Der iranische Öltanker Adrian Darya 1 vor Gibraltar | Bildquelle: REUTERS

Wochenlang festgesetzt Öltanker verlässt Gibraltars Hafen

Stand: 19.08.2019 02:34 Uhr

Die USA hatten noch versucht, den Supertanker mit seinem iranischen Öl dauerhaft festsetzen zu lassen: Doch nun ist die "Adrian Darya 1", ehemals "Grace 1", wieder in See gestochen. Das bestätigte die iranische Seite.

Der Anfang Juli vor der Küste Gibraltars festgesetzte iranische Öltanker hat seine Fahrt wieder aufgenommen. Das ehemals "Grace 1" genannte und inzwischen in "Adrian Darya 1" umgetaufte Schiff fuhr kurz vor Mitternacht in Richtung der Meerenge von Gibraltar. Das geht aus GPS-Daten der Seite "Marinetraffic.com" hervor. Der iranische Botschafter in London bestätigte die Angaben auf Instagram. Das Ziel des inzwischen unter iranischer Flagge fahrenden Tankers war zunächst nicht bekannt.

Iranischer Tanker hat Meerenge bei Gibraltar verlassen
tagesschau 09:00 Uhr, 19.08.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Das oberste Gericht des britischen Überseegebiets an der Südspitze der iberischen Halbinsel hatte dem Tanker bereits am Donnerstag freie Fahrt gewährt. Doch die USA stellten einen Antrag, das Schiff weiter festzuhalten. Der tatsächliche Eigentümer sei die iranische Revolutionsgarde, so die US-Argumentation. Das Öl an Bord sei 130 Millionen Dollar (rund 117 Millionen Euro) wert, die für die von den USA als Terrororganisation eingestufte Revolutionsgarde bestimmt seien. Gibraltar erklärte dagegen, anders als in den USA gelte diese in der EU, in Großbritannien und Gibraltar nicht als Terrororganisation und es gebe dort keine Entsprechung für US-Sanktionen gegen den Iran.

Auch "Stena Impero" bald frei?

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Tanker Anfang Juli vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen an Syrien festgesetzt. Damit würde das Schiff gegen EU-Sanktionen gegen das Bürgerkriegsland verstoßen, so lautete der Vorwurf. Das Außenministerium in London betonte, der Iran müsse sich nun an seine Zusicherung halten, die Ladung nicht nach Syrien zu bringen.

Kurz nach der Festsetzung der "Grace 1" hatte der Iran seinerseits einen unter britischer Flagge fahrenden Öltanker, die "Stena Impero", an der Weiterfahrt gehindert. Sie wird nach wie vor von Teheran festgehalten. Beobachter gehen davon aus, dass nach der Freilassung der "Adrian Darya 1" auch die "Stena Impero" ihre Fahrt bald fortsetzen kann.

Der Fall hatte die diplomatischen Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Staaten weiter verschärft.

Iranischer Tanker hat Gibraltar verlassen
Marc Dugge, ARD Madrid
19.08.2019 08:21 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. August 2019 um 05:30 Uhr.

Darstellung: