Chinas Präsident Xi und Nordkoreas Machthaber Kim. | Bildquelle: dpa

Auslandsreise nach Peking Kim Jong Un hat China besucht

Stand: 28.03.2018 03:06 Uhr

Nordkoreas Machthaber Kim ist mit dem chinesischen Präsidenten Xi zusammengetroffen. In Peking sprachen sie über eine mögliche Entspannung auf der koreanischen Halbinsel. Für Kim war es die erste Auslandsreise im Amt.

Lange war spekuliert worden, jetzt folgte die Bestätigung: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat China besucht und kam mit Staatschef Xi Jinping in Peking zu einem Treffen zusammen.

Kim sei auf Einladung des chinesischen Staatschefs Xi Jinping nach Peking gekommen und habe sich von Sonntag bis Mittwoch in der chinesischen Hauptstadt aufgehalten, berichtete die Staatsagentur Xinhua am Mittwoch. Dabei seien Kim und Xi zunächst zu Gesprächen in der Großen Halle des Volkes zusammengekommen. Später hätten Xi und seine Frau Peng Liyuan einen Empfang für den koreanischen Machthaber und dessen Frau Ri Sol Ju gegeben.

Auch Regierungschef Li Keqiang und Mitglieder des Zentralkomitees führten Gespräche mit Kim, berichtete Xinhua. Xi unterstrich die Bedeutung der Freundschaft der beiden Nachbarstaaten und hob hervor, dass Kims Besuch zu einer besonderen Zeit erfolge.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Peking. | Bildquelle: AP
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Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Peking.

Erste Auslandsreise im Amt

Er würdigte zudem die "positiven Veränderungen" auf der koreanischen Halbinsel in diesem Jahr, wobei China weiterhin am Ziel der Entnuklearisierung sowie an der Lösung von Problemen durch Dialog festhalte. Kim deutete mögliche Wege zur Lösung des Atomkonflikts an. "Die Frage der Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel kann gelöst werden, wenn Südkorea und die USA auf unsere Bemühungen mit Wohlwollen reagieren, eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen, während gleichzeitig progressive und synchrone Schritte in Richtung des Friedens ergriffen werden", wurde Kim zitiert. Er selbst fühle sich der "Denuklearisierung verpflichtet", zitiert Xinhua Nordkoreas Machthaber.

Für den nordkoreanischen Diktator war es die erste Auslandsreise, seit er im Jahr 2011 die Macht übernommen hat. Schon in den vergangenen Tagen waren Gerüchte über einen Besuch Kims aufgekommen, nachdem ein Sonderzug aus Nordkorea in Peking eingetroffen war und die die Sicherheitsvorkehrungen in Teilen der Stadt erhöht worden waren. Eine offizielle Bestätigung des Besuchs blieb jedoch aus.

Bewegung im Konflikt

China ist der wichtigste Verbündete des wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms international isolierten Landes. Die Beziehungen zwischen Peking und Pjöngjang haben sich zuletzt aber deutlich abgekühlt. So hat China UN-Sanktionen gegen Nordkorea mitgetragen.

In den Nordkorea-Konflikt ist in den vergangenen Wochen viel Bewegung gekommen: Kim will im April den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und voraussichtlich im Mai US-Präsident Donald Trump treffen.

Die Trump-Regierung ist nach eigenen Angaben von China über den Besuch informiert worden. Die chinesische Regierung habe das Weiße Haus am Dienstag kontaktiert und dabei auch eine persönliche Nachricht von Präsident Xi an Trump übermittelt, erklärte Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Die jüngsten Entwicklungen seien ein weiterer Beweis dafür, dass Trumps Kampagne des maximalen Drucks eine "angemessene Atmosphäre" für einen Dialog mit Nordkorea schaffe, fügte sie hinzu. Die US-Regierung stehe in engem Kontakt mit Südkorea und Japan.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. März 2018 um 02:44 Uhr.

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