Ronald Pofalla und Sabina Jeschke, Michael Kretschmer, Olaf Scholz, Andreas Scheuer und Dietmar Woidke stehen bei der Vorstellung der Entwicklungspläne der Deutschen Bahn für die Region Lausitz und den Standort Cottbus im Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung Cottbus für ein Gruppenfoto zusammen | dpa

Pläne für Cottbus Bahnwerk statt Kohlekraft

Stand: 17.09.2020 20:35 Uhr

Die Bahn will viel Geld in ein neues Werk in Cottbus investieren und 1200 neue Jobs schaffen. Das Vorhaben ist Teil des Strukturstärkungsgesetzes, das Regionen unterstützen soll, die vom Kohleausstieg betroffen sind.

Die Lausitz befindet sich durch den beschlossenen Kohleausstieg im Wandel. In den kommenden Jahren werden in der Region viele Arbeitsplätze wegfallen. Das neue Bahnwerk in Cottbus, ein Großprojekt der Deutschen Bahn mit 1200 Jobs, soll dazu beitragen, diesen Wandel abzufedern.

Die Pläne für dafür stellten Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und DB-Vorstand Ronald Pofalla gemeinsam vor. "Hier setzen wir etwas um, das zeigt, wie der Strukturwandel ganz konkret klappen kann", sagte Scholz in Cottbus.

Investition in strukturschwache Region

Das Werk ist das erste große Vorhaben, das auf Basis des Strukturstärkungsgesetzes des Bundes finanziert wird. Es geht um Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro. Das Gesetz ist seit August in Kraft.

Im Jahr 2023 soll nach Angaben der Deutschen Bahn mit dem Bau des Werks begonnen werden. Am Standort des heutigen Bahnwerks Cottbus ist eine neue Halle für die Instandhaltung von ICE-4-Zügen geplant.

Außerdem soll eine separate Halle für die Umrüstung von Dieselfahrzeugen auf Hybridtechnik mit Elektroantrieb gebaut werden. Geplant sind bis zum Jahr 2026 rund 1100 neue Industriearbeitsplätze und 100 Plätze für Auszubildende.

Andreas Scheuer, Dietmar Woidke, Ronald Pofalla und Olaf Scholz kommen zur Vorstellung der Entwicklungspläne der Deutschen Bahn für die Region Lausitz und den Standort Cottbus ins Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung Cottbus. | dpa

Scheuer, Woidke, Pofalla und Scholz stellten das Projekt gemeinsam vor. Bild: dpa

Laut Unternehmen soll es das modernste und umweltfreundlichste Bahninstandhaltungswerk in Europa werden. Mit dem neuen Werk und mehr als doppelt so vielen Arbeitsplätzen würden die Kapazitäten enorm erweitert. Das sei notwendig, weil die ICE-Flotte bis 2026 auf mehr als 420 Fahrzeuge wachsen soll, erklärte Sabina Jeschke, DB-Vorstand Digitalisierung und Technik.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. September 2020 um 17:00 Uhr.