom 1. Oktober an nicht mehr aus. Damit endet die Übergangsphase, die nach dem Brexit bisher galt.

Reisende aus der EU brauchen für die Einreise nach Großbritannien künftig einen Reisepass. Bis auf wenige Ausnahmen reicht vom 1. Oktober an ein Personalausweis nicht mehr aus, um ins Land zu kommen, wie den offiziellen Einreiseregeln zu entnehmen ist. Bislang galt seit dem Brexit eine Übergangsphase, in der man noch mit einem solchen Ausweis über die Grenze kam.

Ausnahmen für EU-Bürger mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich

Lediglich für EU-Bürger, die ihren Wohnsitz im Vereinigten Königreich haben, soll auch nach der Frist ein Personalausweis für die Einreise ausreichen. Allerdings könnte dies trotzdem zu Komplikationen an der Grenze führen: Der Nachweis über ihr Aufenthaltsrecht - den sogenannten Settled oder Pre-Settled Status - nach dem Brexit lässt sich nämlich nur über ein digitales Portal des britischen Innenministeriums führen.

Bürgerrechtsorganisationen wie "The3Million" fordern seit langem einen physischen Nachweis des Aufenthaltsrechts - etwa in Form einer Papierkarte oder eines ausdruckbaren Dokuments.

Ein Visum ist beispielsweise für den Urlaub in Großbritannien allerdings nicht nötig - vorausgesetzt, man bleibt nicht länger als 90 Tage im Land.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. September 2021 um 11:00 Uhr.