Stadtansicht Wien | Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/M

Britische Studie In Wien lebt es sich am schönsten

Stand: 04.09.2019 18:11 Uhr

Die Menschen in Wien genießen die höchste Lebensqualität weltweit. Eine Studie zeichnete die österreichische Stadt erneut mit dem Label "lebenswert" aus. Erstmals wurden auch die Folgen des Klimawandels analysiert.

Wien ist einer Studie des britischen Wirtschaftsmagazins "The Economist" zufolge erneut die lebenswerteste Stadt auf der Welt. Jährlich veröffentlicht die "Economist Intelligence Unit" (EIU) eine Rangliste, in der 140 Städte anhand von 30 verschiedenen Kriterien verglichen werden. Melbourne und Sydney auf dem australischen Kontinent belegen Platz zwei und drei im Beliebtheitsranking.

Lebensstandard, Kriminalitätsrate, Gesundheitsversorgung, Kulturangebot, Umweltsituation, Schulsystem und städtische Infrastruktur zählen unter anderem zu den Vergleichsparametern. Wien erreichte ein fast perfektes Ergebnis von 99,1 Punkten von 100. Die österreichische Hauptstadt konnte demnach mit ihrem erschwinglichen und gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr, den moderaten Mietpreisen und dem vielfältigen Kulturangebot überzeugen.

Städte mit der höchsten Lebensqualität
RangStadtLand
1WienÖsterreich
2MelbourneAustralien
3SydneyAustralien
4OsakaJapan
5CalgaryKanada
6VancouverKanada
7TorontoKanada
8TokioJapan
9KopenhagenDänemark
10AdelaideAustralien

Architektur, das saubere Alpentrinkwasser und die Kaffeehauskultur wurden ebenfalls als Besonderheiten Wiens herausgestellt. Bereits ein Jahr zuvor führte die österreichische Stadt das Ranking an - 2018 landete damit erstmals eine europäische Stadt auf Platz eins der Studie.

Am Ende des Rankings finden sich die Städte mit der geringsten Lebensqualität für ihre Einwohner im weltweiten Vergleich: Die Liste führt Damaskus in Syrien an. Dicht gefolgt von Lagos, Dhaka, Tripolis, Karatschi, Port Moresby, Harare, Duala, Algier und Caracas.

Auswirkungen des Klimawandels auf die Städte

Die erstmalige Berücksichtigung des Klimawandels im aktuellsten EIU-Ranking führte dazu, dass beispielsweise Großstädte wie Neu-Delhi und Kairo auf den hinteren Plätze 118 und 125 landeten. Luftverschmutzung, hohe Durchschnittstemperaturen und die mangelhafte Wasserversorgung seien laut Autoren der Studie die Gründe für das schlechte Abschneiden.

Es sei zu erwarten, dass "Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel" die Bewertung der Städte künftig immer stärker beeinflussen, sagte EIU-Mitarbeiterin Agathe Demarais.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 04. September 2019 um 11:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: