Aufräumarbeiten nach einer Schlammlawine im Glemmtal, die durch schwere Unwetter ausgelöst wurde | Bildquelle: dpa

Unwetter in Österreich Glemmtal zeitweise wieder zugänglich

Stand: 24.08.2018 20:19 Uhr

Heftige Regenfälle haben in Österreich für Überschwemmungen und Schlammlawinen gesorgt. Im Glemmtal südlich von Salzburg wurde eine Landesstraße weggespült. Etwa 250 Menschen saßen zwischenzeitlich fest.

Das zwischenzeitlich durch Überschwemmungen abgeschnittene Glemmtal im Pinzgau ist zumindest zeitweise wieder erreichbar. Wie das Bundesland Salzburg mitteilte, war bei den Gewittern am Donnerstagabend im Talschluss bei Hinterglemm eine Straße weggespült worden. Rund 250 Menschen waren zwischenzeitlich von der Außenwelt abgeschnitten.

"Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei arbeiten derzeit daran, die verbliebene Fahrspur zu sichern", sagte Katastrophenschutzreferent Manfred Pongruber laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Die Straße wurde am Freitagnachmittag für eine halbe Stunde geöffnet, einige der festsitzenden Menschen konnten das Gebiet verlassen.

Keine Meldungen über Verletzte

Über Nacht wird die Landesstraße laut APA wieder gesperrt, sie soll aber auch zum Urlauberwechsel am Wochenende stundenweise geöffnet werden. "Es sind glücklicherweise keine Personen zu Schaden gekommen. Für die Leute im hinteren Bereich des Tales besteht keine akute Gefahr", sagte Bezirkshauptfrau Monika Vogl.

Der Bürgermeister der Gemeinde Saalbach-Hinterglemm, Alois Hasenauer, sprach nach einem Rundflug im Hubschrauber von einem Katastrophengebiet. "Es wird sicher noch einige Tage dauern, bis wir das Offensichtliche beseitigt haben, und sicher noch einige Wochen, bis wir bei uns im Gemeindegebiet wieder Normalität haben", sagt Hasenauer dem ORF.

Schwere Schäden nach Unwetter in Österreich
tagesschau 14:00 Uhr, 24.08.2018

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Zivilschutzalarm ausgelöst

Das Unwetter hatte in der Nacht für Überschwemmungen und Schlammlawinen verursacht. Besonders betroffen war der Pinzgau südöstlich von Salzburg, wo zwei Gewitterzellen aufeinandertrafen. An vielen Orten trat der kleine Fluss Saalach über die Ufer.

Für die drei Gemeinden Maishofen, Viehhofen und Saalbach-Hinterglemm wurde vorerst der Zivilschutzalarm ausgelöst, eine Warnung an die Bevölkerung vor großer Gefahr. Blitze lösten zwei Waldbrände aus. Keller und Tiefgaragen wurden überflutet. Teilweise war in einigen Orten die Trinkwasserversorgung unterbrochen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. August 2018 um 14:00 Uhr.

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