Militärparade in Wolgograd | Bildquelle: REUTERS

Russland Militärparade zum Gedenken an Stalingrad

Stand: 02.02.2018 16:08 Uhr

Das Ende der Schlacht von Stalingrad gilt als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. An den Sieg der Roten Armee vor 75 Jahren hat Russland im heutigen Wolgograd mit einer Militärparade erinnert.

Russland hat mit einer Militärparade an das Ende der Schlacht um Stalingrad vor 75 Jahren im Zweiten Weltkrieg erinnert. Nach Angaben der Agentur Tass versammelten sich etwa 30.000 Menschen im heutigen Wolgograd, um sich die Parade mit 1500 Soldaten, Panzern und Kampfflugzeugen anzusehen. Die russischen Streitkräfte zeigten dabei moderne Waffen wie Luftabwehrsysteme und Mehrfachraketenwerfer.

Kapitulation am 2. Februar 1943

Präsident Wladimir Putin rief dazu auf, "sich an den Taten der Väter und Großväter ein Beispiel zu nehmen". Das Land habe sich damals als "unbezwingliche Festung" erwiesen und die Faschisten abgewehrt, sagte er in Wolgograd, das von 1925 bis 1961 den Namen Stalingrad trug. An der Gedenkstätte Mamajew Kurgan legte Putin einen Kranz nieder. Auf dem Hügel, der im Zweiten Weltkrieg einer der am härtesten umkämpften Punkte der Stadt war, erinnert heute eine 85 Meter hohe Statue an die Schlacht.

Am 2. Februar 1943 hatte die 6. Armee unter der Führung des deutschen Generalfeldmarschalls Friedrich von Paulus kapituliert. Es war Hitlers erste entscheidende Niederlage im Zweiten Weltkrieg und wird in Russland bis heute als Wendepunkt gefeiert, der den Sieg über Nazi-Deutschland einleitete. Zugleich war es eine der schlimmsten Schlachten aller Zeiten: Nachdem die deutsche Luftwaffe Stalingrad weitgehend zerstört hatte, lieferten sich Wehrmacht und Rote Armee monatelang erbitterte Häuserkämpfe.

Schlacht von Stalingrad | Bildquelle: dpa
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Deutsche Soldaten nach ihrer Kapitulation am 2. Februar 1943. Die Schlacht von Stalingrad war für die deutsche Wehrmacht 1943 die erste vernichtende Niederlage im Krieg gegen die Sowjetunion und wurde zum Wendepunkt an der Ostfront.

Unzählige Tote auf beiden Seiten

Erst hatten die nationalsozialistische deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten die Rote Armee in der Wolgastadt belagert, dann kesselten sowjetische Truppen die Deutschen ein. Nach der Kapitulation gerieten Zehntausende Wehrmachtssoldaten in Gefangenschaft, nur wenige kehrten in ihre Heimat zurück. Nach offiziellen russischen Angaben starben auf beiden Seiten bis zu zwei Millionen Menschen.

Als Zeichen der Versöhnung nach dem Krieg haben Russen und Deutsche in den vergangenen Jahrzehnten große Soldatenfriedhöfe bei Wolgograd angelegt. Allein in der deutschen Kriegsgräberstätte Rossoschka sind die Namen von 25.000 Toten eingraviert. Noch immer werden in Wolgograd sterbliche Überreste von Soldaten beider Seiten gefunden und beigesetzt.

Sönke Neitzel, Historisches Institut der Universität Potsdam, zum 75. Jahrestag der Schlacht um Stalingrad
tagesschau24 15:30 Uhr, 02.02.2018

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75 Jahre Schlacht in Stalingrad
Hermann Krause, ARD Moskau
02.02.2018 14:16 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. Februar 2018 um 12:00 Uhr.

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