Polizisten vor der Glaspyramide des Louvre | Bildquelle: REUTERS

Angriff in Paris Mann sticht vor Louvre auf Soldaten ein

Stand: 03.02.2017 21:42 Uhr

Vor dem Louvre in Paris hat ein Mann einen Soldaten angegriffen und leicht verletzt. Dabei rief er "Allahu Akbar". Der Angreifer wurde niedergeschossen, wie die Polizei mitteilte. Sie geht von einem terroristischen Hintergrund aus.

Ein Mann hat am Pariser Louvre mit einem Messer oder einer Machete eine Gruppe von Polizisten und Soldaten angegriffen und dabei "Allahu Akbar" gerufen. Ein Soldat sei leicht verletzt worden. Ein anderer Soldat schoss daraufhin auf den Angreifer und verletzte ihn schwer, wie Polizeipräfekt Michel Cadot sagte.

Der Ausruf des Mannes lasse darauf schließen, dass er seinen Angriff in einem "terroristischen Rahmen" habe ausüben wollen, so Cadot. Der Angreifer habe zwei Rucksäcke bei sich gehabt. In ihnen sei allerdings kein Sprengstoff gefunden worden.

Bei dem Mann handelt es sich vermutlich um einen 29 Jahre alten Ägypter. Die Identität des Mannes sei aber noch nicht "formell" bestätigt, sagte der Pariser Staatsanwalt.

Angriff am Louvre
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.02.2017, Matthias Werth, ARD Paris

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Angreifer wurde offenbar angesprochen

Der Angriff ereignete sich in einem Treppenhaus, das von einem Platz neben dem Louvre in ein unterirdisches Einkaufszentrum, das Carrousel du Louvre, führt. Ein Sprecher der Polizeigewerkschaft, Yves Lefebvre, sagte, der Mann sei aggressiv geworden, nachdem die Soldaten ihm gesagt hätten, er dürfe mit seinen Rucksäcken nicht in die Geschäfte unter dem Louvre. Daraufhin habe der Mann die Gruppe angegriffen.

Ein Armeesprecher sagte, zunächst hätten die Soldaten versucht, den Angreifer mit Nahkampf-Techniken zu überwältigen. Weil dies nicht gelang, habe ein Soldat fünf Schüsse abgegeben.

Louvre in Paris | Bildquelle: picture alliance / PIXSELL
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Blick auf die berühmte Glaspyramide des Louvre (Archivbild)

Die Identität des Angreifers ist nach Darstellung der Behörden unklar. Der Mann trug demnach keinen Pass oder andere offizielle Dokumente bei sich. Die Staatsanwaltschaft leitete bereits eine Untersuchung wegen Terrorverdachts ein. Das teilte die Behörde kurz nach dem Angriff mit.

Zweite Festnahme

Die Sicherheitskräfte nahmen inzwischen eine zweite Person fest. "Sie befand sich vor Ort", sagte ein Sprecher des Innenministeriums lediglich. Es ist unklar, ob es eine Verbindung zu dem Angreifer gibt.

Präsident François Hollande sagte am Rande des EU-Gipfel in Valetta, bei dem Täter habe es sich sehr wahrscheinlich um einen Terroristen gehandelt. Es gebe "kaum Zweifel" am "terroristischen Charakter" der Tat. Hollande räumte ein, dass Frankreich trotz erheblich gesteigerter Sicherheitsmaßnahmen weiter Angriffe von Terroristen fürchten muss. "Die Gefahr besteht, sie wird bleiben, und wir werden das bewältigen müssen", sagte er.

Viele Tote seit Anfang 2015

In Frankreich wurden in den vergangenen Jahren eine Reihe von islamistisch motivierten Terroranschlägen mit vielen Opfer verübt. Deshalb gilt der Ausnahmezustand. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden massiv verstärkt, vor vielen Institutionen sind auch Soldaten für Wachdienste eingesetzt. Allein in der Hauptstadtregion sind im Rahmen der Anti-Terror-Mission "Sentinelle" (Wächter) 3500 Soldaten im Einsatz.

Seit Anfang 2015 wurden 238 Menschen bei Anschlägen getötet, die verheerendsten waren die Pariser Terrornacht vom 13. November 2015 mit 130 Toten und die Lastwagen-Attacke vom 14. Juli 2016 in Nizza. Die Tourismusbranche spürt bereits negative Auswirkungen. Der Louvre verzeichnete im vergangenen Jahr 15 Prozent weniger Besucher als 2015.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. Februar 2017 um 11:00 Uhr.

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