Heimatschutzberater Thomas Bossert nimmt seinen Hut - ob freiwillig oder nicht, ist unklar. | Bildquelle: AFP

Heimatschutzberater Bossert Der Nächste verlässt das Weiße Haus

Stand: 10.04.2018 19:01 Uhr

Thomas Bossert ist nicht länger Heimatschutzberater von US-Präsident Trump. Das gab das Weiße Haus bekannt - nur einen Tag nach dem Amtsantritt des neuen Sicherheitsberaters Bolton.

Der Nächste im Weißen Haus nimmt seinen Hut: Der Heimatschutzberater von US-Präsident Donald Trump, Thomas Bossert, ist nicht länger im Amt. Das teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, mit - ohne eine Begründung zu nennen. "Der Präsident ist dankbar für Toms Einsatz für die Sicherheit unseres großartigen Landes", sagte Sanders lediglich.

Bossert war unter anderem für den Schutz der USA vor Terrorismus und Cyberattacken zuständig gewesen und hatte an der Reaktion der US-Regierung auf die Hurrikane im vergangenen Jahr mitgearbeitet. Ob er auf eigenen Wunsch zurücktrat oder entlassen wurde, erwähnte die Sprecherin des Weißen Hauses nicht. CNN und die "Washington Post" berichten aber von einem Rücktritt.

Stilles, maßvolles Auftreten

Tags zuvor hatte Trumps neuer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton sein Amt angetreten. Er gilt als Hardliner, der unter anderem einen Militärschlag gegen den Iran und Nordkorea in Erwägung zieht. Bossert hingegen trat bei Pressekonferenzen oft ruhig und bedacht auf. Er wurde von Beobachtern dem gemäßigten Umfeld von Trumps Stabschef John Kelly zugeordnet, dessen Einfluss auf den Präsidenten als geschwächt gilt.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat eine ganze Reihe Mitarbeiter der US-Regierung den Dienst quittiert. Sicherheitsberater Bolton selbst verdankt seinen neuen Posten der Entlassung von Herbert Raymond McMaster Mitte März, kurz zuvor musste Außenminister Rex Tillerson sowie mehrere Berater Trumps gehen. Zuletzt verlor Veteranenminister David Shulkin seinen Posten, nachdem eine interne Untersuchung eine teure Europareise beanstandet hatte.

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Trumps Personalkarussell

David Shulkin spricht bei einer Kongressanhörung zum Budget seiner Behörde.

Veteranenminister David Shulkin wurde entlassen, nachdem eine interne Untersuchung eine teure Europareise beanstandet hatte. | Bildquelle: AP

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 10. April 2018 um 18:24 Uhr.

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