US-Präsident Trump bei einer Rede | Bildquelle: AP

US-Flagge auf halbmast Trump würdigt McCain nun doch

Stand: 28.08.2018 00:46 Uhr

Nach massiver Kritik hat US-Präsident Trump den verstorbenen Senator McCain nun doch offiziell gewürdigt. US-Flaggen werden wieder auf halbmast gesetzt. Ein Sprecher verlas einen emotionalen Abschiedsbrief von McCain.

US-Präsident Donald Trump hat nach heftiger Kritik nun doch eine offizielle Würdigung des verstorbenen Senators John McCain veröffentlicht. Trump erklärte, "trotz politischer Differenzen" respektiere er McCains "Dienst an unserem Land". Er habe angeordnet, die Flagge der Vereinigten Staaten bis zur Beisetzung McCains auf halbmast zu setzen. Das betrifft die Flagge auf dem Weißen Haus sowie an allen staatlichen Gebäuden, Militäreinrichtungen und Botschaften.

Pence soll bei einer Gedenkveranstaltung sprechen

Zugleich erklärte Trump, Vize-Präsident Mike Pence werde am Freitag bei einer Gedenkveranstaltung im Kapitol in Washington für den verstorbenen McCain sprechen. Verteidigungsminister James Mattis, Stabschef John Kelly und Sicherheitsberater John Bolton sollen den Präsidenten demnach bei einem Gedenkgottesdienst vertreten.

Zuvor hatte Trump lediglich mit einem kurzen Beileids-Tweet auf den Tod des einflussreichen republikanischen Senators reagiert und war dafür kritisiert worden. US-Medienberichten zufolge hatte sich Trump lange gegen eine weitergehende offizielle Würdigung gewehrt. Unter anderem Veteranenverbände der US-Armee äußerten ihre Kritik an Trumps Verhalten.

McCains Verhältnis zu Trump war stark belastet. Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Trump den Veteranen, der mehr als fünf Jahre in Kriegsgefangenschaft verbrachte, übel verhöhnt. Für ihn sei McCain "kein Held", sagte Trump, der selbst einst den Wehrdienst umgangen hatte: "Ich mag Leute, die nicht gefangen wurden, okay?" Noch vom Krankenbett aus setzte McCain wenige Wochen vor seinem Tod eine Erklärung mit vernichtender Kritik an Trumps Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin ab.

Trauerfeier ohne Trump

Zudem ließ er verbreiten, dass er Trump nicht als Trauergast bei seiner Beerdigung wolle. Stattdessen wünschte er sich laut Medienberichten, dass der demokratische Ex-Präsident Obama und Ex-Präsident George W. Bush bei der Trauerfeier reden.

John McCain
galerie

US-Senator McCain starb im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Hirntumors.

Unterdessen veröffentlichte die Familie McCains einen Abschiedsbrief, in dem der US-Senator seine Dankbarkeit und Liebe zum Vaterland beteuert. McCain ging in der Erklärung auf das Privileg ein, seinem Land über Jahrzehnte zu dienen. Er habe versucht, dies ehrwürdig zu bewerkstelligen, schrieb McCain. Der Brief wurde in Phoenix von seinem früheren Wahlkampfmanager Rick Davis verlesen, der als Sprecher der Familie McCain fungiert.

Auch die aktuelle Politik war McCain ein paar Zeilen wert. "Verzweifeln Sie nicht an unseren derzeitigen Schwierigkeiten, sondern glauben Sie immer an das Versprechen und die Größe von Amerika", schrieb McCain. "Amerikaner geben niemals auf. Wir ergeben uns nie. Wir verstecken uns niemals vor der Geschichte. Wir schreiben Geschichte."

Bürger und Politiker würdigen verstorbenen Politiker McCain
tagesschau 09:00 Uhr, 28.08.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. August 2018 um 04:11 Uhr.

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