Handshake Trump und Kim | Bildquelle: AFP

Nordkorea-Konflikt Treffen zwischen Trump und Kim im Februar

Stand: 18.01.2019 21:34 Uhr

In die Abrüstungsgespräche auf der koreanischen Halbinsel scheint wieder Bewegung zu kommen: Nach Angaben des Weißen Hauses soll es Ende Februar ein neues Treffen von US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim geben.

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un wollen Ende Februar zu einem zweiten Gipfeltreffen zusammenkommen. Der Ort solle später bekanntgegeben werden, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, nach einem Treffen zwischen Trump und Nordkoreas Unterhändler Kim Yong Chol im Oval Office mit. Zuletzt war Vietnam als möglicher Schauplatz im Gespräch.

Über den konkreten Inhalt des rund anderthalbstündigen Gesprächs zwischen Trump und Kim Yong Chol, der als rechte Hand Kims gilt, wurde nichts bekannt. US-Außenminister Mike Pompeo lud die nordkoreanische Delegation nach dem Treffen zum Mittagessen ein, wie das US-Außenministerium bestätigte.

Der nordkoreanische Unterhändler Kim Yong Chol und US-Außenminister Mike Pompeo | Bildquelle: AFP
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Nach dem Gespräch im Weißen Haus wurde Kim Yong Chol von US-Außenminister Pompeo empfangen.

Zuletzt kaum Fortschritte

Trump und Kim hatten sich im Juni 2018 bei einem historischen Gipfel in Singapur erstmals getroffen. Dort betonte der nordkoreanische Machthaber seine Bereitschaft zur "kompletten Denuklearisierung". Doch konkrete Zusagen, bis wann Nordkorea sein Atomwaffenarsenal abrüsten will und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten, blieben bisher aus.

Das isolierte stalinistische Land fordert eine Lockerung der internationalen Sanktionen. Trump will allerdings vorerst an der Politik des maximalen Drucks auf Nordkorea festhalten. Zuletzt waren kaum Fortschritte bei den Gesprächen bekannt geworden.

Nordkoreas Machthaber hatte zuletzt seine Nähe zu China demonstriert. Kim war in der vergangenen Woche in Peking, wo er Gespräche mit Präsident Xi Jinping führte. Es wird angenommen, dass er seine Strategie mit der chinesischen Führung abstimmen wollte. China ist mit Abstand Nordkoreas wichtigster Handelspartner und gilt als Lebensader für das Land.

Paralleles Treffen in Schweden

Zeitgleich mit dem Treffen in Washington soll es Medienberichten zufolge hochrangige Gespräche in Schweden geben, an denen unter anderem Nordkoreas Vize-Außenminister Choe Son Hui, der US-Korea-Sonderbeauftragte Stephen Biegun und die schwedische Außenministerin Margot Wallström teilnehmen sollen. Das schwedische Außenministerium bestätigte das Treffen. Schweden nimmt diplomatische Aufgaben für die USA in Nordkorea wahr, da die USA dort keine diplomatische Vertretung unterhalten.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 10. Januar 2019 um 07:15 Uhr.

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