Anhänger der Opposition protestieren auf den Straßen von Caracas. | Bildquelle: Miguel Gutiérrez/EPA-EFE/REX

Machtkampf in Venezuela Opposition startet "Operation Freiheit"

Stand: 07.04.2019 00:48 Uhr

In Venezuela haben erneut Tausende Anhänger des selbst ernannten Übergangspräsidenten Guaidó protestiert. Sie fordern den Rücktritt von Staatschef Maduro. Auch dieser mobilisierte seine Unterstützer.

Venezuelas Opposition hat mit Kundgebungen gegen die seit einem Monat anhaltenden Stromunterbrechungen protestiert. Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó stellte die Demonstrationen als Beginn der "Operation Freiheit" vor, die den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro zum Rücktritt drängen soll.

"Wir fordern nicht nur Wasser und Licht, sondern auch Demokratie und Zukunft", sagte Guaidó auf der Hauptkundgebung in Caracas. Maduro halte sich nur mithilfe der bewaffneten paramilitärischen Gruppen an der Macht, so der Oppositionsführer, mehr als 90 Prozent der Bevölkerung wollten seiner Meinung nach einen Regierungswechsel.

In Venezuela protestieren Guaidó-Anhänger für einen Machtwechsel
tagesschau 13:15 Uhr, 07.04.2019, Michael Stocks, ARD Mexiko-Stadt

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Internationale Konferenz angekündigt

Guaidó rief seine Anhänger auf, am Mittwoch mit doppelter Kraft erneut auf die Straßen zu gehen. Er kündigte auch eine internationale Konferenz an, die in Venezuela über die Überwindung der gegenwärtigen politischen und sozialen Krise debattieren solle. Er gab allerdings keinen genauen Termin für dieses Treffen an.

Bei den Protesten kam es offenbar zu Zwischenfällen. Zwei Abgeordnete der Opposition seien bei einer Kundgebung in Maracaibo von Sicherheitskräften vorübergehend festgenommen worden, erklärten die betroffenen Parlamentarier dem Sender VPItv. Bei Zusammenstößen mit der Polizei seien zudem in Maracaibo rund 30 Demonstranten verletzt worden, berichtete die Zeitung "El Nacional".

Auch Proteste für Maduro

Die sozialistische Regierungspartei PSUV rief ihre Anhänger ebenfalls zu einer Demonstration vor dem Präsidentenpalast Miraflores in Caracas zur Unterstützung Maduros und "gegen den Imperialismus" auf.

Unterstützer von Nicolas Maduro protestieren in Caracas. | Bildquelle: AP
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Unterstützer von Staatschef Maduro protestieren in Caracas.

Weitere Sanktionen verhängt

Guaidó wurde diese Woche seine Immunität als Parlamentspräsident aberkannt. Damit droht ihm die Verhaftung. Er zeigte sich jedoch unbeugsam. Die USA und die meisten anderen westlichen Staaten erkennen ihn als legitimen Staatschef Venezuelas an. Sie warnen Maduro vor einer Festnahme Guaidós. Die USA verhängten bereits am Freitag weitere Sanktionen gegen das Land.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 06. April 2019 um 23:30 Uhr.

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