Auf einer Radkappe ist das Mercedes-Benz-Logo zu sehen. | Bildquelle: AFP

Zukunft von Daimler Noch schärferer Sparkurs

Stand: 09.02.2020 20:55 Uhr

Daimler will nach einem Bericht des "Handelsblatts" mehr Stellen abbauen als bisher bekannt. Auch die angepeilte Einsparsumme ist wohl um einiges höher.  

Bisher war von 10.000 Stellen die Rede, jetzt sollen es sogar 15.000 Stellen sein, die bei Daimler gestrichen werden sollen. So schreibt es das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise. Am Dienstag will Konzernchef Ola Källenius seine Pläne vorlegen, dann findet die jährliche Bilanzpressekonferenz statt.

Dem Zeitungsbericht zufolge setzt Källenius künftig auf Investitionen in nachhaltige Luxusfahrzeuge. Gleichzeitig soll hart gespart werden. Dabei werde die bisher genannte Summe von 1,4 Milliarden Euro deutlich überschritten.

Weniger Modelle

Neben dem Stellenabbau, der über Abfindungen, Frühpensionierungen und Altersteilzeit geschehen soll, sind nach Angaben des "Handelsblatts" noch weitere Maßnahmen geplant. Unter anderem werde die Anzahl der Modelle reduziert. Den Kürzungen sollen demnach die X-Klasse, das S-Klasse Cabrio und das S-Klasse Coupé zum Opfer fallen. Möglicherweise betreffe es auch die B-Klasse. Außerdem sollen Projekte, die Verluste einfahren, auf den Prüfstand gestellt werden.

Eine Stellungnahme lehnt das Unternehmen bisher ab. Der Daimler-Betriebsrat äußerte sich besorgt. Källenius müsse neben dem Sparprogramm eine klare Vorwärtsstrategie präsentieren. Die Belegschaft wolle Orientierung und Klarheit.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 09. Februar 2020 um 21:04 Uhr.

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