Menschen gehen an einem Messestand der russischen Atombehörde Rosatom vorbei. | Bildquelle: REUTERS

Russland Fünf Tote bei Raketentest

Stand: 10.08.2019 03:19 Uhr

Laut der russischen Atombehörde sind bei einem missglückten Test auf einem Militärgelände im Norden des Landes fünf Menschen ums Leben gekommen. Es gibt Berichte, das erhöhte Radioaktivität in der Region gemessen worden sei.

In Russland sind bei einem missglückten Test auf einem Militärgelände fünf Menschen gestorben. Zudem wurde offenbar Radioaktivität freigesetzt. Zu dem Unfall im Norden des Landes sei es nach Angaben der russischen Atombehörde Rosatom beim Probelauf eines Raketenmotors für flüssigen Treibstoff gekommen, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA.

Eine Sprecherin der in der Region liegendem Stadt Sewerodwinsk erklärte in einer mittlerweile gelöschten Stellungnahme, am Donnerstag morgen sei erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Amerikanische Experten vermuten, dass es beim Test eines neuartigen Marschflugkörpers mit Atomantrieb zu einer Explosion gekommen ist. Die Stellungnahme der Sprecherin von Sewerodwinsk war am Freitag von der Internetseite der Stadtverwaltung genommen worden.

Anwohner decken sich mit Jod ein

Russische Behörden hatten zuvor berichtet, zwei Menschen seien bei dem Zwischenfall getötet worden. In einer nahe gelegenen Stadt sei danach eine erhöhte radioaktive Strahlung festgestellt worden. Eine Bucht am Weißmeer sei teilweise für die Schifffahrt gesperrt worden.

Nach Medienberichten haben sich Anwohner in der Umgebung des Raketentestgeländes mit Jod eingedeckt. In mehreren Apotheken der beiden Hafenstädte Archangelsk und Sewerodwinsk sei Jod, das bei radioaktiver Verstrahlung helfen kann, bereits ausverkauft.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. August 2019 um 06:00 Uhr.

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