Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus Höhle | Bildquelle: AP

Rettungsaktion in Thailand Ein Wunder mit Hindernissen

Stand: 03.07.2018 13:51 Uhr

Sie sind so glücklich wie ungeduldig: Das Fußballteam, das in einer Höhle in Thailand von Wassermassen eingeschlossen wurde, muss weiter ausharren.

Von Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur

Das Wunder von Thailand wurde in der vergangenen Nacht verkündet: Die zwölf Jugendlichen und ihr Trainer wurden nach neun Tagen in einer überfluteten Höhle lebend gefunden. Doch es ist ein Wunder mit Hindernissen.

"Wir sind immer noch mitten in der Rettungsoperation, unsere Mission ist noch nicht beendet. Sie wird erst vorbei sein, wenn wir alle Kinder aus der Höhle herausgebracht haben," so der Kommandeur der Spezialeinheit der thailändischen Marinetaucher. Die Taucher sind am späten Abend gemeinsam mit Freiwilligen des britischen Höhlenrettungskommandos zu den vermissten Jungen vorgedrungen - ein Moment, den sie auf Video festhielten.

Rettung der Jugendfußballer wird länger dauern
tagesschau24 17:00 Uhr, 03.07.2018, Sandra Ratzow, ARD Singapur

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"Sie leben alle!"

Die Taschenlampen der Elitetaucher beleuchten Jugendliche in Fußballtrikots, auf einer steilen felsigen Böschung zusammengekauert, gerade in Sicherheit vor dem schlammigen Wasser. "Danke", sagt einer von ihnen schwach. "Wie viele von euch sind da?", fragen die Taucher. "13!", antworten sie. "13, brillant! Sie leben alle!“, rufen die Taucher selbst beinahe ungläubig

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Eingeschlossene Jugendfußballmannschaft in Thailand

Höhlenrettung Thailand

Ein Arzt ist nach der Entdeckung in der Höhle bei den Jugendlichen und ihrem Trainer geblieben. Auch Thermodecken und Essen wurde in die Höhle gebracht. | Bildquelle: REUTERS

Die erschöpften Jungs wischen sich mit ihren Trikots übers Gesicht, Tränen der Erleichterung fließen, als die Taucher versprechen: "Wir sind nur die ersten, viele viele Menschen werden zu euch kommen."

Fußballtrainer wachte pausenlos über die Jungen

Inzwischen hat ein Arzt die elf- bis 16-jährigen Jungen und ihren 25-jährigen Trainer untersucht, niemand leide unter größeren gesundheitlichen Problemen. Der Fußballtrainer allerdings sei schwer übermüdet - er scheint ohne Pause über seine Schützlinge gewacht und sie alle zusammengehalten zu haben, was ihnen wohl das Leben gerettet hat.

Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus Höhle | Bildquelle: AP
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Einige Taucher und Ärzte bleiben nun dauerhaft bei den Jungen in der Höhle.

"Wir sagen zu diesem Zeitpunkt, dass alle von ihnen im grünen Bereich sind. Einige Kinder sind vielleicht in einem kritischeren Zustand, aber niemand ist in Lebensgefahr," sagte der Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Narongsak Osottanakorn. Jetzt geht es darum, die Jugendlichen zu stärken, mit Kraftnahrung und Energiegetränken. Einige Taucher bleiben jetzt dauerhaft bei ihnen, zusammen mit einem Arzt und einem Krankenpfleger.

Rennen gegen die Zeit

Denn was jetzt noch vor den Jungen liegt, ist nicht leicht: Sie müssen selbst aus der Höhle gelangen, dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wenn die Jugendlichen rechtzeitig wieder zu Kräften kommen und der Wasserstand weiter sinkt, können sie zu Fuß aus der Höhle gelangen. Das Wasser wird pausenlos herausgepumpt, der Regen pausiert. Aber es ist ein Rennen gegen die Zeit, denn für die nächsten Tage sind Niederschläge vorhergesagt.

Oder sie müssen tauchen und schwimmen. Das wäre eine sehr anstrengende und gefährliche Sache, wie der Tauchmediziner Richard Harris erläutert: "Das gab es schon einmal. Den britischen Höhlentauchern, die die Jungen entdeckt haben, ist schon einmal so eine Operation geglückt, aber mit Erwachsenen, nicht mit Kindern, und vor allem nicht mit Kindern, die nicht tauchen können. Aber wenn es jemand schafft, dann diese Kerle."

Es braucht also Geduld und moralische Stärkung. Dabei hilft, dass eine Telefonleitung die Jugendlichen jetzt mit ihren Angehörigen verbinden soll, die seit zehn Tagen am Höhleneingang ausharren, so glücklich wie ungeduldig.

Das Wunder von Thailand: 12 Jungen in überschwemmter Höhle gefunden
Lena Bodewein, ARD Singapur
03.07.2018 07:05 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 03. Juli 2018 Deutschlandfunk Kultur um 05:44 Uhr und die tagesschau um 14:00 Uhr.

Korrespondentin

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