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Datenschutzverstöße Facebook droht Milliarden-Bußgeld

Stand: 21.03.2019 18:30 Uhr

Die Weitergabe von Millionen Nutzerdaten an die Firma Cambridge Analytica könnte für Facebook teuer enden. Einem Bericht zufolge verhandelt der Konzern mit US-Behörden über ein Milliarden-Bußgeld.

Dem US-Konzern Facebook droht wegen Datenschutzverstößen in den USA offenbar ein Bußgeld in Milliardenhöhe. Derzeit verhandle das soziale Netzwerk mit der US-Verbraucherschutzbehörde FTC über die mögliche Zahlung, berichtete die "Washington Post". Demnach bestätigte Facebook die laufenden Gespräche. Auf eine genaue Summe hätten sich beide Seiten aber noch nicht geeinigt, meldete die Zeitung unter Berufung auf Insider.

Mit dem Rekord-Bußgeld für ein Technologienunternehmen könnte der Streit über die Weitergabe der Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern an die inzwischen aufgelöste britische Beratungsfirma Cambridge Analytica beigelegt werden. Die Behörde FTC konzentriert sich laut dem Zeitungsbericht auf diesen Fall, dessen Ziel es war, die Stimmabgabe der betroffenen Nutzer bei den US-Wahlen im Jahr 2016 im Sinne von Auftraggebern zu beeinflussen.

Einhaltung einer Vereinbarung von 2001 ist Kern des Falls

Im Kern geht es in der Auseinandersetzung um die Frage, ob Facebook gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahr 2011 verstoßen hat, derzufolge die Privatsphäre von Nutzern zu schützen sei. Der Fall ist allerdings nur eine von mehreren Datenschutzpannen bei Facebook, mit dessen Folgen der Konzern zurzeit kämpft.

Sowohl die FTC als auch Facebook reagierten zunächst nicht auf Anfragen zum Bericht der "Washington Post".

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. Februar 2019 um 07:45 Uhr in den Nachrichten.

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