Ein in Sardinien gestrandeter Wal wird abtransportiert. In seinem Inneren wurden 22 Kilogramm Plastikmüll gefunden.

Gestrandeter Wal Mehr als 20 Kilo Plastik im Bauch

Stand: 01.04.2019 19:03 Uhr

Umweltschützer haben in einem an der sardischen Küste gestrandeten Wal 22 Kilogramm Plastikmüll gefunden - darunter Plastikteller, Einkaufstüten und Wattestäbchen.

Helfer von Umweltschutzorganisationen haben einen in Sardinien angespülten Pottwal untersucht. Der Grund für seinen Tod dürfte demnach im Inneren seines Magens liegen. Wie die Umweltschutzorganisation World Wildlife Foundation (WWF) mitteilte, wurden im Magen des Meeressäugers 22 Kilogramm Plastikmüll gefunden. Mitgliedern der Organisation "Sea Me" zufolge war das Tier schwanger.

Im Magen des Wals fanden Helfer unter anderem Plastikteller und -besteck, Einkaufstüten, Wattestäbchen und die Verpackung eines Waschmittels - mit noch lesbarem Etikett.

Bereits vergangene Woche war das Tier in der Nähe des Urlaubsortes Porto Cervo an der nördlichen Küste Sardiniens gestrandet.

Im Inneren des Wals wurden 22 Kilogramm Plastikmüll gefunden.
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Im Inneren des Wals wurden 22 Kilogramm Plastikmüll gefunden.

Eine der größten Bedrohungen für Meereslebewesen

Der italienische Umweltminister Sergio Costa äußerte sich bei Facebook zu dem Vorfall: "Gibt es noch jemanden, der sagt, dass das keine wichtigen Probleme sind?"

Nach Angaben des WWF wurden in den vergangenen zwei Jahren mindestens fünf Wale gefunden, die wegen Plastik in ihrem Inneren verendet sind. Der Müll sei eine der größten Bedrohungen für Meerestiere, so die Organisation.

Erst vor zwei Wochen war an der Küste der Philippinen ein junger Wal mit 40 Kilogramm Plastik in Magen gefunden worden. Das Tier hatte unter anderem 16 Reissäcke aus Kunststoff, vier Säcke aus dem Bananenanbau und etlichen Einkaufstüten verschluckt, wie Meeresbiologen berichteten.

Über dieses Thema berichtete Brisant am 02. April 2019 um 17:30 Uhr.

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