Anhänger feiern den Wahlsieg von Imamoglu | Bildquelle: REUTERS

Wahl in Istanbul Oppositionspolitiker Imamoglu siegt

Stand: 24.06.2019 01:15 Uhr

Der Kandidat der oppositionellen CHP-Partei, Imamoglu, hat die Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen. Sein Rivale von der AKP gestand seine Niederlage ein - die auch ein Dämpfer für Präsident Erdogan ist.

Nach Auszählung fast aller Stimmen hat Ekrem Imamoglu von der oppositionellen CHP die Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen. Er erhielt laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu rund 54 Prozent der Stimmen. Der ehemalige Ministerpräsident Binali Yildirim von der AKP kam demnach auf rund 45 Prozent.

Der Bürgermeisterposten ist der wichtigste im Land. In der Istanbul leben mit rund 16 Millionen Menschen fast 20 Prozent aller Türken. Die Bedeutung der Wahl ging weit über das Lokale hinaus. Das Ergebnis gilt als Rückschlag für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seine regierende AKP.

Oppositionskandidat Imamoglu klarer Sieger bei Bürgermeisterwahl
tagesthemen 22:45 Uhr, 23.06.2019, Katharina Willinger, ARD Istanbul

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"Die ganze Türkei hat gewonnen"

Imamoglu bezeichnete seinen Sieg als "neuen Beginn" für die Türkei: "Nicht eine einzelne Partei, sondern ganz Istanbul und die Türkei haben diese Wahl gewonnen." Die Istanbuler hätten "den Ruf der Demokratie verteidigt". Er kündigte an, Erdogan bald zu besuchen, mit dem er "in Harmonie" zusammenarbeiten wolle.

Erdogan gratulierte Imamoglu: "Der nationale Wille hat sich heute einmal mehr gezeigt. Ich gratuliere Ekrem Imamoglu, der inoffiziellen Ergebnissen zufolge die Wahl gewonnen hat", schrieb er auf Twitter. Zuvor hatte Yildirim seine Niederlage bei einem Fernsehauftritt eingestanden und dem Wahlsieger viel Glück gewünscht. Die Wahl habe gezeigt, dass die türkische Demokratie perfekt funktioniere.

Eine Erklärung der Hohen Wahlkommission steht allerdings noch aus.

Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul, über die Situation am Morgen nach der Wahl
Morgenmagazin, 24.06.2019

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Vorsprung massiv vergrößert

Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten betrug nach Auszählung von 97,4 Prozent der Stimmen mehr als 730.000 Stimmen. Wahlberechtigt waren rund 10,5 Millionen Menschen. Nach der ersten Wahl vom 31. März hatte Imamoglu nur einen Vorsprung von gut 20.000 Stimmen gehabt.

Nach Einschätzung der ARD-Korrespondentin Katharina Willinger ist dieser große Zuwachs einerseits mit der Unzufriedenheit von AKP-Wählern über die Politik der Partei zu erklären, vor allem aber mit dem Unmut vieler Wähler über die Annullierung des Ergebnisses der ersten Wahl.

Angebliche Regelwidrigkeiten

Die Wahlkommission hatte das Ergebnis Anfang Mai wegen angeblicher Regelwidrigkeiten annulliert. Sie gab damit einem Antrag der AKP statt. Die Entscheidung begründete die Behörde unter anderem damit, dass in einigen Fällen die Vorsitzenden der Wahlräte - anders als gesetzlich vorgesehen - keine Beamten gewesen waren. Die Annullierung wurde international kritisiert.

Imamoglu war bis zu dieser Entscheidung schon fast drei Wochen lang der erste Bürgermeister Istanbuls seit 25 Jahren gewesen, der nicht Erdogans Partei oder deren Vorgängern angehört. Erdogan hatte seine politische Karriere 1994 als Bürgermeister in Istanbul begonnen.

Nach Einschätzung von ARD-Korrespondentin Willinger dürfte die Wahlniederlage die siegesgewohnte AKP dazu bringen, ihren Kurs zu überdenken.

Opposition gewinnt Bürgermeisterwahl in Istanbul
Christian Buttkereit, ARD Istanbul
23.06.2019 20:53 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. Juni 2019 um 18:00 Uhr.

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