US-Präsident Donald Trump hält anlässlich des Unabhängigkeitstags eine Rede am Mount Rushmore in South Dakota.  | Bildquelle: REUTERS

Trump-Rede zum Unabhängigkeitstag Düstere Botschaft aus South Dakota

Stand: 04.07.2020 10:32 Uhr

US-Präsident Trump hat zum Auftakt des Unabhängigkeitstags die Anti-Rassismus-Demonstranten attackiert. Eine Kampagne "zur Auslöschung unserer Geschichte" sei im Gange. Die Corona-Krise erwähnte er mit keinem Wort.

Von Katrin Brand, ARD-Studio Washington

Amerika im Kulturkampf - es war ein düsteres Szenario, das Präsident Donald Trump am Fuße des Mount Rushmore malte: "Unsere Nation wird gerade Zeuge einer mitleidlosen Kampagne, um unsere Geschichte auszulöschen, unsere Helden zu diffamieren, unsere Werte auszuradieren und unsere Kinder zu indoktrinieren".

Wütende Mobs versuchten, die Statuen der Gründerväter niederzureißen und eine Welle von Gewalt in den Städten loszutreten, so Trump. Aber: Dieses Monument werde niemals entweiht, diese Helden würden nie verunstaltet, sagte Trump vor dem Denkmal der vier Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln in South Dakota.

Trump greift Protestbewegung gegen Rassismus in Rede zum Unabhängkeitstag scharf an
tagesschau 20:00 Uhr, 04.07.2020, Stefan Niemann, ARD Washington

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Jubelnde Anhänger

Etwa 7500 Anhänger jubelten ihm zu, viele mit roten Trump-Kappen. Wie bei seinen Wahlkampfveranstaltungen brachen sie immer wieder in Sprechchöre aus.

Dass in fast allen Staaten der USA die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen steil ansteigt, war am Mount Rushmore nicht zu bemerken. Wie Fernsehbilder zeigten, trug kaum jemand Maske. Es werde kein Social Distancing, also kein Abstandsgebot geben, hatte die Gouverneurin Kristi Noem schon vorher angekündigt.

US-Präsident Donald Trump schaut ein Flugshow an über dem Mount Rushmore in South Dakota. | Bildquelle: REUTERS
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Eine Flugshow war Teil der Inszenierung über dem Nationaldenkmal am Mount Rushmore.

Die tiefe Krise, in der sich Amerika wegen des Coronavirus befindet, war dem Präsidenten am Vorabend des Unabhängigkeitstages keine Bemerkung wert. Er schwor stattdessen seine Anhängerschaft auf den Kampf gegen eine linke Revolution, einen linken Faschismus ein, der angeblich absolute Unterwerfung fordere.

"Diese Attacke muss gestoppt werden"

"Diese Attacke auf die wunderbare Freiheit muss gestoppt werden und sie wird gestoppt", versprach der Präsident. Trump nahm offenbar Bezug auf die Proteste, die mit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten Ende Mai begonnen hatten.

Tausende Zuschauer sind zu Trumps Auftritt vor dem Mount Rushmore gekommen. | Bildquelle: REUTERS
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Etwa 7500 Trump-Anhänger waren gekommen und hörten einen Präsidenten, der ein düsteres Bild zeichnete.

Seither wird in den USA intensiv über Polizeigewalt und Rassismus diskutiert. In einigen Städten wurden Statuen von Südstaaten-Generälen und Politikern gestürzt, was Trump empörte.

Monument im heiligen Gelände des Lakota-Stammes

Trumps Auftritt am Mount Rushmore war umstritten. Zum einen wegen der akuten Waldbrandgefahr durch das Feuerwerk. Zum anderen, weil das Monument genau in die aktuelle Debatte um Denkmäler des Rassismus passt. Die vier riesigen Köpfe wurden Anfang des 20. Jahrhunderts in die Black Hills, in heiliges Gelände des Lakota-Stammes gesprengt.

Heute wird Trump mit Flugshow und Feuerwerk in Washington den Unabhängigkeitstag feiern.

Independence Day: Trump beschwört Kulturkampf
Katrin Brand, ARD Washington
04.07.2020 09:40 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 04. Juli 2020 um 10:05 Uhr.

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