Der bisherige peruanische Präsident, Martin Vizcarra (l.), und seine bisherige Stellvertreterin, Mercedes Araoz. | Bildquelle: AFP

Streit um Richter Machtkampf in Peru eskaliert

Stand: 01.10.2019 05:39 Uhr

Im Streit um die Besetzung von Richterposten am peruanischen Verfassungsgericht hat Präsident Vizcarra angekündigt, das Parlament aufzulösen. Dieses setzte ihn daraufhin postwendend ab.

In Peru ist ein Machtkampf zwischen Präsident Martín Vizcarra und dem von der konservativen Opposition dominierten Parlament eskaliert. Vizcarra löste zunächst den Kongress auf und kündigte Neuwahlen an. Das Parlament beschloss daraufhin, den Präsidenten zu suspendieren. Die Parlamentarier ernannten Vizepräsidentin Mercedes Aráoz zur Übergangspräsidentin.

Hintergrund ist ein Streit um die Besetzung von Richterposten beim peruanischen Verfassungsgericht. Vizcarra sagte in einer Fernsehansprache, mit dem Parlament sei "keinerlei" Einigung möglich. Eigentlich hätten die nächsten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen erst im April 2021 stattfinden sollen.

Peruanischer Präsident Vizcarra löst Parlament auf und kündigt Neuwahlen an
tagesschau 07:00 Uhr, 01.10.2019

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Vizcarra seit einem Jahr Präsident

In dem südamerikanischen Staat hatte zuletzt 1992 ein Präsident das Parlament aufgelöst. Vizcarra ist seit dem vergangenen Jahr peruanischer Präsident. Der 56-Jährige, bis zu diesem Zeitpunkt Vizepräsident, löste den wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetretenen Staatschef Pedro Pablo Kuczynski ab.

Peru - Machtkampf und Verfassungskrise - Präsident löst Parlament auf
Ivo Marusczyk, ARD Buenos Aires
01.10.2019 05:47 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Oktober 2019 um 05:40 Uhr.

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