Feuer | Bildquelle: AFP

Waldbrände in Kalifornien Mindestens 25 Tote bei verheerenden Feuern

Stand: 11.11.2018 12:52 Uhr

Starke Winde und Trockenheit sorgen dafür, dass sich die Waldbrände in Kalifornien weiter rasant ausbreiten. Bisher wurden mindestens 25 Tote geborgen. Mehr als 200.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Die Zahl der Todesopfer bei den Waldbränden in Kalifornien ist auf mindestens 25 gestiegen. Allein in der Gegend um die nordkalifornische Ortschaft Paradise seien mittlerweile 23 Opfer geborgen worden, teilte die Feuerwehr von Butte County mit. In den ausgebrannten Häuserruinen werden noch mehr Opfer befürchtet.

Mehr als 6450 Wohnhäuser seien zerstört, rund 15.000 Gebäude von den Flammen bedroht. Mehr als 4000 Feuerwehrleute sind bei den schlimmsten Flächenbränden in der Geschichte des Westküstenstaates im Einsatz.

Das Ausmaß der Zerstörung sei kaum zu beschreiben, sagte die Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde dem US-Sender CNN. Auch ihr Haus sei abgebrannt, ebenso hätten alle Mitglieder des Stadtrats ihre Häuser verloren, teilte Jody Jones mit. Ihnen stehe "harte Arbeit" bevor, den Ort wieder aufzubauen.

Waldbrände in Kalifornien
tagesschau 17:10 Uhr, 11.11.2018

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Zwei Flächenbrände im Norden von Los Angeles

Wegen starken Windes und geringer Luftfeuchtigkeit breiten sich die Brände weiter rasant aus. In der Region am Nordrand von Los Angeles gibt es zwei Flächenbrände. Zehntausende Menschen mussten flüchten. Das sogenannte Woolsey-Feuer verkohlte bis Samstagabend eine Fläche von mehr als 280 Quadratkilometer. Mindestens 150 Häuser seien abgebrannt, teilte die Feuerwehr mit. Rund 50.000 Gebäude seien noch in Gefahr. Bei abflauenden Winden meldeten die Löschteams aber erste Fortschritte. Die Feuersbrunst sei jetzt zu fünf Prozent eingedämmt, hieß es.

Für mehrere Ortschaften galt am Wochenende weiterhin ein Räumungsbefehl. Dutzende Häuser seien abgebrannt, sagte der Bürgermeister von Malibu. In dem Küstenort wurden zwei weitere Menschen tot aufgefunden, teilte Polizeichef John Benedict vom Bezirk Los Angeles mit.

Viele Prominente haben an der Küste und in dem angrenzenden Hügelland teure Villen. Stars wie die Sängerin und Schauspielerin Lady Gaga, der Regisseur und Oscar-Preisträger Guillermo del Toro und die TV-Persönlichkeiten Caitlyn Jenner und Kim Kardashian waren von den Evakuierungen betroffen.

Ausgebranntes "Jack In the Box"-Restaurant | Bildquelle: AFP
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Ein ausgebranntes Restaurant nahe Paradise.

Trump wirft Behörden Missmanagement vor

US-Präsident Donald Trump warf den zuständigen Behörden in Kalifornien Missmanagement vor. "Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement", schrieb Trump auf Twitter. Er drohte dem von den Demokraten regierten Staat mit dem Entzug von Bundesmitteln.

Der Verband der Feuerwehrleute in Kalifornien (CPF) wies die Vorwürfe zurück. Trump habe eine "uninformierte politische Drohung gegen die unschuldigen Opfer dieser verheerenden Feuer" ausgesprochen, sagte Verbandschef Brian Rice. Dies sei auch ein "schmählicher" Angriff auf die Feuerwehrleute, die ihr Leben riskieren würden.

US-Regierung registriert Trockenheit

Trockenheit, wärmeres Wetter und die Ausdehnung von Wohngebieten in Wälder haben dazu geführt, dass Waldbrände länger andauern. Eine fünfjährige Dürre in Kalifornien ging im vergangenen Jahr zu Ende, doch auch 2018 war sehr trocken, so die Analyse der US-Regierung.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. November 2018 um 10:00 Uhr.

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