Kinder verlassen eine Schule und bedecken Nase und Mund. Ein Passagierflugzeug der amerikanischen Delta Airlines hat kurz nach dem Start in Los Angeles wegen eines Triebwerkproblems Treibstoff über dem Spielplatz einer Grundschule abgelassen.  | Bildquelle: dpa

USA Flugzeug lässt Kerosin über Grundschule ab

Stand: 15.01.2020 03:29 Uhr

Eine Maschine der US-Airline Delta hat kurz nach dem Start Probleme, dreht um und lässt Kerosin ab. Der prasselt auf eine Grundschule in Los Angeles nieder und löst Atembeschwerden und Hautreizungen bei Schülern aus.

Ein US-Passagierflugzeug hat Treibstoff über einer Grundschule in Kalifornien abgelassen - und damit Gesundheitsschäden bei mehr als 40 Schülern und Erwachsenen verursacht. Bei dem Delta-Flug von Los Angeles nach Shanghai waren kurz nach dem Start technische Probleme aufgetreten, weshalb die Crew das Kerosin abließ und umdrehte, wie ein Sprecher der Fluggesellschaft mitteilte. Der Treibstoff ging auf dem Spielplatz der 25 Kilometer vom Flughafen entfernt gelegenen Schule nieder. 

Nach Angaben der Feuerwehr wurden etwa 40 Personen wegen Hautreizungen und leichterer Atembeschwerden vor Ort behandelt, mehr als die Hälfte davon Kinder. In keinem der Fälle sei eine Einlieferung ins Krankenhaus notwendig gewesen. Das Kerosin landete auch in anderen Schulen in der Gegend im Süden von Los Angeles. Dort verursachte es jedoch nach Angaben der Behörden keine Gesundheitsprobleme. 

Feuerwehrmänner gewähren Eltern den Zugang zur Park Avenue Grundschule | Bildquelle: dpa
galerie

Ein US-Passagierflugzeug hat Treibstoff über einer Grundschule in Kalifornien abgelassen - und damit Gesundheitsschäden bei mehr als 40 Schülern und Erwachsenen verursacht. 

Ablassen von Treibstoff eine normale Prozedur

Der Delta-Sprecher sagte, bei der Maschine seien Probleme am Triebwerk aufgetreten. Das Ablassen des Treibstoffs habe der normalen Prozedur entsprochen, um das Gewicht der Maschine bei einer vorzeitigen Landung zu senken. Das Flugzeug sei sicher gelandet. Die Flugaufsichtsbehörde FAA leitete nach eigenen Angaben eine Untersuchung des Vorfalls ein. 

Die "Los Angeles Times" berichtete unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher, zwei Klassen der Grundschule in Cudahy südlich der Stadtgrenze von Los Angeles seien zu dem Zeitpunkt außerhalb des Schulgebäudes gewesen. Die Feuerwehr riet Anwohnern dazu, wegen des stechenden Kerosin-Geruchs Türen und Fenster geschlossen zu halten. Mehr als 70 Feuerwehrleute und Sanitäter waren im Einsatz.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. Januar 2020 um 06:15 Uhr.

Darstellung: