Start des Raumschiffs Sojus MS-10 auf der Startrampe des russischen Kosmodroms Baikonur (Kasachstan). | Bildquelle: REUTERS

Fehlstart der Sojus-Rakete Es war ein defekter Sensor

Stand: 01.11.2018 15:17 Uhr

Der missglückte Start einer russischen Sojus-Rakete ist durch einen defekten Sensor verursacht worden. Die russischen Untersuchungsergebnisse haben Folgen für Astronaut Gerst: Er kann Weihnachten auf der Erde planen.

Drei Wochen nach dem missglückten Start einer russischen Sojus-Rakete hat die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos die Untersuchungsergebnisse dazu vorgestellt. Ein defekten Sensor habe die Panne verursacht. Der sei beim Zusammenbau der Trägerrakete vom Typ Sojus-FG am Weltraumbahnhof Baikonur beschädigt worden.

Sojus-Rakete: Defekter Sensor verantwortlich für den Fehlstart
tagesschau 20:00 Uhr, 01.11.2018, Demian von Osten, ARD Moskau

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"Nicht vorgeschriebene Werkzeuge verwendet"

Bei der Montage eines Seitentanks an der ersten Raketenstufe seien "nicht die vorgeschriebenen Werkzeuge verwendet" worden, sagte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tass in Moskau. Deshalb sei ein Sensor beschädigt worden, die Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe kurz nach dem Start habe daher nicht geklappt. "Das heißt, es ist kein Konstruktionsfehler", sagte Rogosin. Der Umgang mit der Rakete sei falsch gewesen.

US-Astronaut Hague (links) und Roskosmus-Chef Dmitri Rogosin. | Bildquelle: REUTERS
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US-Astronaut Hague (links) im Gespräch mit Roskosmus-Chef Rogosin.

Raumfahrer konnten sich retten

Bei dem missglückten Start hatten sich die Raumfahrer Sergej Owtschinin und Nick Hague unverletzt retten können. Die Kapsel mit den beiden Astronauten an Bord war vom Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan zur ISS gestartet. Minuten später kam es zu einem Fehler beim Abtrennen der ersten von der zweiten Raketenstufe, worauf die Kapsel abgestoßen wurde und in der kasachischen Steppe landete.

Sojus-Absturz | Bildquelle: dpa
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Nach dem Fehlstart war die Rakete in die kasachische Steppe gestürzt.

Die russische Raumfahrtbehörde hatte daraufhin eine Untersuchungskommission gebildet und alle bemannten Flüge bis zur Veröffentlichung ihres Abschlussberichts auf Eis gelegt.

Jetzt aber ist mit dem beschädigten Sensor die Ursache für das Triebwerksversagen der Sojus-Rakete gefunden. Und die Verantwortlichen versprechen, das Problem für die Zukunft ausschließen zu können.

Gerst kehrt vor Weihnachten nach Hause

Damit kann wieder geflogen werden und Roskosmos veröffentlichte den neuen Zeitplan: Am 3. Dezember sollen ein Russe, eine Amerikanerin und ein Kanadier zur Raumstation fliegen.

Astronaut Alexander Gerst | Bildquelle: dpa
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Alexander Gerst und seine Crew sollen nun kurz vor Weihnachten zur Erde zurückkehren.

Die Crew um den deutschen Astronauten Alexander Gerst soll am 20. Dezember zur Erde zurückkehren - nur eine Woche später als ursprünglich geplant und pünktlich zu Weihnachten.

Mit Informationen von Markus Sambale, ARD-Studio Moskau

Über dieses Thema berichtete am 01. November 2018 die tagesschau um 12:00 Uhr und Inforadio um 11:40 Uhr.

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