Vladimir Putin | Bildquelle: AP

Läuft es 2024 wie 2008? Putins Zukunftsplan

Stand: 26.05.2018 07:39 Uhr

Ministerpräsident nach dem Ende seiner Amtszeit als russischer Präsident? Wladimir Putin hat angedeutet, dass er sich diesen Schritt 2024 erneut vorstellen könne. "Erinnern Sie sich an das letzte Mal", sagte er.

Gerade erst wiedergewählt, hat Russlands Präsident Wladimir Putin angedeutet, dass er nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2024 noch einmal Ministerpräsident werden könnte. Diesen Postenwechsel hatte er bereits 2008 vollzogen.

Auf die Frage, ob er die Macht 2024 abgeben werde, sagte Putin: "Ich habe mich immer genau an die russische Verfassung gehalten und werde mich weiter daran halten. Die Verfassung sagt deutlich, nicht mehr als zwei aufeinander folgende Amtszeiten." Der 65-Jährige fügte hinzu: "Erinnern Sie sich an das letzte Mal, als ich das Präsidentenamt verlassen habe."

"Ein wenig lächerlich"

2008 hatte er nach zwei - damals noch vier- statt sechsjährigen - Amtszeiten als Präsident den Kreml Dmitri Medwedew überlassen und war selbst Ministerpräsident geworden. Im Hintergrund zog er aber Beobachtern zufolge weiter die Strippen. 2012 kehrte er dann in den Kreml zurück.

Nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl im März hatte Putin auf die Frage eines Journalisten zu einem möglichen fünften Mandat gesagt: "Das, was Sie sagen, scheint mir ein wenig lächerlich zu sein. Lassen Sie uns nachrechnen: Soll ich mit 100 Jahren noch auf dem Posten sein? Nein!"

Putin wurde im Jahr 2000 erstmals als russischer Präsident gewählt. Wenn seine Präsidentschaft im Jahr 2024 endet, wird er 71 Jahre alt sein.

Über dieses Thema berichtete WDR 5 im Tagesgespräch am 19. März 2018 um 12:10 Uhr.

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