Massendemonstration von Regierungsgegnern in Caracas | Bildquelle: REUTERS

Machtkampf in Venezuela Opposition fordert Einfuhr von Hilfsgütern

Stand: 12.02.2019 21:22 Uhr

Der Machtkampf zwischen Staatschef Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó in Venezuela geht weiter: Regierungsgegner forderten das Militär auf, die US-Hilfsgüter ins Land zu lassen.

Im Machtkampf zwischen zwischen dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó sind erneut tausende Regierungsgegner im ganzen Land auf die Straße gegangen. Sie riefen anlässlich des Tages der Jugend die Streitkräfte dazu auf, die US-Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung ins Land zu zu lassen.

Die zu großen Teilen in Weiß gekleideten Demonstranten riefen "Freiheit!" und "Guaidó" und schwenkten venezolanische Nationalflaggen. Zeitgleich demonstrierten Regierungsanhänger im Zentrum der Hauptstadt Caracas gegen die "imperialistische Invasion" der USA. 

Zehntausende demonstrieren in Caracas gegen Präsident Maduro
tagesthemen 22:15 Uhr, 12.02.2019, Xenia Böttcher, ARD Mexiko zzt. Caracas

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"Krieg gegen Hunger und Elend"

"Soldaten, Matrosen, Polizisten, das ist ein Befehl: Lasst die humanitäre Hilfe ins Land", sagte Guaidó bei einer Kundgebung in Caracas. "Wir führen einen Krieg gegen den Hunger und das Elend." Freiwillige sollten sich am kommenden Wochenende treffen, um die Verteilung der Hilfsgüter zu planen. Nach Guaidós Angaben haben sich bereits 250.000 Menschen gemeldet, um die Hilfslieferungen zu unterstützen.

"Die humanitäre Hilfe wird nach Venezuela kommen, so viel ist sicher", sagte Guaidó weiter. Der "Tyrann" Maduro werde Venezuela verlassen müssen, bekräftigte er. Guaidó kündigte an, ab dem 23. Februar die Lieferungen ins Land bringen zu lassen - auch gegen den Widerstand von Präsident Maduro.

Der selbst ernannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó. | Bildquelle: AFP
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Der selbst ernannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó.

Venezuela, das erdölreichste Land der Welt, kämpft mit einer schweren Versorgungskrise. Viele Menschen leiden unter Hunger, in den Krankenhäusern fehlt es an Medikamenten. Maduro lehnt die humanitäre Hilfe als "politische Show" ab. Er befürchtet, die Lieferungen seien ein Vorwand für eine militärische Intervention der USA. Sie seien mit ihren Strafmaßnahmen verantwortlich für die Versorgungsengpässe bei Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Die Strafmaßnahmen richten sich gegen Venezuelas staatlichen Ölkonzern PDVSA und sollen laut US-Finanzminister Steven Mnuchin so lange in Kraft bleiben, bis eine Übergangsregierung oder eine demokratisch gewählte Regierung in dem südamerikanischen Land im Amt ist.

100 Tonnen Hilfsgüter stehen bereit

Seit vergangener Woche warten in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta zehn Lastwagen mit etwa 100 Tonnen Hilfsgütern auf die Erlaubnis, passieren zu dürfen. Zudem soll in dieser Woche eine Sammelstelle für Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel im brasilianischen Bundesstaat Roraima an der Grenze zu Venezuela eingerichtet werden.

Erbitterter Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó

Guaidó hatte sich Ende Januar selbst zum Interimspräsidenten erklärt und damit Maduro herausgefordert. Die Wiederwahl des Staatschefs im vergangenen Jahr hat nach Auffassung der Opposition nicht den demokratischen Standards entsprochen. Laut Verfassung könnte Guaidó das Präsidentenamt deshalb vorübergehend übernehmen und Neuwahlen organisieren.

Mittlerweile wird Guaidó von rund 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt, unter anderem von den USA, einer Reihe lateinamerikanischer Länder, Deutschland und weiteren EU-Staaten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach sich bei einem Besuch im Nachbarland Kolumbien für freie Präsidentschaftswahlen in Venezuela aus. Nach Jahren der Autokratie und der Misswirtschaft sei Venezuela am Rande des Abgrunds. Er zeigte sich davon überzeugt, nur wenn ein neuer Präsident "auf einer glaubwürdigen, legitimen Grundlage" und damit durch eine ehrliche Wahl das Amt innehabe, werde es neue Hoffnung auf eine Zukunft für die Menschen in Venezuela geben.

Xenia Böttcher, ARD Mexiko zzt. Caracas, zum Machtkampf in Venzuela
tagesthemen 22:15 Uhr, 12.02.2019

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Februar 2019 um 20:00 Uhr.

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