US-Dollars vor einer USA-Flagge | Bildquelle: dpa

Datenpanne in US-Behörde Trump zahlt Corona-Hilfe an Österreicher

Stand: 08.09.2020 08:38 Uhr

Zahlreiche Österreicher können sich über einen unerwarteten Geldsegen freuen: Per Scheck erhielten sie je rund 1000 Euro Corona-Hilfe von US-Präsident Trump - schuld ist offenbar eine Datenpanne.

Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind nun bei etlichen Österreichern gelandet. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar (rund 1000 Euro) sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden.

Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der einst für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, schilderte der Mann in der ORF-Nachrichtensendung "ZiB2". Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt.

Offenbar Datenpanne schuld

Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein. Die US-Regierung hatte Schecks an zahllose Menschen geschickt, gedacht als Hilfe in der Coronavirus-Krise.

US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks in Höhe von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150.000 Dollar entsprechend 2400 Dollar. Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote.

Daten nicht abgeglichen

Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen.

Das Geld wird jedenfalls im Fall des Rentners aus Linz zu einem guten Teil in die USA zurückfließen. Sollten die Reisebeschränkungen wieder fallen, werde er dort endlich mal wieder Urlaub machen, kündigte er an.

Über dieses Thema berichtete SWR3 am 08. September 2020 um 08:50 Uhr.

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