Straßensperre in Saalbach-Hinterglemm | Bildquelle: dpa

Unwetter in Österreich Hunderte Menschen sitzen im Glemmtal fest

Stand: 24.08.2018 13:55 Uhr

Heftige Regenfälle haben in Österreich für Überschwemmungen und Schlammlawinen gesorgt. Im Glemmtal südlich von Salzburg wurde eine Landesstraße weggespült. Mehrere hundert Menschen sitzen dort fest.

Nach schweren Unwettern südlich von Salzburg sind Teile des Glemmtals im Pinzgau von der Außenwelt abgeschnitten. Wie das Bundesland Salzburg mitteilte, sitzen im Talschluss 200 bis 300 Menschen fest, weil eine Landesstraße auf einer Länge von etwa 50 Metern weggespült wurde. "Diese Personen werden am Freitag falls erforderlich evakuiert", sagte Monika Vogl von der Bezirkshauptmannschaft. "Falls es über die Forststraßen nicht möglich ist, wird auch daran gedacht, das Bundesheer zu Hilfe zu holen."

Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei arbeiteten daran, die verbliebene Fahrspur zu sichern, sagte der zuständige Katastrophenschutzreferent. Die Straße sollte am Nachmittag für eine halbe Stunde geöffnet werden, um die festsitzenden Menschen zu versorgen. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Urlauber. Über Nacht wird die Landesstraße laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA wieder gesperrt, sie soll aber auch zum Urlauberwechsel am Wochenende stundenweise geöffnet werden.

Schwere Schäden nach Unwetter in Österreich
tagesschau 14:00 Uhr, 24.08.2018

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Das Unwetter hatte in der Nacht für Überschwemmungen und Schlammlawinen verursacht. Besonders betroffen war der Pinzgau südöstlich von Salzburg, wo zwei gewitterzellen aufeinandertrafen. An vielen Orten trat der kleine Fluss Saalach über die Ufer. Für die drei Gemeinden Maishofen, Viehhofen und Saalbach-Hinterglemm wurde vorerst der "Zivilschutzalarm" ausgelöst, eine Warnung an die Bevölkerung vor großer Gefahr. Blitze lösten zwei Waldbrände aus. Keller und Tiefgaragen wurden überflutet. Teilweise war in einigen Orten die Trinkwasserversorgung unterbrochen. Meldungen von Vermissten oder Verletzten gibt es bisher nicht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. August 2018 um 14:00 Uhr.

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