Soldaten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. | Bildquelle: AP

Illegale Einwanderung USA schicken weitere Soldaten an die Grenze

Stand: 04.02.2019 06:48 Uhr

Mit zusätzlichen Einheiten des Militärs will das US-Verteidigungsministerium illegale Grenzübertritte von Migranten aus Mittelamerika zunehmend verhindern. Die Aufstockung fällt in den Streit um Trumps Mauer.

Die US-Regierung verlegt zusätzlich 3750 Soldaten an die Grenze zu Mexiko. Dort sollen sie unter anderem rund 240 Kilometer Stacheldraht verlegen, um Migranten von einer illegalen Einreise nach Amerika abzuhalten.

Wie das Verteidigungsministerium weiter mitteilte, sollen die Einheiten auch eine Anlage zur Mobilfunküberwachung installieren. Mit der Entsendung steigt die Zahl der Soldaten an der Grenze auf rund 4350.

Trump hält an Mauerforderung fest

Hintergrund ist, dass sich in den vergangenen Monaten Tausende Migranten aus Mittelamerika auf den Weg Richtung USA gemacht hatten. Ende 2018 waren rund 6000 von ihnen bis nach Tijuana an die US-Grenze gelangt. Sie hoffen auf Asyl in den USA und sind vor der Gewalt und Armut in ihren Heimatländern geflohen.

Donald Trump | Bildquelle: MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX
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Donald Trump fordert weiter den Bau einer Grenzmauer.

Die Entscheidung fällt mitten in den Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und der Demokraten im amerikanischen Kongress um die Finanzierung einer Grenzmauer zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko. Der Präsident hatte die Barriere im Wahlkampf versprochen und fordert vom Kongress, die notwendigen Mittel für den Bau bereitzustellen.

Zuletzt hatte Trump in Zweifel gezogen, dass die Republikaner im Kongress den Demokraten die Finanzierung abringen können. Vertreter beider Parteien verhandeln derzeit über die Grenzsicherheit. Sie haben bis zum 15. Februar Zeit, eine Lösung für ein neues Budgetgesetz zu finden. Andernfalls droht Teilen der Regierung erneut eine Haushaltssperre. Um das Geld für die Mauer zu bekommen, ist Trump im Kongress auf Stimmen der Demokraten angewiesen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Februar 2019 um 06:00 Uhr.

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