Vulkan Merapi mit Aschewolke | Bildquelle: AFP

Aschewolke in Indonesien Vulkan Merapi spuckt wieder

Stand: 21.06.2020 10:44 Uhr

Der indonesische Vulkan Merapi hat eine sechs Kilometer hohe Aschewolke ausgespuckt. Die Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Auch der Luftverkehr ist betroffen.

Indonesiens aktivster Vulkan Merapi ist zwei Mal hintereinander ausgebrochen. Der Vulkan auf der Insel Java stieß eine sechs Kilometer hohe Aschewolke in den Himmel, wie die indonesische Geologiebehörde mitteilte.

Über einigen Dörfern in der Nähe des 2930 Meter hohen Vulkans ging ein Ascheregen nieder. Die Behörden forderten die Menschen auf, die drei-Kilometer-Gefahrenzone um den Krater zu meiden. Die Eruptionen dauerten den Angaben zufolge insgesamt sieben Minuten.

Warnung für zivilen Flugverkehr

Die Alarmstufe für den Vulkan wurde zwar nicht erhöht. Die Behörden gaben jedoch eine Warnung für den zivilen Flugverkehr aus. 

Indonesien mit seinen fast 130 Vulkanen liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort stoßen mehrere tektonische Platten aufeinander, so dass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.

Der Merapi gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Bei seinem bislang letzten großen Ausbruch im Jahr 2010 waren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Rund 280.000 Menschen mussten damals ihre Häuser verlassen. Im Jahr 1930 starben rund 1300 Menschen bei einem Ausbruch des Merapi.

Indonesien hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land: fast 130.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Juni 2020 um 10:00 Uhr.

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