Mitten im Moskauer Silvesterverkehr ist ein Linienbus in eine Fußgängerunterführung gefahren und hat mehrere Menschen tödlich verletzt. | Bildquelle: dpa

Tödliche Busfahrt in Moskau Fahrer zu vier Jahren Haft verurteilt

Stand: 19.12.2018 15:59 Uhr

Vor knapp einem Jahr hatte ein Linienbus in Moskau mehrere Menschen überfahren, vier von ihnen starben. Nun wurde der Fahrer zu einer Haftstrafe verurteilt. Er soll damals Gas und Bremse verwechselt haben.

Knapp ein Jahr nach einer tödlichen Unglücksfahrt eines Busfahrers in Moskau ist der Mann wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass. Der Fahrer will gegen das Urteil in Widerspruch gehen.

Am 25. Dezember 2017 war der Beschuldigte von einer Haltestelle westlich des Moskauer Zentrums zunächst auf den Bürgersteig und dann über die Treppe einer Fußgängerunterführung gefahren. Die Haltestelle wird von vielen Pendlern genutzt. Mehrere Menschen wurden von dem Bus regelrecht überrollt. Durch das Unglück kamen vier Menschen ums Leben, elf Personen wurden verletzt.

Verwechslung führte zu Unglück

Aus Sicht des Gerichts war ein Fehler des Fahrers Schuld an dem Unfall. Er habe Gas und Bremse verwechselt. Der damals 58-Jährige war ein erfahrener Busfahrer, bereits 17 Jahre hatte er diesen Beruf ausgeübt.

Direkt nach dem Unglück hatten die Behörden einen Anschlag nicht ausgeschlossen. Auch wenn sich dieser Verdacht nicht bestätigte, wurden vor Unterführungen von Bahnstationen Betonklötze postiert, die als Holzbänke verkleidet wurden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. Dezember 2017 um 19:00 Uhr.

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