Ein Syrer, der im Namen der Türkei kämpft, steht im Grenzort Ras al-Ain auf einem Auto und feuert von dort auf die Gegenseite. | Bildquelle: AFP

Kämpfe in Nordsyrien Erbitterte Gefechte mit vielen Toten

Stand: 13.10.2019 12:44 Uhr

Wenige Tage nach Beginn des türkischen Einmarsches in Nordsyrien sind schon mehr als hundert Menschen getötet worden - darunter viele Zivilisten. Die Kämpfe gehen weiter. Zehntausende fliehen, darunter auch Angehörige von IS-Kämpfern.

Die türkische Armee und ihre Verbündeten setzen ihre Angriffe auf die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien fort. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete über erbitterte Gefechte in Suluk nahe der syrischen Grenzstadt Tal Abjad. Die türkische Armee habe Teile der Ortschaft erobert.

Ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bestätigte diese Angaben. "Die Türken versuchen, die Kontrolle zu übernehmen", sagte er. Kurdische Kämpfer leisteten aber weiterhin Widerstand. An einer weiteren Front bei Ras al-Ain drängten hingegen kurdische Kämpfer die türkischen Truppen laut der Beobachtungsstelle und dem SDF-Sprecher zurück.

Das autonome Kurdengebiet in Syrien
13.10.2019, Arndt Brorsen, ARD-aktuell

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Weit mehr als hundert Tote

Seit dem Beginn der Offensive am Mittwoch wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle inzwischen mehr als 85 kurdische Kämpfer sowie rund 40 Zivilisten getötet. Die Angaben der in London ansässigen Organisation sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Ein Mann steht in einer völlig zerstörten Wohnung in Akcakale, einem türkischen Ort direkt an der Grenze zu Syrien. | Bildquelle: AP
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Zerstörte Wohnung im türkischen Akcakale: Insgesamt starben bei den Kämpfen schon mehr als hundert Menschen.

Auf türkischer Seite wurden nach Angaben Ankaras 18 Zivilisten getötet. Bei den Kämpfen in Nordsyrien seien außerdem vier Soldaten getötet worden. 

Nach UN-Angaben flohen bereits mehr als 130.000 Menschen vor den Kämpfen. Das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten warnt davor, dass bis zu 400.000 Menschen durch die Kämpfe vertrieben werden könnten.

IS-Angehörige flüchten ebenfalls

Unter den Fliehenden sind Hunderte Angehörige von Kämpfern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Frauen und Kinder seien nach Luftangriffen der türkischen Armee aus einer eigentlich von Kurden gesicherten Einrichtung in Nordsyrien geflüchtet, teilten die kurdische Behörden mit.

Wegen der Angriffe der türkischen Armee gebe es in dem betroffenen Lager in Ain Issa nicht mehr genug Sicherheitskräfte, um die IS-Angehörigen dort zu sichern, bestätigte auch der SDF-Sprecher. Die Kräfte seien entweder an die Front gewechselt oder nach dem Einschlag von türkischen Granaten in direkter Nähe des Camps geflüchtet. "Die Überwachung des Lagers ist jetzt sehr geschwächt", sagte der Sprecher zur Nachrichtenagentur Reuters.

Kurz nach Beginn der türkischen Militäroffensive konnten auch schon einige IS-Kämpfer selbst aus ihrer Gefangenschaft fliehen. So nutzten in Qamishli fünf inhaftierte IS-Kämpfer die unübersichtliche Lage, nachdem ein türkisches Geschoss das Gefängnis Jerkin beschädigt hatte, und entkamen.

Hunderte IS-Kämpfer entkommen aus kurdischen Lagern
tagesschau 17:15 Uhr, 13.10.2019, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Sie bezeichnet sich als unabhängig. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Oktober 2019 um 12:00 Uhr.

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