Die Sprecherin von Melania Trump, Stephanie Grisham, wird nun auch Sprecherin des US-Präsidenten. | Bildquelle: dpa

Sanders-Nachfolge Grisham wird neue Trump-Sprecherin

Stand: 25.06.2019 19:44 Uhr

Die Nachfolge von Trumps Sprecherin Sanders ist geklärt: Wie Melania Trump auf Twitter mitteilte, wird ihre Sprecherin Stephanie Grisham den Posten übernehmen. Sie gehört seit 2015 zur Trump-Entourage.

Die bisherige Sprecherin der First Lady Melania Trump, Stephanie Grisham, soll neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump werden. Das teilte Melania Trump auf Twitter mit. Grisham beerbt damit Sarah Sanders, die auf eigenen Wunsch zum Monatsende ausscheidet.

Melania Trump schrieb, sie könne sich keine bessere Person vorstellen, um der Regierung und dem Land zu dienen. Grisham gehört seit langem zum Umfeld Trumps. Sie stieß 2015 zu dessen Wahlkampfteam und ist damit eine der wenigen Mitarbeiterinnen, die sich aus den Anfangstagen halten konnten. Sie gilt als äußerst loyal und soll für einige Entscheidungen hinter den Kulissen verantwortlich gewesen sein. So gab es etwa Berichte, dass sie im vergangenen November eine treibende Kraft bei der Entlassung der stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberaterin Mira Ricardel war.

Sarah Huckabee Sanders, Sprecherin des Weißen Hauses | Bildquelle: AFP
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Sarah Sanders hatte vor knapp zwei Wochen ihren Rückzug als Trump-Sprecherin angekündigt.

Sanders-Rückzug seit zwei Wochen bekannt

Trump hatte vor knapp zwei Wochen mitgeteilt, dass Sanders das Weiße Haus zum Monatsende verlassen wird. Diese hatte danach betont, der Job als Sprecherin des Weißen Hauses sei "die Ehre meines Lebens" gewesen. Zur Begründung für ihr Ausscheiden hatte sie angegeben, sie wolle nun mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren vier, fünf und sieben Jahre alten Kindern verbringen.

Sanders war unter Journalisten in die Kritik geraten, weil sie immer weniger Pressekonferenzen abhielt. Der von Trump verachtete US-Sender CNN schrieb zu ihrem Abschied: "Sarah Sanders' primäres Vermächtnis als Pressesprecherin des Weißen Hauses wird der Tod des täglichen Pressebriefings sein." Sanders' letzte kurze Pressekonferenz im Briefing-Raum des Weißen Hauses war am 11. März.

Rückkehr nach Arkansas

Sanders, die den Sprecher-Job von Sean Spicer übernahm, fiel besonders durch ihre nach außen fast bedingungslose Loyalität zu Trump auf. Als ihr Abschied verkündet wurde, sagte Sanders, sie sei dem Präsidenten ewig dankbar für die Aufgabe - und sie sei stolz auf alles, was Trump erreicht habe. "Ich liebe den Präsidenten und meinen Job." Ihre wichtigste Aufgabe sei aber, ihren Kindern eine Mutter zu sein. Sanders will nun nach Arkansas zurückkehren.

Ihr Vater Mike Huckabee war 1996 bis 2007 Gouverneur des Bundesstaats. Sarah Sanders schloss nicht aus, in Zukunft für das Amt zu kandidieren. Trump hatte über seine scheidende Mitarbeiterin gesagt: "Sie ist eine besondere Person mit außergewöhnlichen Talenten, die unglaubliche Arbeit geleistet hat." Er hoffe, sie werde einmal als Gouverneurin in Arkansas kandidieren und in die Fußstapfen ihres Vaters treten.

Von der First Lady zum Präsidenten: Neue Pressesprecherin des Weißen Hauses
Jan Bösche, ARD Washington
25.06.2019 21:09 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Juni 2019 um 23:00 Uhr.

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