GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast | Bildquelle: picture-alliance / DoD

Anti-IS-Kampf in Afghanistan USA setzen größte nicht-atomare Bombe ein

Stand: 13.04.2017 19:44 Uhr

Das US-Militär hat seine größte nicht-atomare Bombe auf ein vermutetes Versteck der IS-Terrormiliz in Afghanistan abgeworfen. Sie ist seit ihrer Entwicklung 2003 bisher noch nie bei Kampfhandlungen eingesetzt worden.

Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben erstmals eine tonnenschwere Bombe vom Typ GBU-43 eingesetzt. Der Sprengsatz sei in der ostafghanischen Provinz Nangarhar abgeworfen worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Washington. Ziel seien Höhlen des IS gewesen.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, zum US-Angriff in Afghanistan
tagesschau 20:00 Uhr, 13.04.2017

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Das Gebiet liegt in der Nähe der pakistanischen Grenze. Den Angaben zufolge war es das erste Mal, dass die GBU-43 seit ihrer Entwicklung 2003 in einem Kampfeinsatz verwendet wurde. Die Bombe gilt mit mehr als 8000 Kilogramm Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent als größter konventioneller Sprengkörper der US-Streitkräfte.

Die US-Streitkräfte seien derzeit dabei, den Schaden zu beurteilen, erklärte das US-Verteidigungsministerium. Die Rebellen verstärkten derzeit ihre Verteidigungslinien mit improvisierten Sprengkörpern, Tunnels und Bunkern. "Dies ist die richtige Munition, um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen und das Momentum unserer Offensive gegen den IS zu erhalten", zitiert das Pentagon den Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, General John Nicholson.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. April 2017 um 20:00 Uhr.

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