US-Präsident Donald Trump. | Bildquelle: AFP

Trump zu Militärschlag gegen Iran "Wollten Krieg stoppen, nicht beginnen"

Stand: 04.01.2020 11:07 Uhr

US-Präsident Trump hat den getöteten iranischen General Soleimani als weltweiten "Terroristen Nummer 1" bezeichnet. Mit dem Schlag habe sein Land einen Krieg verhindern, nicht beginnen wollen. Widersprüchliche Meldungen gibt es über einen neuen Angriff.

US-Präsident Donald Trump hat nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani versichert, er wolle weder einen Krieg mit dem Iran, noch einen Regimewechsel in Teheran. "Wir haben vergangene Nacht gehandelt, um einen Krieg zu stoppen", sagte Trump in seinem Golfclub in Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida. "Wir haben nicht gehandelt, um einen Krieg zu beginnen."

"Wir wollen keinen Regimewechsel", fügte Trump hinzu, also einen Sturz der Regierung in Teheran. Der Iran müsse aber seine Aggressionen im Nahen Osten und die "Destabilisierung" seiner Nachbarn "jetzt" beenden. Soleimani sei der weltweite "Terrorist Nummer 1" gewesen, sagte Trump in seiner ersten Ansprache zur Tötung des einflussreichen Generals.

Iran kündigt Vergeltung nach Tötung Soleimanis an
tagesschau 09:50 Uhr, 04.01.2020, Alexander Stenzel, ARD Kairo

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Der Kommandeur der berüchtigten Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden habe "unmittelbar bevorstehende und finstere Angriffe auf US-Diplomaten und Militärangehörige" geplant. "Wir haben ihn auf frischer Tat ertappt und ausgeschaltet", sagte Trump. Der Tod unschuldiger Menschen sei Soleimanis "kranke Leidenschaft" gewesen, sagte der US-Präsident. Der General habe zu Terrorplänen an weit entfernten Orten wie "Neu Dehli und London" beigetragen. 20 Jahre lang sei Soleimani zudem für "Terrortaten zur Destabilisierung des Nahen Ostens verantwortlich" gewesen. Seine "Herrschaft des Terrors" sei nun vorbei.

"Wir werden euch finden. Wir werden euch ausschalten"

"Was die USA gestern getan haben, hätte schon vor langer Zeit getan werden sollen", sagte Trump. "Dann wären viele Menschenleben gerettet worden." "Unter meiner Führung ist die US-Politik gegenüber Terroristen, die Amerikanern schaden oder schaden wollen, eindeutig", sagte der US-Präsident. "Wir werden euch finden. Wir werden euch ausschalten. Wir werden immer unsere Diplomaten, Soldaten, alle Amerikaner und unsere Verbündeten schützen."

Soleimanis Rolle im Nahen Osten und als Anführer der Al-Kuds Brigaden
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.01.2020, Natalie Amiri, BR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Soleimani war in der Nacht zum Freitag bei einem US-Drohnenangriff unweit des Flughafens von Bagdad getötet worden. Die Folgen sind noch nicht absehbar: Der Iran hat Vergeltung angedroht, international wird eine Gewalteskalation im Nahen Osten befürchtet.

Erneuter Angriff in der Nacht?

Die US-Regierung will Abgeordnete kommende Woche in vertraulichen Treffen über den Angriff auf Soleimani unterrichten. Das teilte der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien mit. Er warnte den Iran vor Vergeltungsaktionen. Der Kongress tritt nach den Feiertagen planmäßig kommende Woche zusammen.

Teheran hat sich in einem Brief an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen derweil das Recht auf Selbstverteidigung vorbehalten. Die Tötung Soleimanis sei "ein offensichtliches Beispiel für Staatsterrorismus" und eine eklatante Verletzung der Grundsätze des internationalen Rechts, schrieb der iranische UN-Botschafter Maschid Tacht Rawanchi.

Widersprüchliche Angaben gibt es über einen erneuten US-Angriff im Irak. Laut irakischem Staatsfernsehens wurde am frühen Morgen (Ortszeit) ein Konvoi der Hasched-al-Schaabi-Milizen angegriffen. Die Attacke nördlich von Bagdad habe sich gegen einen Kommandeur der Miliz gerichtet. Das US-Militär teilte hingegen mit, das Bündnis habe in den vergangenen Tagen keine Luftangriffe nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad geflogen. Auch das irakische Militär dementierte Berichte über einen Angriff.

Heute soll es einen Trauermarsch für Soleimani und den Vizechef der Hasched-al-Schaabi-Milizen im Irak, Abu Mehdi al-Muhandis, geben. Beide waren in der Nacht zum Freitag durch den US-Drohnenangriff nahe des Flughafens von Bagdad getötet worden. Am Samstag findet im Irak ein Staatsbegräbnis für al-Muhandis statt, das mit einer Prozession in Bagdad beginnt und mit der Bestattung in der heiligen Stadt Nadschaf endet. 

Tausende weitere US-Truppen in die Region

Am Freitag hatten die Vereinigten Staaten angekündigt, Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten verlegen. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sagte, es würden zwischen 3000 und 3500 Soldaten in die Region geschickt. So machten sich bereits am Mittwoch 750 Fallschirmspringer aus North Carolina auf den Weg zu einem US-Stützpunkt nach Kuweit. Seit Mai hat das Pentagon 14.000 zusätzliche Soldaten stationiert. Aus Washingtoner Regierungskreisen verlautete, die Truppenverlegung sei eine Vorsichtsmaßnahme angesichts einer verstärkten Bedrohung für US-Kräfte in der Region.

Natalie Amiri, BR, mit Einschätzungen zur Reaktion des Iran
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.01.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Warnung vor neuem Golfkrieg

Weltweit wächst die Sorge, dass die Krise zu einer militärischen Konfrontation in der Region führt. UN-Generalsekretär António Guterres rief die Staats- und Regierungschefs zu "maximaler Zurückhaltung" auf.

"Die Welt kann sich keinen weiteren Golfkrieg leisten", sagte Guterres laut einer Mitteilung der Vereinten Nationen. Er habe sich immer für eine Deeskalation in der Golfregion eingesetzt und die jüngste Eskalation beunruhige ihn zutiefst, sagte der UN-Chef weiter.

Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Trotz Kritik - Trump verteidigt gezielte Tötung von Soleimani
Torsten Teichmann, ARD Washington
04.01.2020 06:44 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 03. Januar 2020 um 21:45 Uhr.

Darstellung: