Blick in ein Großraumbüro | picture alliance / dpa

Zuschüsse für Mittelstand Hilfen für die drei Sommermonate

Stand: 08.07.2020 12:39 Uhr

Der Umsatz bricht in der Corona-Krise ein - aber Miete und Versicherungen laufen weiter: Mit einem neuen Hilfsprogramm des Bundes sollen Unternehmen und Selbstständige Zuschüsse für ihre Fixkosten bekommen.

Der Bund hat in der Corona-Krise ein weiteres Hilfsprogramm für angeschlagene Unternehmen gestartet. Für die drei Sommermonate bis Ende August können Firmen und Selbstständige Zuschüsse zu ihren Fixkosten bekommen, also etwa Mieten, Zinszahlungen, Leasingraten, Strom oder Versicherungen.

Damit soll vor allem kleinen und mittelständischen Firmen geholfen werden. Die Hilfen sollen unter anderem Branchen wie dem Hotel- und Gaststättengewerbe, Bars oder Reisebüros zugute kommen. Auch Solo-Selbstständige und Freiberufler sowie gemeinnützige Organisationen sind antragsberechtigt.

Voraussetzung für alle ist, dass sie einen deutlichen Umsatzeinbruch wegen der Coronavirus-Krise nachweisen können - und zwar in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019.

Erste Auszahlungen wohl schon im Juli

Die Hilfen haben einen Umfang von bis zu 150.000 Euro pro Unternehmen. Die Auszahlungen könnten bereits im Juli erfolgen, teilten die federführenden Bundesministerien mit. Insgesamt sind dafür 25 Milliarden Euro eingeplant.

Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Sie sind Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung, mit dem die brachliegende Wirtschaft wieder in Schwung gebracht werden soll.

In einem ersten Schritt können sich seit Mittwoch auf einer Online-Plattform Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer registrieren, die für Firmen die Anträge einreichen müssen. Danach sollen die Anträge online gestellt werden können.

Verlängerung unklar

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte, das Programm solle vielen Mittelständlern helfen, die Krise zu überstehen. Mit Blick auf entsprechende Forderungen von Wirtschaftsverbänden erklärte der CDU-Politiker, ab der zweiten Augusthälfte werde es darum gehen, ob die Hilfen verlängert würden.

Bisher ist noch unklar, wie es ab September weitergeht. Altmaier wollte die Hilfen eigentlich bis zum Jahresende gewähren, konnte sich damit aber nicht beim Koalitionspartner SPD durchsetzen.

Mit Informationen von Tobias Betz, ARD-Hauptstadtstudio

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 08. Juli 2020 um 07:23 Uhr.

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KOMMENTARE

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rareri 08.07.2020 • 17:26 Uhr

13:28 von Sausevind

"Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nimmt das Virus überhaupt nicht für ernst:" ,.,., Schade, dass solche Aussagen immer wieder erfunden werden. Das disqualifiziert den Schreiber grundsätzlich. Sind Sie tatsächlich davon überzeugt, dass Ihre Meinung einen höheren Stellenwert hat, als die Meinung eines anderen Users. Ihr Kommentar ist nur eine bloße Meinung und hat mit Wahrheit nicht einmal ansatzweise was zu tun. Nur eine Meinung; nicht mehr wert und (dis)qualitativ als die Meinung eines anderen.