Halbautomatische Waffen in einem Geschäft in den USA | Bildquelle: AFP

Rekord im Jahr 2017 Mehr Tote durch Schusswaffen in den USA

Stand: 14.12.2018 16:15 Uhr

In den USA kommen überproportional mehr Menschen durch Schusswaffen ums Leben als in anderen Ländern. Im vergangenen Jahr waren es fast 40.000 - ein neuer Rekord.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Fast 40.000 Menschen sind in den USA im vergangenen Jahr durch Schusswaffen ums Leben gekommen. Das ist die höchste Zahl, seit man vor 40 Jahren begonnen hat, die Statistik zu führen. Etwas mehr als die Hälfte davon sind Suizide mit Pistolen oder Gewehren. Zum Vergleich: In Deutschland sterben knapp 900 Menschen im Jahr durch eine Schusswaffe, der größte Teil davon Suizide.

Schwarze Männer besonders gefährdet

In den USA wurden 15.000 Menschen durch Kugeln getötet, darunter 2000 Fälle von Selbstverteidigung, zum Beispiel von Polizisten. Es gab ebenso viele Unfälle mit Waffen. Bei den Suiziden sind es vor allem weiße Männer, die zu Pistole oder Gewehr greifen. Für Männer mit schwarzer Hautfarbe ist die Gefahr am größten, von solchen Waffen getötet zu werden.

Anhänger strengerer Kontrollen sprechen von "Epidemie"

Diese von den Gesundheitsbehörden veröffentlichten Zahlen nennen diejenigen, die mehr Waffenkontrollen fordern, eine "Epidemie". 109 Schusswaffentote am Tag könne ein Land nicht einfach hinnehmen. Die Waffenlobby NRA ist dagegen der Auffassung, dass mit mehr Kontrolle oder Verboten das Problem nicht gelöst werden könne.

Statistik zeigt neuen Rekord: Immer mehr Tote durch Schusswaffen in den USA
Arthur Landwehr, ARD Washington
14.12.2018 14:56 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 14. Dezember 2018 um 22:03 Uhr.

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