Mini-Drohne des Online-Händlers Amazon | Bildquelle: Amazon/dpa

Genehmigung in den USA Amazon darf Drohnenzustellung testen

Stand: 01.09.2020 08:45 Uhr

Es soll zunächst ein Test sein: Amazon will Pakete per Drohnen ausliefern. Die US-Luftfahrtbehörde hat den Weg dafür frei gemacht. Bevor der Test Realität werden könnte, dauert es aber noch.

Amazon will in den USA die Paketlieferung per Drohne testen. Die Luftfahrtbehörde FAA stellte dem Versandhändler die entsprechende Genehmigung aus, wie sie mitteilte.

Laut Amazon ist die Genehmigung ein "wichtiger Schritt". Der Versandhändler schränkte zugleich aber ein, dass es sich zunächst um Tests handele und machte keine Angaben, wie lange es tatsächlich dauern könnte, bis Pakete regulär nach Hause geliefert werden.

Amazon arbeitet seit Jahren an Lieferung per Drohne

Der Versandhändler arbeitet seit Jahren daran, Pakete bald per Drohne liefern zu können. Amazon hatte zum ersten Mal bereits im Jahr 2013 eine Lieferdrohne vorgestellt. Seitdem wurden wiederholt neue Modelle gezeigt, zuletzt 2019.

Damals stellte Amazon selbstfliegende elektrische Drohnen vor, die etwa 2,2 Kilogramm transportieren können und Waren innerhalb von 30 Minuten im Garten von Kunden abliefern sollen. Dank Sensoren kann sie Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen. Amazons Plan: mit der "Prime-Air"-Flotte Einkäufe binnen 30 Minuten zu liefern.

Damals hieß es von Amazon, dies werde "innerhalb von Monaten" Realität, doch sind seitdem nun mehr als 14 Monate vergangen.

UPS und Google testen bereits

Der in Seattle ansässige Onlinehändler Amazon ist nun der dritte Drohnenlieferant, der von der FAA die Genehmigung bekommt. Der Paketzusteller UPS und eine zu Google gehörende Firma erhielten sie vergangenes Jahr.

Bevor reguläre Lieferungen beginnen können, muss die FAA noch grundsätzliche Regeln für automatisierte Drohnenflüge aufstellen, zum Beispiel auch im Bezug auf Lärm-Grenzwerte. Außerdem gibt es noch kein System zur Überwachung des Luftraums in niedriger Höhe, in der die Drohnen unterwegs sind.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. September 2020 um 07:17 Uhr.

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