Demonstranten in Wisconsin | Bildquelle: dpa

Proteste in den USA Tote und Notstand in Kenosha

Stand: 26.08.2020 12:23 Uhr

Der Gouverneur von Wisconsin hat nach eskalierten Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus den Notstand in Kenosha ausgerufen. Bei Auseinandersetzungen starben zwei Menschen durch Schüsse.

Nach teils gewaltsamen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA hat der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, in der Stadt Kenosha den Notstand ausgerufen. Zudem kündigte er an, die Präsenz der Nationalgarde zu erhöhen.

Laut Polizei wurden zwei Menschen erschossen, ein weiterer Mensch sei am Dienstagabend bei Zusammenstößen verschiedener Gruppen in der US-Stadt Kenosha verletzt worden. Ermittelt wird Medienberichten zufolge, ob die Schüsse im Zusammenhang mit der Anwesenheit bewaffneter, selbsternannter weißer Milizen in der Stadt standen.

Tote bei Protesten gegen Polizeigewalt
tagesschau 17:00 Uhr, 26.08.2020, Stefan Niemann, ARD Washington

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Gouverneur appelliert an Demonstranten

Gouverneur Evers rief die Demonstrantinnen und Demonstranten dazu auf, friedlich zu bleiben. Bereits in den vergangenen Nächten war es zu Ausschreitungen gekommen. Autos und Gebäude wurden angezündet.

Hintergrund der Proteste ist ein mutmaßlicher Fall von Polizeigewalt in Kenosha am Sonntag. Ein Polizist hatte dem Schwarzen Jacob Blake mehrmals in den Rücken geschossen. Auf einem Video ist zu sehen, wie Blake zu seinem Auto geht, gefolgt von zwei Polizisten mit gezogenen Waffen. Eine der Waffen ist auf seinen Rücken gerichtet. Als Blake die Fahrertür öffnet und sich ins Auto beugt, fallen Schüsse aus nächster Nähe.

Erneute Ausschreitungen nach Polizeigewalt in US-Bundesstaat Wisconsin
tagesschau 9:00 Uhr, 26.08.2020

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Gouverneur Evers steht in der Kritik

Nach Angaben seiner Familie ist Blake durch die Schüsse abseits der Hüfte gelähmt. Zudem wurden Teile seines Dickdarms und Dünndarms entfernt. Blakes Mutter Julia Jackson hat auf einer Pressekonferenz in Kenosha das Ende von Rassismus in den USA gefordert. "Ich wende mich an alle, egal ob weiß, schwarz, japanisch, rot, braun. Niemand ist dem anderen überlegen", sagte sie. Zudem appellierte sie an die Demonstrantinnen und Demonstranten, friedlich zu bleiben.

Gouverneur Evers steht unter verstärktem Druck aus Washington. Der Vize-Heimatschutzminister, Ken Cuccinelli, bemängelte das Krisenmanagement des Demokraten. "Ich stelle infrage, ob er genug unternimmt - und ausreichend schnell", sagte er dem TV-Sender Fox News. Auch US-Präsident Donald Trump forderte Evers in einem Tweet dazu auf, das "Problem schnell zu beenden".

Am Freitag Marsch gegen Polizeigewalt geplant

Die genauen Hintergründe der Tat sind immer noch unklar. Offenbar wollte Blake einen Streit schlichten, als die Polizei eintraf. Die beteiligten Beamten wurden suspendiert. Das Justizministerium von Wisconsin soll den Vorfall untersuchen.

Seit Ende Mai gibt es in den USA landesweit Massenproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Auslöser war der Tod des unbewaffneten Schwarzen George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Für Freitag ist in der Hauptstadt Washington ein großer Marsch gegen Polizeigewalt gegen Schwarze geplant.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. August 2020 um 09:00 Uhr.

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