Teilnehmer des Women's March in Washington | Bildquelle: AFP

Ein Jahr nach Amtsantritt Massenproteste gegen Trump

Stand: 21.01.2018 03:03 Uhr

Ein Jahr nach Amtsantritt beurteilen viele Amerikaner die Bilanz des neuen US-Präsidenten ganz anders als Donald Trump selbst. Landesweit protestierten Hunderttausende beim Women's March gegen seine Politik.

In den USA haben am ersten Jahrestag der Amtseinführung von Präsident Donald Trump Hunderttausende gegen die Politik seiner Regierung protestiert. Zum "Women's March" gingen Demonstranten in Washington, New York, Los Angeles, Chicago und etwa 250 weiteren Städten auf die Straße. Sie forderten mehr Frauenrechte und wandten sich gegen verschiedene Aspekte von Trumps Politik. Allein in Los Angeles protestierten nach Angaben der Stadtverwaltung etwa eine halbe Million Menschen, in New York gab die Polizei die Zahl der Demonstranten mit 200.000 an.

Teilnehmer des Women's March in New York | Bildquelle: REUTERS
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Allein in New York marschierten laut Polizeiangaben 200.000 Menschen beim Women's March durch Manhattan.

Trump: "Feiert den Erfolg der letzten zwölf Monate"

Viele der Frauen und ihrer männlichen Begleiter trugen pinkfarbene Wollmützen, sogenannte "Pussy Hats", in Anspielung an herabwürdigende Äußerungen Trumps gegenüber Frauen. Trump kommentierte das Geschehen via Twitter mit den Worten: "Wunderschönes Wetter überall in unserem großartigen Land, ein perfekter Tag zum Demonstrieren für alle Frauen." Der Präsident fügte hinzu: "Geht raus und feiert den noch nie da gewesenen Erfolg und das Entstehen von Reichtum der letzten zwölf Monate."

Die Proteste richteten sich aber mehrheitlich gegen ihn und die Politik seiner Regierung im Bezug auf Einwanderung, Abtreibungen und die Rechte von Schwulen und Lesben.

Hunderttausende demonstrieren gegen die Politik der Trump-Regierung
tagesschau 20:00 Uhr, 21.01.2018

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"Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet"

In New York marschierten die Demonstranten an der Westseite des Central Park entlang bis zum Bryant Park mitten in Manhattan. Bürgermeister Bill de Blasio kritisierte Trump in einer Rede an die Demonstranten scharf. "Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet", sagte er. Schauspielerin Eva Longoria erklärte beim Marsch in Los Angeles, dass so viele Protestierende Präsenz zeigten, sei besonders wichtig, wenn jene an der Macht Vernunft und Gerechtigkeit den Rücken gekehrt hätten.

iIn der Hauptstadt Washington riefen die demokratische US-Senatorin Kirsten Gillibrand und die Abgeordnete Nancy Pelosi Frauen auf, für öffentliche Ämter zu kandidieren, um so Trump und seiner republikanischen Partei ihre eigenen Werte entgegenzustellen. "Wir marschieren, wir kandidieren, wir wählen, wir gewinnen", sagte Pelosi.

Neuauflage: Marsch der Frauen gegen Trump
Jan Bösche, ARD Washington
21.01.2018 09:28 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Januar 2018 um 05:09 Uhr.

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