Russische Kampfjets auf der syrischen Luftwaffenbasis Latakia (Archivbild) | Bildquelle: AP

Abschuss eines syrischen Kampfjets Russland droht USA mit Angriff in Syrien

Stand: 19.06.2017 15:17 Uhr

Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die US-Luftwaffe hat Russland den USA mit Angriffen im syrischen Luftraum gedroht. Das russische Militär werde Flugzeuge der US-geführten Koalition als Ziele ins Visier nehmen, wenn sie westlich des Flusses Euphrat fliegen.

Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch ein US-Flugzeug geht Russland verstärkt auf Konfrontation. Der Kommunikationskanal zwischen russischem und amerikanischem Militär zur Vermeidung von Zwischenfällen über Syrien werde gekappt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Stattdessen werde das russische Militär Flugzeuge und Drohnen der US-geführten Koalition als potenzielle Ziele ins Visier nehmen, wenn sie westlich des Flusses Euphrat fliegen. Außerdem verurteilte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow den Abschuss als "Akt der Aggression".

Karten: Militärflughafen in Latakia, Syrien
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Russland nutzt die Luftwaffenbasis Latakia im Westen Syriens.

Bereits im April hatte Russland die Sicherheits-Vereinbarung mit den USA ausgesetzt. Damals reagierte der Kreml auf einen US-Raketenangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt. Trotz der russischen Ankündigung wurde jedoch weiter über die sogenannte Sicherheits-Hotline kommuniziert.

Kampfjet der syrischen Streitkräfte abgeschossen

Bei Kämpfen um den IS-Stützpunkt in Rakka in Syrien war ein Kampfjet der syrischen Streitkräfte durch die US-geführte Koalition abgeschossen worden. Das Flugzeug habe zuvor Bomben in der Nähe von Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) abgeworfen, teilte das US-Militär mit. Zum Abschalten des Kommunikationskanals mit den Russen wollte sich ein Sprecher der US-geführten Koalition zunächst nicht äußern.

Die SDF sind mit der internationalen Koalition verbündet, die in Syrien und dem Irak gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" kämpft. Nach syrischen Angaben hatte die Su-22 nur IS-Stellungen angegriffen. Moskau unterstützt in Syrien die Führung von Präsident Baschar al-Assad.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Juni 2017 um 15:00 Uhr

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